Deutschland

INASKA – die eier legende Wollmilchsau unter den Sportbikinis

INASKA – die eier legende Wollmilchsau unter den Sportbikinis

Eigentlich. Ja, eigentlich sollte es selbstverständlich sein: Dass ein Sportbikini das hält, was er verspricht. Also eben beim Sport „hält„. Sollte man meinen. Meiner Erfahrung nach ist es das aber ganz und gar nicht. An irgendeiner Stelle verrutscht oder löst sich beim Surfen, Paddeln, Yoga, Joggen oder Beachvolleyball dann doch immer was. Und wenn wirklich mal alles an Ort und Stelle gehalten wird, drückt, zwickt oder scheuert es garantiert irgendwo – oder die Optik ist so, dass ich am liebsten was über den Bikini drüber ziehen würde.

Bis vor einem Jahr noch ging ich fest davon aus, dass es DEN perfekten Bikini nicht gibt. Und heute? Heute besitze ich gleich zwei davon!

Wie eigentlich jede Saison suchte ich vor unserer Abreise nach Australien wieder nach einem funktionalen und gleichzeitig ästhetischen Bikini. Dabei stieß ich auf die junge Marke INASKA. Deren Gründerinnen Katharina & Franziska – selbst aktive Sportlerinnen – sahen sich lange Zeit mit demselben Problem konfrontiert: was toll aussieht, gibt meist keinen richtigen Halt, verrutscht ständig oder kneift. Also entschieden sie, selbst aktiv zu werden und das Problem ein für allemal zu lösen! In enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Designern und europäischen Herstellern entwickelten sie von Grund auf ihre eigene Bikini-Kollektion.
Das Ergebnis sind hochfunktionale Sportbikinis in umwerfend coolen Designs, die nicht nur höchsten Tragekomfort bieten, sondern dabei auch noch starken Halt mit maximaler Bewegungsfreiheit vereinen.

DER BIKINI

Im Gegensatz zu herkömmlichen Bikinis kommen alle INASKA-Modelle ohne jegliche störende Schnallen, Knoten oder Bügel aus. Dadurch drückt, scheuert und reibt schonmal nix. Anders als bei Neckholder-Bikinis lassen sich die Träger der Modelle WILD, CHILL und STRONG durch den innovativen 4-Wege-Rücken individuell und bei jedem Tragen anders einstellen. Eben je nach Tagesform und Anforderung. Gerade wenn man wie ich einen rundgeformten Skoliose-Nacken hat und deshalb sehr druckempfindlich im Nackenbereich ist, ist das Gold wert. Ich trage meinen super bequemes WILD-Top am liebsten zum Yoga, beim Scchwimmen und Tauchen sowie zum Stand-up Paddling. Und überhaupt ersetzt es in meinem Rucksack den Sport-BH. Denn durch die flexibel einstellbaren Träger drückt auch unter den Rucksackriemen nichts auf den Schultern.

Dahingegen ist mein Top FREE mit stabilem T-Rücken das Oberteil meiner Wahl, wenn ich maximalen Halt bei schnellen Bewegungen wie beim Beachvolleyball, Surfen oder beim Wellen planschen brauche. Gut aussehen tun sie dank ihres schlichten und dennoch schicken Designs sowieso beide!

DAS BESONDERE

Die Verwendung eines hochwertigen Stoffes mit besonders hoher Stoffdichte – und damit besonders hoher Stabilität – macht die Bikinis besonders widerstandsfähig und langlebig. Ich trage meine beiden Bikinis nun schon fast ein Jahr lang fast täglich und beide sind immer noch top in Form und auch an den kritischen Stellen Dekolletee und Po null ausgeleiert. Das schont auf die Dauer nicht nur meinen Geldbeutel (Set mit Top ab 39,50 € + Hose 35, 50 €), sondern vor allem auch unsere Umwelt! Apropos Umwelt – hier kommen wir zu meinem Lieblings-Aspekt:

DIE INASKA MARKENPHILOSOPHIE

Besonders wichtig ist den Mädels von INAKSA nämlich eine nachhaltige und klimafreundliche Produktion: ihre Kunstwerke lassen sie ausschließlich in Europa produzieren – das garantiert kurze Transportwege und faire Arbeitsbedingungen. Außerdem bieten sie – ohne Aufpreis – cO²-neutralen Versand weltweit und verwenden ausschließlich recyceltes und wiederverwertbares Verpackungsmaterial (kein Plastik!). Den Paketen liegen obendrauf ein super praktischer und umweltfreundlicher Stoffbeutel bei. Für umme. Obendrauf spenden sie dann noch für jedes verkaufte Produkt 20 Cent an eine Umweltorganisation! Ist das genial oder ist das genial?!

DAS NONPLUSULTRA

Der Stoff jedes INASKA Bikinis besteht aus ECONYL® Garn, welches zu 100% aus recycelten alten Fischernetzen, Teppichresten und diversem Plastikmüll, welcher aus dem Meer gefischt wurde, hergestellt wird. Wie cool ist das denn bitte? Mir persönlich gibt das Sein am und im Meer sehr viel und ich bin eine totale Wassernixe. Im Ozean und unterwasser fühle ich mich frei und lebendig und tauche jedesmal ein in eine andere, spannende Welt. Deshalb bedeutet es mir viel, dass ich durch das Tragen eines upgecycelten Bikinis, für den schädlicher Müll aus dem Ozean entfernt wurde, der Umwelt etwas zurück geben kann! Gut für die Umwelt = gut für mich!

Mein Fazit:

Die schicken, funktionalen und umweltfreundlichen Multitalente von INASKA sind von meiner Packliste nicht mehr wegzudenken und haben voll und ganz mein Herz erobert!

#lieblingsstücke #rucksackheld #eierlegendewollmilchsauimbikini

 

Offenlegung: Meine beiden Bikinis wurden mir von INASKA überlassen. Meine Begeisterung für das Produkt und die Marke dahinter wäre allerdings nicht weniger groß, hätte ich den vollen Preis für die besten Sportbikinis bezahlt, die mir bisher zwischen die Finger gekommen sind! Denn meiner Meinung nach sollten noch mehr aktive Bikini-Mädels von diesen nachhaltigen, funktionalen und optisch ansprechenden Sportbikinis erfahren.

Jahresrückblick 2017 – Teil 3!

Jahresrückblick 2017 – Teil 3!

Nachdem wir die erste Jahreshälfte von Patagonien bis nach Kolumbien quer durch Südamerika reisten, verbringen wir die Sommermonate komplett in good old Germany. Also eigentlich nichts, worüber wir auf einem Reiseblog schreiben können. Wir tun es trotzdem – weil wir hier in unserer Plauderecke tun können, was wir wollen und weil es uns auch in Deutschland nicht langweilig geworden ist:

JULI

Während Biene im Juli voll in die Planung unserer Hochzeit einsteigt, genießt Uli es, mal wieder seine Arbeitshose anzuziehen und sich handwerklich betätigen zu können. An den Wochenenden verbringen wir soviel Zeit wie möglich mit unseren Freunden und Familien, die wir so lange nicht gesehen haben. So grillen wir u.A. in Seedorf, in Aichhalden und in Rottenburg am Neckar, trinken Kaffee im Kraichtal, essen Sushi in Düsseldorf und picknicken zu Ballett im Suttgarter Schlosspark. Eine Reihe festlicher Anlässe gibt es im Juli auch: wir feiern den 1. Geburtstag und die Taufe von Uli’s Nichte, die Hochzeit von Biene’s langjährigster Freundin und zum Monatsende wird Uli’s Abschied vom Junggesellendasein legendär gefeiert.

AUGUST

Der August steht dann auch ganz im Zeichen unserer eigenen nahenden Hochzeit. Mit 6 Wochen bis zu dieser geht es so langsam an die 1.001 kleinen Details… Zum Glück finden wir viel Inspiration und Anregungen für diese in der raffinierten Wedding Box.

Neben Biene’s tollem Junggesellinnenabschied steht im Zuge unserer Hochzeit im August noch ein Fest vorab an: unser Polterabend! Kurzerhand werden Hof und Garten von Uli’s Eltern von uns zur Festplatzanlage hergerichtet und wir feiern eine herrliche Gartenparty! Das Schönste daran ist, dass wir einen Abend lang so viele Menschen um uns haben, die uns alle einen Teil unseres Lebens begleitet haben und uns wichtig sind: so feiern neben Jahrgängern, Freunden aus Kinder- und Jugendtagen, Familie, Sportkameraden und Ex-Arbeitskolleginnen auch unsere auf der Kreuzfahrt nach Brasilien neu gewonnen Freunde Francisca & Joachim sowie Petra mit uns. Francisca & Joachim reisen sogar eigens für unseren Polterabend für eine Nacht aus Hamburg an! Der Wahnsinn! Wir freuen uns sehr, all unsere Gäste zu sehen und schaffen es trotzdem kaum, mit allen annähernd ausgiebig genug zu quatschen…was vielleicht auch daran liegt, dass wir einen guten Teil des Abends mit Besen und Schaufel bewaffnet Scherben zusammen kehren. Aber wenn’s Glück bringt…alles so, wie es sein muss!

SEPTEMBER

Jetzt rückt mit großen Schritten unsere Hochzeit näher…und wir sind ohne in Hektik zu verfallen ganz gut mit den finalen Vorbereitungen ausgefüllt. Davor kommen uns Biene’s Patenkinder noch für drei herrliche Tage besuchen und wir beide radeln einen Tag nach Stuttgart. Wir haben einfach keine Lust mehr auf die dauerverstopfte A8 und ein bisschen Bewegung tut schließlich immer gut.

Und dann ist sie da: unsere Hochzeit! Dieser eine, erwartungsvolle Tag, auf den wir monatelang hingefiebert und vorbereitet haben. Und unser Tag ist noch viel schöner, als wir uns das hätten ausmalen können. Über unsere Hochzeit haben wir ja bereits einen extra Artikel geschrieben. Wir möchten uns jetzt auch nicht wiederholen. Nur eins wollen wir an dieser Stelle nochmal los werden: mit all den genialen Überraschungen hätten wir nie gerechnet – sei es das plötzlich aus Akkordeon und Trompeten erklingende Ave Maria in der Hochzeitskirche, das Crépes-Mobil beim Sektempfang oder die kreativen Programmpunkte und so viel mehr: wir feierten unsere persönliche Traumhochzeit und hatten ein unvergessliches Wochenende! Dazu machten es unsere wundervollen Freunde, unsere kreativen Familien und unsere perfekten Trauzeugen! Danke! Ihr seid einfach die Besten!

Nach unserer Hochzeit nehmen wir uns 2 Tage Zeit für uns. Zeit, um die einmaligen Erlebnisse zu reflektieren und für immer im Gedächtnis zu speichern. Wir sind immer noch voller Glücksgefühle und die halten auch noch an, lange nachdem wir all die wundervollen Geschenke auspacken und die Karten lesen.

Wenige Tage später bekommen wir unerwarteten Besuch: der Argentinier Paco, bei und mit dessen Bruder Alejandro und seiner Familie wir eine Woche lang auf Feuerland leben durften, tourt mit einem Freund auf dem Motorrad durch Europa. Es versteht sich von selbst, dass wir die beiden zu uns einladen und einen Tag mit ihnen fahren. Wir zeigen ihnen die schönsten kurvigen Sträßchen durch den Schwarzwald – und natürlich die weltgrößte Kuckucksuhr!

Dann geht es in großen Schritten direkt weiter: es ist die Einschulung von Biene’s Patentochter. Zeitgleich findet in Enzberg das jährliche Faustballfest statt, bei dem Uli natürlich mit auf dem Platz steht. Und so langsam beginnen wir auch wieder mit Reisevorbereitungen. Nur noch 6 Wochen bis zu unseren Flitterwochen!

OKTOBER

Bevor wir allerdings am 22. Oktober nach Thailand aufbrechen, haben wir noch einiges vor: Zum Monatsanfang feiern wir Biene’s Geburtstag mit einem vergnüglichen Tag im Freizeitpark und einer coolen Überraschungsparty. Im Anschluss machen wir uns reise-fit: wir aktualisieren und stocken unsere Ausrüstung auf, machen die routinemäßigen medizinischen Check-ups, erneuern unsere Auslandskrankenversicherung und Biene frischt ihr fotografisches Wissen bei einem Fotokurs auf. Und dann ist die letzte Woche vor unserem Abflug auch schon da. Wieder einmal verabschieden wir uns von Familie und Freunden. Am 22. Oktober steigen wir – noch etwas angeschlagen von der spontanen Abschiedsparty nachts zuvor – freudestrahlend und in Erwartung der neuen Abenteuer, die vor uns liegen, in den Flieger. Dass wir in unseren Flitterwochen anstelle eines exklusiven Resort-Urlaubs backpackend Insel-Hopping in Thailand’s Süden gemacht haben, wisst ihr bereits, wenn ihr den Post über unsere Flitterwochen in Thailand gelesen habt.

NOVEMBER

Am 8. November sind unsere Flitterwochen zu Ende. Und unsere Flittermonate downunder starten. 😉
Australien empfängt uns im Landeanflug auf Perth mit einem glühend roten Sonnenaufgang! Was für eine Begrüßung. Es fühlt sich gut an, wieder Fuß auf den roten Kontinent zu setzen. Mit dem Flughafenbus kommen wir super einfach ins Stadtzentrum und von dort zu Fuß zu unserem für 2 Nächte gebuchten Hostel. Nach einem guten Kaffee und einer Dusche gehen wir los zu einer ersten Erkundungtour. Alles ist uns vertraut. Das typische australische Straßenbild, die schattenspendenden Überdachungen der Gehsteige und „Hotel“ heißende Pubs. Wir erkennen Gebäude und Parks wieder; wissen, in welchen Supermärkten wir frischen Saft und wo wir gutes Fleisch kaufen und dass wir unsere Trinkflaschen an Trinkbrunnen auffüllen können. Anders als bei unserer Ankunft in Darwin vor 2 Jahren trifft uns der gewaltige Preisunterschied zwischen Südostasien und Australien dieses Mal nicht so hart – aber wir verbringen dieses Mal davor ja auch nur 2 Wochen in Thailand und nicht 8 Monate in Südostasien. Auch sonst läuft alles wie am Schnürchen: Schon nach 2 Tagen ziehen wir in eine WG mit einer sympathischen Australierin. Da sind wir bereits stolze Autobesitzer! Wie schon vor 2 Jahren fällt unsere Wahl auf einen Mitsubishi Challenger – bei dem Modell kennt Uli sich jetzt schon bestens mit den mechanischen Feinheiten aus. Außer einer grundlegenden Tiefenreinigung braucht unser neues allradgetriebenes Fahrzeug auch nicht viel, um vom Vorstadt-Zweitwagen zum mobilen Heim umgerüstet zu werden. Zwischen Auto putzen und aufrüsten machen wir noch einen Tagesausflug nach Rottnest Island: hier leben Quokkas – die wohl putzigsten Tierchen ever!

Kaum sind die letzten Hundehaares des Vorbesitzers aus unserem Auto entfernt; die Innenausstattung wie Matratze, Küchenutensilien etc. gekauft; ein Regal eingebaut und die Scheiben abgedunkelt, geht die Fahrt auch direkt los: Innerhalb von nur 3 Tagen Jobsuche erhalten wir mehrere gut klingende Angebote und so besteht die größte Schwierigkeit diesmal für uns darin, uns für eines davon zu entscheiden. Und das fällt uns wahrlich nicht leicht! Nach viel Abwägen und Hin- und Her-Gerissenheit ist auch das geschafft. Gewonnen hat das australische Outback: eine große Rinderfarm im abgeschiedenen tropischen Norden Australien’s. In unseren Köpfen haben wir das Bild der letzten Farm, auf der wir arbeiteten. Nur etwa zwanzig Nummern größer: denn auf dieser Rinderfarm werden auf einer Fläche von 600.000 Hektar an die 20.000 Rinder gehalten. Das Farmgelände ist so riesig, dass es in 3 eigenständige Gehöfte unterteilt ist:

  • das Hauptgut, auf dessen 400.000 Hektar der Großteil der Rinder umher streifen,
  • das vom Haupthaus 3 Stunden Fahrt entfernte Gut in Strandnähe, auf dessen 200.000 Hektar Weideland hauptsächlich die jungen Rinder grasen – und wo wir eingesetzt werden sollen
  • die von dort nochmal 80 km weiter entfernte Außenstation mit Bewässerungsanlagen. Hier wächst auf 300 Hektar saftig grünes Gras. Ein starker Kontrast zum kargen Steppengras der übrigen Weiden. Auf den bewässerten Paddocks stehen die Rinder zur Endmast. Gleichzeitig wird von diesen Wiesen Heu gemacht, um es während Dürren den Herden der beiden anderen Anlagen zufüttern zu können.

Also machen wir uns auf den 2.000 km langen Weg dorthin. Leider zeigt sich nach unserer Ankunft aber ein etwas anderes Bild: Wallal Downs ist nicht wie die vorige Farm familien-geführt, sondern gehört einem Millionär aus der Stadt. Geleitet wird sie von einem General Manager. Die meisten Angestellten bleiben nicht viel länger als ein Jahr und irgendwie ist hier von den Verwaltern bis zum Gärtner keiner richtig heimisch. Und das spürt man. Hinzu kommt, dass die Arbeit für uns unzufrieden stellend ist: nachdem uns der General Manager so schnell wie möglich hier haben wollte, scheint der Gutsverwalter nun nicht so recht zu wissen, welche Arbeit er uns auftragen soll. So stehen wir in der ersten Woche viel rum oder machen zu Dritt Jobs, die eigentlich Ein-Mann-Aufgaben sind. Pferde gibt es auch keine. So hadern wir die ersten 10 Tage mit unserer Entscheidung, uns für dieses Angebot entschieden zu haben.

Zum Glück ist wenigstens der Eighty Miles Strand nur 2 km von unserem Cottage entfernt. Zwar können wir aufgrund der Krokodile und Haie hier nicht im Meer baden, aber um diese Jahreszeit kommen nachts bei Flut Meeresschildkröten zur Eiablage an Land. Mehrmals haben wir das Glück, den bis zu 150 kg schweren Tieren zusehen zu dürfen, wie sie sich mit Mühe den Strand hoch ziehen, mit vollem Körpereinsatz Nester graben, Eier legen, dann mit ihren Hinterflossen die Nester fast liebevoll mit Sand bedecken und solange Sand darauf schaufeln, bis das Nest nicht mehr zu erkennen und so bestmöglich vor natürlichen Feinden geschützt ist.

DEZEMBER

Anfang Dezember ergibt sich für uns zum Glück ein anderer Einsatzbereich auf der Farm: das Verwalterpaar der Bewässerungsanlagen fährt für 6 Wochen in Urlaub. Und wir sollen es vertreten! Abgesehen davon, dass das für Biene – anders als vor Arbeitsantritt vereinbart – auch Haushalts- und Küchenarbeit einschließt, bringt der Umzug hauptsächlich Positives für uns. Die ersten beiden Wochen ist das Verwalterpaar noch vor Ort und zeigt uns die täglichen Abläufe und alles Nötige. Ab Mitte des Monats sind dann nur noch wir beide und unser australischer Kollege Dan auf der Anlage. Jetzt können wir endlich arbeiten 🙂

Uli fährt größtenteils Traktor und mäht, schwadert oder häckselt Gras. Dazwischen verbringt er auch viel Zeit in der Werkstatt, um die recht alten Maschinen zu reparieren und instand zu halten. Biene ist währenddessen für das leibliche Wohl von uns Dreien verantwortlich. Das heißt hauptsächlich Brot backen, salzige Snacks und süße Naschereien für die Vesperpausen bereit halten, Mittagessen vorbereiten und Abendessen kochen. Das Fleisch stammt dabei von der Farm selbst. Für alle ungekühlt lagerbaren Lebensmittel gibt es einen begehbaren, randvoll gefüllten Vorratsraum. Frische Lebensmittel kommen nur alle 14 Tage per LKW aus dem 2.000 km entfernten Perth! So abgelegen ist die Farm. Da wir ja nur drei Personen sind (außer wenn gelegentlich Mechaniker für einige Tage auf der Anlage sind oder Dienstleister über Nacht bleiben), bleibt ihr neben der Arbeit im Haus noch genug Zeit, um ebenfalls alle paar Tage was auf dem Traktor oder mit dem Frontlader zu arbeiten. Nebenbei ist sie für die Baum- und Rasenpflege der noch ziemlich neuen (und kargen) Anlage verantwortlich. Und macht die Büroarbeit. Unser Kollege Dan kümmert sich hauptsächlich darum, dass die Rinder immer auf den richtigen Paddocks grasen, dass die Bewässerungsanlagen funktionieren und kommuniziert mit dem General Manager.

Die Arbeit macht uns hier einiges mehr Spaß als am Gutshof – wir wissen, was zu tun ist und können selbständig arbeiten. So geht der Arbeitstag, der für uns jeden Morgen um 6 Uhr beginnt und um 17 Uhr endet (bzw. für Biene um 19 Uhr, wenn das Abendessen auf dem Tisch steht) schneller vorbei. Und befriedigender als Beine-in-den-Bauch-stehen ist es allemal. Es ist gut, abends zu sehen, was wir tagsüber geschafft haben! Meist ist das eine ganze Menge.

Und dann steht plötzlich schon Weihnachten vor der Türe! Heilig Abend machen wir früher Feierabend und die Küche bleibt kalt. Zur Feier des Tages schenkt uns der Himmel einen glutroten Sonnenuntergang, den wir zusammen mit Dan bei einem Weihnachts-Picknick und eisgekühlten Drinks am Strand genießen. Die beiden Weihnachtsfeiertage haben wir frei. Wir beide fahren für eine Nacht ins 420 km entfernte Broome. Hier campen wir – in derselben Düne wie vor 2 Jahren – am goldgelben Cable Beach und genießen bei BBQ und mit den nackten Zehen im Sand tropische Weihnachten. Was das heißt? Das heißt, dass Uli die Nacht lang kaum ein Auge zu macht und am nächsten Morgen schweißgebadet ist – weil es hier um diese Jahreszeit – Regenzeit – auch nachts nicht unter 30 Grad abkühlt und unser Auto anders als unser Zimmer auf der Farm keine klimatisierten 24 Grad hat… Schön war es trotzdem!

Da die Regenzeit gleichzeitig auch die Hurrikan-Season ist, stehen direkt nach Weihnachten statt dem Tagesgeschäft ungeplant dringend andere Arbeiten an: der erste Hurrikan der Saison hat sich angekündigt. Jetzt muss schnellstens alles niet- und nagelfest gemacht werden. Uli und Dan sind 2 Tage lang mit Festzurren der Bewässerungsanlagen, Verschweißen von Seecontainern und Sichern von Maschinen beschäftigt. Im Endeffekt schwächt sich der Hurrikan dann kurz vor der Küste ab und bringt außer einem Nachmittag mit heftigem Wind nur gerade genug Regentropfen, um den roten Sand zu befeuchten. Aber das kann eben keiner vorher sagen.

An Silvester neigt sich das Jahr schließlich seinem Ende zu. Wir planen einen unspektakulären Jahresausklang: Zur Feier des Tages lädt uns Dan ins 40 km entfernte Roadhouse zum Abendessen ein. Im Anschluss wollen wir Zwei uns um 21 Uhr das riesige Feuerwerksfestival von Sydney im Fernsehen anschauen (die Ostküste ist der Westküste 3 Stunden voraus) und um Mitternacht vielleicht noch mit einem Glas Wein anstoßen. Daraus wird so aber nichts… Nach dem Essen im Roadhouse lädt uns der dortige Koch Rob zu sich auf die Veranda ein – und bei Musik, Tequila, vielen Geschichten aus aller Welt und aus allen Lebenslagen, Bier und viel Gelächter amüsieren wir Vier uns so sehr, dass wir glatt Mitternacht verpassen und bis in die frühen Morgenstunden hinein quatschend unter’m Sternenhimmel sitzen!

Und so findet dieses Jahr seinen überaus gebührenden Abschluss!

2017 war für uns rundherum ein grandioses, sehr ereignisreiches und glückliches Jahr. Es hielt so viele einmalige Momente und Erlebnisse für uns bereit! Für 2018 wünschen wir uns daher ganz bescheiden nur ein: dass es nicht weniger gut wird als das Jahr zuvor 😉

Jahresrückblick 2017 – Teil 2

Jahresrückblick 2017 – Teil 2

Nachdem wir Euch im 1. Teil unseres Jahresrückblickes 2017 berichtet haben, was wir von Januar-März erlebt haben, geht es hier nun weiter mit dem 2. Quartal 2017. Diese Monate halten einige der Highlights unseres Südamerika-Trips für uns bereit:

APRIL

Die erste Hälfte dieses Monats steht voll und ganz im Zeichen des Wanderns. Unsere erste Wanderung absolvieren wir im Colca Canyon: Dieser Canyon ist mit einer Tiefe von 3.269 Metern der zweittiefste Canyon der Welt. Noch tiefer ist nicht etwa der Grand Canyon (der ist lediglich 1.800 Meter tief) , sondern nur der nahe Cotahuasi Canyon. Einen Tag lang steigen wir in den Canyon ab, den zweiten Tag laufen wir am Boden der Schlucht entlang und dann geht es am 3. Tag wieder hinauf. Die Höhenunterschiede machen sich beim Wandern nicht nur in knacksenden Knien und in Oberschenkeln so weich wie Wackelpudding bemerkbar, sondern auch an den Temperaturen: Verfluchen wir am frühen Morgen vor unserem Start auf 3.287 Metern noch die kalte Dusche im Hostel, ist es am selben Abend an unserem Etappenziel – die 2.100 Meter tiefer liegenden Oase Sangalle – soviel wärmer, dass wir zu gerne in den von Palmen gesäumten Swimming Pool springen. Genauso gerne lassen wir uns am nächsten Tag in die heißen Quellen neben dem Fluss am Boden der Schlucht gleiten, um unsere von Muskelkater steifen Muskeln zu entspannen, bevor es sm dritten Tage wieder 1.400 Meter hinauf geht.

Die dreitägige Wanderung dient uns auch zur Akklimatisierung an die Höhenluft: nach einem kurzen Abstecher in Peru’s „weißer Perle“, wie die Stadt Arequipa auch genannt wird, verbringen wir einige Tagen in der wunderschönen und kulturell spannenden Altstadt von Cusco.

Von dort brechen wir auf zur längsten Mehrtageswanderung unseres Südamerika Trips.

Hier deren Rahmenbedingungen:

  • 9 Wandertage,
  • 3.810 Meter Höhenunterschied
  • 120 Kilometern Länge,
  • Überquerung von 2 Bergpässen über 4.000 Meter,
  • höchster Punkt auf 4.670 Metern,
  • Start in Cachora, Endziel Aguas Calientes (Machu Picchu Pueblo),
  • Wetter und Temperatur je nach variierender Höhenlage von tropisch schwül über mäßig angenehm bis kalt und regnerisch,
  • unterwegs kaum bis keine touristische Infrastruktur.

Warum wir diesen Weg zu Machu Picchu wählen? Zum einen, weil wir die erst in den 1970ern ausgegrabene Inkastadt Choquequirao besuchen wollen. Dorthin gibt es keine geteerten Straßen, keine Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und keine Taxis. Choquequirao liegt extrem abgelegen auf einer steilen Bergkuppe. Tatsächlich sind die Ruinen von Choquequirao noch so unerschlossen, dass nur ein mehrtägiger Fußmarsch auf schmalen Muli-Bergpfaden einen dorthin bringt (noch! Glaubt man den lokalen Gerüchten, soll Choquequirao zur „Schwester von Machu Picchu“ ausgebaut werden). Zum anderen wollen wir uns Machu Picchu verdienen. Wir wollen keinen Tagesausflug dorthin unternehmen und in wenigen Stunden durch die Ruinen hetzen, nur um sagen zu können, dass wir auch dort waren. Die Inkas hatten einen ausgeprägten Sinn für die Ästhetik der Landschaft in ihrer Architektur und all ihre Stätten liegen an atemberaubend schönen Flecken. Und die wollen wir ausgiebig bewundern. Also gehen wir zu Fuß. Es wird die anstrengendste Wanderung unseres Trips!

Den ersten Tag wandern wir 6 Stunden bergab, am zweiten geht es ausschließlich bergauf. An beiden Tagen zusammen machen wir aufaddiert mehr als 3.000 Höhenmeter. Am 3. Tag unserer Wanderung erreichen wir Choquequirao! Wir haben die Ruinen ganz für uns und dürfen sogar mitten auf den Terrassen unser Zelt aufschlagen. Wir erkunden die Überreste der historischen Bauten, Mauern und Terrassen und sind beeindruckt, mit welcher Raffinesse und wieviel Wissen die Inkas diese Stätte im 15. Jahrhundert geschaffen haben.

Weiter führt uns ein steiler Bergpfad vorbei an Minenschächten, in denen noch von Hand Gold geschürft und auf Eseln abtransportiert wird. Inzwischen sind wir in jede Himmelsrichtung mindestens 2 Tage Fußmarsch von der nächsten Straße entfernt. Die folgenden Tage sind ein stetes Auf und Ab. Der höchste Pass mit 4.670 Metern Höhe verlangt uns alle Kraft ab. In dieser Höhe ist die Luft ziemlich dünn. Mit jedem Atemzug versuchen wir so viel Sauerstoff wie möglich in unsere Lungen zu pumpen. Wie in Zeitlupe setzen wir einen Fuß vor den anderen. Alle paar Meter müssen wir anhalten, nach Luft schnappen. Schon ein Schluck aus der Wasserflasche bringt uns aus der Puste. Aber wir schaffen es! Gemeinsam erreichen wir die Passhöhe. Wir sind tierisch stolz auf uns: Darauf, dass uns unsere Beine hier hoch getragen haben. Und wir aus eigener Kraft soweit oben stehen. Diese Wanderung von Choquequirao nach Machu Picchu ist jede Anstrengung wert und lohnt sich auf jedem Meter. Eine Tagesetappe später müssen wir unsere Wanderung 2 Tage vor Aguas Calientes allerdings abbrechen. Ein Steinschlag hat die Hängebrücke über einen reißenden Fluss und eine tiefe Schlucht beschädigt und das Gebiet ist abgesperrt. Also nehmen wir einen Umweg über  Hidroelectrica. Von hier nach Aguas Calientes muss jeder laufen. Oder die 18 USD teure Zugfahrt nach Aguas Calientes bezahlen. Wir laufen natürlich und schaffen die 10 km lange Strecke entlang der Bahngleise in 3 Stunden. Endspurt!

Dann sind wir da: am Michu Picchu. Oder besser in Aguas Calientes, dem Ausgangsort am Fuße des Berges. Ein Dorf, das ausschließlich für und wegen der Scharen an Touristen gebaut wurde, die jeden Tag hierher strömen. Souvenirshops reihen sich an Massagesalons und Boutiquen mit Alpaka-Pullovern, dazwischen finden sich Restaurants jeder Landesküche und Preisklasse. Marktschreier versuchen mit Happy Hour Angeboten und Gratis Drinks die vorbei gehenden Touristen in ihre Restaurants zu lotsen. Nach Peru’s ursprünglichem Bergland finden wir hier den krassen Gegensatz zu den einfachen Bauernhäusern aus Lehm mit Meerschweinchen im Wohnraum. Wir sind im ersten Moment von dem Trubel etwas überfordert. Aber Aguas Calientes hat auch sein Gutes: Nach 8 Tagen auf Wanderung mit einfacher Campingküche haben wir einen Bärenhunger. Also gehen wir erstmal Pizza essen. Dann essen wir peruanisch. Und einen Burger. Zum Nachtisch gönnen wir uns noch Eis. Alles an einem Abend! Ganz entgegen unserer sonstigen Gewohnheit greifen wir in Aguas Calientes auf das (Über-)Angebot internationaler Speisen zurück. Authentisch peruanisch ist – zumindest auf der Touri-Meile – hier eh nichts. Und die schiere Anzahl an Restaurants drückt zur Nebensaison mächtig die Preise. Meist bekommen wir zum Essen einen Pisco Sour (DER peruanische Nationalcocktail) gratis dazu.

Machu Picchu selbst sehen wir am nächsten Tag leider zuerst nur verschwommen: die Wolken hängen so tief, dass ein Großteil der Stätte darin verschwindet. Es regnet außerdem so stark, dass wir bereits nach dem zweistündigen Aufstieg trotz Regenkleidung bis auf die Unterwäsche durchnässt sind. Wir harren selbstverständlich dennoch aus. Die Hoffnung auf eine sich lichtende Wolkendecke nicht aufgebend, klettern wir in 1,5 Stunden auf den höchsten Berg des Areals, Machu Picchu Mountain. Von hier aus lässt sich ganz Machu Picchu überblicken. Eigentlich. Wir sehen nur grau. Die Enttäuschung ist riesengroß. …Hier oben stehen, auf diese mysteriöse Stadt zu blicken, die den Wissenschaftlern bis heute Rätsel aufgibt und von der niemand mit Sicherheit weiß, warum sie erbaut, wozu sie genutzt und weshalb sie verlassen wurde – wie lange haben wir davon geträumt. Machu Picchu war ein Inbegriff Südamerika’s für uns. Aber so ist das eben auf Reisen: Immer Glück haben geht nicht. Und die tief hängenden Wolken verleihen dem Ruinen eine fast schon mystische, geheimnisvolle Atmosphäre. Rechtzeitig mit unserer Ankunft am Sonnentor reißt die Wolkendecke dann doch noch etwas auf uns wir erblicken Machu Picchu in seiner ganzen beeindruckenden Pracht.

Mehr Glück mit dem Wetter haben wir einige Tage später. Von Cusco aus machen wir uns auf zu den Cerros Colorados – die bunten Berge. Nach einem anstrengenden Aufstieg auf 5.200 Meter (nebenbei unser persönlich erlaufener Höhenrekord!) blicken wir tatsächlich auf regenbogenfarbene Berge! Unglaublich, was unsere Natur für Schätze bereit hält. Es ist Ostersamstag und statt bunten Ostereier bestaunen wir bunte Berge… Ein guter Deal, wie wir finden. Erst auf unserem Abstieg beginnt es zu schneien.

Ostersonntag und – montag verbringen wir im Bus. In einer 24-Stunden-Hardcore Busfahrt geht es für uns über Lima direkt weiter nach Guayaquil in Ecuador. Zwar hätten wir sehr gerne noch mehr Zeit in Peru verbracht, müssen das aber auf ein anderes Mal verschieben. Zum Einen stehen große Teile des Landes derzeit unter Wasser, zum anderen wartet auf uns bereits das nächste Highlight: am 21. April 2017 fliegen wir für 2 Wochen auf die Galapagos Inseln!

Durch ihre abgelegene Lage 3.000 km vor der ecuadorianischen Küste im Pazifischen Ozean konnte sich Flora & Fauna auf den Galapagos Inseln über Jahrmillionen Jahre hinweg ohne jeglichen Einfluss des Menschen und (anderer) Naturkatastrophen entwickeln. Entstanden ist ein Mikrokosmos, in dem ansonsten ausgestorbene Urtiere und -pflanzen bis heute überlebt haben. Die Galapagos Inseln haben einst Charles Darwin zu seiner damals revolutionären Evolutionstheorie inspiriert. Mit das Tollste: durch das Fehlen natürlicher Feinde haben die Tiere des Archipels keinerlei Scheu vor den Menschen.

Unsere Zeit dort ist schwer mit Worten zu beschreiben, ohne dabei mit Phrasen wie unglaublich, einzigartig, einmalig und Highlight nur so um uns zu werfen. Dadurch mag es abgedroschen klingen – ist es aber Null. Für uns geht mit unserer Reise auf die Galapagos Inseln ein Traum in Erfüllung! Wir erleben zwei unglaubliche Wochen mit einmaligen Erlebnissen, die wir im wahrsten Sinne an keinem anderen Ort dieses Planeten hätten machen können! Und das ist doch wirklich ganz schön WOW!

Das Tollste für uns sind die vielen einzigartigen Tierbegegnungen: Wir schnorcheln mit Seehunden, Adlerrochen und Meeresschildkröten; spüren ganz allein 150 Jahre alte Riesenschildkröten im Wald auf; tauchen mit Hammerhaien; rangeln uns mit Seehunden um die besten Plätze am Strand und auf der Parkbank; schwimmen über schlafende Haie hinweg; sonnen uns neben pechschwarzen Iguanas; sehen unser erstes Seepferdchen, kayaken zwischen Pinguinen und Robben hindurch; beobachten aus nächster Nähe  Pelikane und Kormorane bei der Jagd, Finken beim Kaktus picken und Flamingos beim fischen; sehen neben unseren Booten Mantarochen Salti schlagen und Fische fliegen; dürfen Riesenschildkröten so nahe kommen, dass wir sie atmen hören können und sind Zuschauer beim Balztanz von Blaufußtölpeln. Und das alles in freier Wildbahn!

Zwischendurch klettern wir durch Jahrtausende alte Lavatunnel, sonnen uns an schneeweissen Stränden, planschen in Felsspalten im Süßwasser, suchen Schatten unter Kakteen die doppelt so groß sind wie wir und spazieren entlang pechschwarzer und goldgelber Strände! Wahnsinn! …und in Wirklichkeit noch viel beeindruckender, als wir das hier zusammen gefasst wiedergeben können!

MAI
Im Mai passiert so viel, dass wir jetzt im Rückblick kaum glauben können, wo wir in einem Monat überall waren:
Anfang des Monats neigt sich unsere Zeit auf den Galapagos Inseln ihrem Ende zu. Unsere letzten 4 Tage verbringen wir auf der Insel San Christobal. Diese ist in jeder Hinsicht der krönende Abschluss: Es hat deutlich weniger Tourismus als auf Santa Cruz – wodurch es hier deutlich entspannter zu geht. Die Insel lässt sich aufgrund ihrer geringeren Göße auch besser auf eigene Faust erkunden als die Insel Isabella und die Tierwelt ist noch vielfältiger und artenreicher als auf den anderen beiden Inseln. Wir liegen mit Seehunden zusammen am Strand und spielen im Wasser mit ihnen Stöckchen holen, erleben eine prachtvolle Unterwasserwelt und trinken nicht zuletzt Cocktails mit unseren neuseeländischen Freunden Helena & Alan, die wir auf unserer Tour durch den Salar de Uyuni kennen gelernt haben und hier wieder sehen.

Kurze Bemerkung am Rande: Nicht alles auf den Galapagos Inseln ist paradiesisch. Ausflüge und Transport sind überteuert, die Siedlungen auf den Inseln sind weder nachhaltig noch besonders umweltfreundlich und unserer Meinung nach wird bei weitem nicht genug – und mit den Nationalparkeintrittsgeldern nicht das richtige – zum Schutz dieses weltweit einzigartigen Naturraumes getan! Aber das ändert nichts daran, dass die Tierwelt auf den Galapagos Inseln die Beeindruckendste ist, die wir auf unserer gesamten Reise um die Welt bisher gesehen haben!

Zurück auf dem Festland erkunden wir Ecuador’s Hauptstadt Quito. Diese wurde dank ihrer kolonialen Altstadt mit barocken Prachtbauten, unzähligen Kirchen und gleich mehreren Kathedralen als erste Stadt überhaupt 1978 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Nur 20 km weiter nördlich machen wir mit einem einzigen Schritt über eine in gelber Farbe auf den Boden gepinselte Linie einen großen symbolischen Sprung: wir überqueren den Äquator! Damit sind wir zurück in der nördlichen Hemisphäre! Ein Zeichen dafür, dass unsere Südamerika-Reise langsam aber sicher ihrem Ende zu geht…

Bevor es aber soweit ist, bereisen wir noch ein letztes Land auf dem südamerikanischen Kontinent: über den Landweg geht es weiter nach Kolumbien. Das Lieblingsland vieler Südamerika-Reisender. Da bei uns die Uhr bis zum Abflug tickt, können wir das Land nicht so ausgiebig bereisen, wie wir das gerne möchten. Aber ein bisschen spickeln wollen wir trotzdem. Und die Kolumbianer bleiben uns in bester Erinnerung: sehr gesellig, offen und stolz auf ihr sich wandelndes Land.

Unsere erste Destination in Kolumbien ist eine sehr aromatische: wir verbringen einige Tage in Kolumbien’s Zona de Cafétera – Kolumbien’s Kaffee-Anbaugebiet. Kolumbien ist weltweit größter Erzeuger von Arabica-Bohnen und drittgrößter Kaffee-Exporteur der Welt. Die hier im Hochland angebauten Arabica Bohnen zählen zu den edelsten Bohnen für Spitzenkaffee. Wir testen selbstverständlich so viele Tassen wie möglich und tatsächlich: alle sehr lecker! Neben Kaffee trinken gehen wir auch spazieren. Und zwar im Parque Natural Valle de Cocora: hier erwarten uns die höchsten Palmen der Welt! Und das gleich im doppelten Sinne: mit einer Höhe von 60 bis 70 Metern sind die hier wachsenden Wachspalmen nicht nur das zweithöchste Gewächs der Erde. Durch ihren Standort in den Anden auf einer einer Höhe zwischen 1800 und 3000 Metern wachsen sie noch dazu weit höher als jede andere Palmenart.

Mit unserer Weiterreise nach Cartagena verabschieden wir uns von den Anden und fliegen geradewegs in die Karibik. Hier runden farbenfrohe Häuserfassaden, Straßenkünstler, kleine Straßenstände, hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen, die auch nachts nicht unter 30 Grad fallen zusammen mit Tropendschungel, Hängematten und Palmen unser Bild von einem äußerst vielseitigen Südamerika ab.

Noch 4 Monaten vorher fegte uns der eiskalte patagonische Wind unerbittlich um die Ohren! In einem halben Jahr haben wir alle Klimazonen unserer Erde durchquert; haben Vulkane, Gletscher, Regenwald, Lagunen und Wüsten bewundert und jeden Tag über die Wunder unserer Erde gestaunt! Südamerika hat uns vom Hocker gerissen! Uns mit seiner fantastischen Natur, seinen großartigen Menschen und seiner Vielfältigkeit überrascht. Uns schon auch mal heraus gefordert. Immer wieder mussten wir unsere Komfortzone verlassen – sei es, um bei 5 Grad schon wieder im Zelt zu übernachten, zur Dusche in den eiskalten Fluss zu springen oder um auf Spanisch Gespräche über den 2. Weltkrieg zu führen. Oder um überhaupt Spanisch zu sprechen. Aber jedes einzelne Mal hat es sich gelohnt! Dadurch wurde unsere Reise durch Südamerika zu einem unvergesslichen Trip! Der nun viel zu schnell und wirklich vorbei ist…

Denn der nächste Kontrast lässt nicht lange auf sich warten: Als Transithub zwischen Europa und Amerika fliegen wir für 2 Tage nach Miami. Hier herrscht ein anderer Ton als im entspannten Südamerika, alles geht streng geordnet zu und auf den breiten Straßen glänzen große Autos deutscher Marken. Und auf einmal sprechen wieder (fast) alle Englisch – wir ertappen uns einige Male dabei, wie wir sagen, wenn wir Yes meinen.

Dadurch haben wir schon die Gelegenheit, uns langsam umzugewöhnen, bevor wir ins Vaterland der englischen Sprache weiter fliegen: Great Britain is calling!
Hier verbringen wir 2 Tage bei und mit Francis – mit ihm reisten wir ganz zu Beginn unserer Weltreise 1 Woche lang durch die Mongolei . Dabei lud Francis uns ein, auf dem Rückweg unserer Weltreise bei ihm vorbei zu kommen – weder er noch wir hätten damals gedacht, dass wir uns erst 3 Jahre später wiedersehen würden….
In seinem Heimatdorf in England’s Norden erwartet uns britisches Landleben wie aus dem Rosamunde Pilcher Film: die Backsteinhäuser des kleinen Dorfes sind eingebettet in saftig grüne Wiesen und Hügel. Samstags trifft sich die Dorfgemeinschaft erst zum Cricket und abends wird im einzigen Pub des Ortes hitzig über Politik diskutiert. Francis selbst wohnt in einem herrlich unrestaurierten alten Gutshof aus dem 19. Jahrhundert, in dem die einzigen Wärmequellen der Kaminofen und viele Tassen Schwarztee mit Milch sind.

Noch britischer ist nur unsere nächste Destination: London! Vier Tage lang erkunden wir das Herzstück Großbritannien’s. Dabei lassen wir keinen Punkt des typisches Touri-Programmes aus: wir besichtigen die Kronjuwelen im Tower of England, stehen bei der Wachablösung am Buckingham Palast in der ersten Reihe, hören den Glockenschlag des Big Bens, suchen am Bahnhof Kings Cross das Gleis 9 3/4, sitzen andächtig in der Westminster Abby und in der St. John’s Kathedrale, spazieren durch den Hyde Park, entlang der Themse und über die Tower Bridge, schlendern über diverse wundervolle Märkte und durch Notting Hill, suchen uns den urigsten Pub für die Übertragung eines Rugbyspiels bei Fish & Chips und einem Pint aus, essen Indisches Curry, fahren mit einem roten Doppeldecker durch die Einbahnstraßen der Metropole und mit der Tube durch deren Untergrund. Zur Abwechslung sind wir einfach mal Zwei unter Tausenden Touristen und genießen es! Vor allem fällt uns auf, wie grün und sauber London ist. Und wie humorvoll die Briten sind. Nur einen Besuch bei Madame Tussaud heben wir uns für den nächsten Besuch auf – damit wir einen Grund haben, nochmal nach London zu reisen.

Unsere letzte Nacht auf britischem Boden verbringen wir – wieder ganz die sparsamen Backpacker – am Flughafen, bevor uns zu guter Letzt früh am nächsten Morgen ein kurzer Flug über den Kanal zurück auf deutschen Boden bringt. Wir sind wieder hier! Daheim! In Memmingen nehmen uns Biene’s Eltern in Empfang. Herzliche „Willkommen Zuhause“-Grillparties, eine wilde Geburtstagsparty und ein cooler Junggesellinnenabschied runden diesen ereignisreichen Maienmonat gebührend ab.

JUNI
Für uns geht es direkt weiter: In Berlin findet das Internationale Deutsche Turnfest statt! Eine Woche verbringen wir mit Uli’s Faustballmannschaft und 100.00 anderen Mitgliedern internationaler Sportvereine in der deutschen Hauptstadt. Tagsüber wird beim Faustball, Yoga, Joggen, Tanzen und diversen anderen Sportangeboten gesportelt und nachts findet in den Schulunterkünften der gesellige Teil statt. Dabei geht es immer sehr lustig zu und an dem ein oder anderen Abend werden auf den Turnfesten schonmal legendäre Erinnerungen geschrieben… So wie an dem einen Abend auf dem Landesturnfest in Heidelberg im Jahr 2006: da lernten wir beide uns nämlich überhaupt erst kennen

Das Schönste am diesjährigen Turnfest ist für uns, dass es – wie schon nach unserer Rückkehr nach 2,5 Jahren Reise ein Jahr zuvor – mit unseren Freunden immer noch so ist, als wären wir nie weg gewesen!

…und damit geht die erste Jahreshälfte 2017 in die 2. über…

Unter der Lupe: Unser Jahr 2017 – Teil 1!

Unter der Lupe: Unser Jahr 2017 – Teil 1!

Die Zeit zwischen den Jahren ist ein entspannter Zwischenraum: Alles, was man im aktuellen Jahr tun oder erleben wollte ist geschehen – und wenn nicht, passiert es wohl nicht mehr vor dem nächsten Jahr. Wäre man auf einer Flugreise, wären die Tage zwischen den Jahren der Transit: Man ist aufgebrochen und nicht mehr da, wo man los ging – aber man ist auch noch nicht da angekommen, wo man hin will. Man ist irgendwo dazwischen. Zwischen dem was war und dem, was kommen wird. Total im Hier und Jetzt. Eine ideale Gelegenheit, Rückschau auf das vergangene Jahr zu halten und Revue passieren zu lassen, was die letzten 365 Tage so geschehen ist. Genau das haben wir gemacht. Weil im Jahr 2017 viel bei uns passiert ist. Und weil vieles davon es bisher noch nicht auf unseren Blog geschafft hat!

Manches davon wisst ihr vielleicht schon von facebook, Instagram oder aus unseren persönlichen Erzählungen, anderes wahrscheinlich noch nicht. Deshalb, Vorhang auf für unser Jahr 2017:

DEZEMBER 2016

Gefühlt fängt das Jahr 2017 für uns bereits einen Monat früher an. Am 1. Dezember 2016 brechen wir auf die 2. Etappe unserer Weltreise auf. Es geht nach Südamerika. Das Kreuzfahrtschiff Costa Fascinosa bringt uns in 3 Wochen von Savona in Italien nach Santos in Brasilien. Dazwischen liegen Stopps in Barcelona, Santa Cruz de Tenerife, Casablanca in Marokko und die ersten spannenden Landgänge in den brasilianischen Städten Recife, Maceió, Salvador de Bahia, Buzios und natürlich als persönliches Highlight in Rio de Janeiro. Dank unserem Polyglott Reiseführer sind wir nach den 7 Seetagen auf der Reise über den Atlantik über jedes der brasilianischen Ziele gut informiert. Auch das Schiff selbst hat einiges zu bieten und so wird bereits unsere Anreise nach Südamerika zur Reise an sich. Wenn wir auch ganz anders reisen, als das sonst unsere Art ist. Wir sehen es mit der Kreuzfahrt so: wir nehmen von der Fahrt mit, was uns gefällt (und wenn wir mal ehrlich sind – wer lässt sich nicht gerne mit 5-Gänge-Abendessen, Sauna mit Meerblick und Open-Air Whirlpools verwöhnen?) und sagen uns bei dem Rest, dass es für uns eine Überfahrt ist.

Da wir die wenigen milden Sommermonate in Patagonien abpassen wollen, wollen wir so schnell wie möglich in den Süden weiter reisen. Aufgrund dessen legen wir nach Sao Paulo nur noch einen Stopp in Brasilien ein: die Wasserfälle von Iguazu. Hier erleben wir gleich das erste Highlight unserer Südamerika-Reise!

Die mächtigen Wasserfälle liegen im Dreiländereck Brasilien-Argentinien-Paraguay und fungieren als natürliche Grenzlinie zwischen Brasilien und Argentinien. Obwohl sie weit weniger bekannt sind, sind die Wasserfälle von Iguazu größer als die Niagarafälle und sind als größter Wasserfall der Welt anerkannt! Auf einer Breite von ganzen 2,7 km fallen an 275 Fällen insgesamt durchschnittlich 7000 m3 Wasser pro Sekunde hinab. Was das heißt, dürfen wir mit eigenen Augen bestaunen: tosende Wassermassen stürzen unaufhörlich brausend in die Tiefe. Weisse Gischt durchnässt unsere Kleidung innerhalb von Sekunden. Der Anblick der mit sprudelndem Wasser gefüllten und von diesem in Jahrtausenden von Jahren gegrabenen Schluchten ist schwer beeindruckend! Hier zu stehen rückt mal wieder die Größe des Menschen im Vergleich zur Natur ins rechte Verhältnis: Winzig kommen wir uns vor! Zum baden lädt es hier eher nicht ein – auch schon nicht, bevor wir ein Krokodil im Fluss entdecken. Wir verbringen je einen Tag auf der brasilianischen und auf der argentinischen Seite der Wasserfälle und finden beide auf ihre Art beeindruckend. Auch das nahe gelegene Vogel-Refugium besuchen wir. Hier lernen wir neue exotische Spezies kennen und sehen andere wieder, die wir bereits aus Zentralamerika kennen. Es ist herrlich, wieder in den artenreichen Tropen Amerika’s zu sein!

In Puerto Iguazu starten wir nicht nur unseren eigentlichen Trip durch Südamerika, sondern auch ein neues Abenteuer: wir wollen zunächst ausschließlich per Anhalter fahren und sehen, wie weit wir so kommen. In den ersten 3 Tagen schaffen wir 2.000 Kilometer. Wir machen mit dieser Fortbewegungsart direkt zu Beginn nicht nur Strecke, sondern auch Freunde. Weihnachten wollen wir eigentlich ausfallen lassen – dank unserem neuen Freund Louis, mit dem wir anfänglich nur einige Stunden mitfahren wollen, kommen wir am 2. Weihnachtsfeiertag aber doch in den Genuss eines (eigens für uns organisierten) original argentischen Asado. Bei dem argentinischen Nationalessen werden auf einem überdimensionalen Grill verschiedenste Schnitte Rindfleisch und Würste zubereitet.

Den Jahreswechsel 2016/2017 erleben wir in Puerto Madryn, an der rauen Ostküste Argentiniens. In dem kleinen Städtchen sind wir tags zuvor nach 2 Tagen Fahrt durch La Pampa (die ihrem Namen alle Ehre macht: 2.000 km gähnende Steppe) mit einem LKW angekommen. Mit unserer Ankunft in Puerto Madryn haben wir Patagonien erreicht. Das erste Sehnsuchtsziel unserer Südamerika-Etappe. Unser erster Eindruck Patagonien’s: wenig bewachsene, von unaufhörlichem Wind gepeitschte raue Steppe mit weiten, spärlich bewachsenen und noch spärlicher besiedelten Ebenen. Dieser Eindruck sollte sich die nächsten 3.000 km in den Süden noch verfestigen. Erwähnten wir den starken Wind?

Puerto Madryn haben wir uns bewusst als erste Destination in Patagonien ausgesucht. Denn hier bietet sich uns eine fantastische Möglichkeit: Schnorcheln mit wilden Seehunden! Mit dem Boot von Lobo Larsen fahren wir frühmorgens zu einer Seehundkolonie und springen 100 Meter vor dieser ins Wasser. Seehunde sind allgemein sehr neugierige und verspielte Tiere und vor allem die Jungtiere sind so zutraulich, dass es nur wenige Minuten dauert, bis wir von halbwüchsigen Seehunden geradezu umringt sind. Sie stupsen uns an, knabbern spielerisch an unseren Flossen und fordern uns zum Spielen auf. Übermütig schlagen sie neben uns Salti im Wasser und auch die bedeutend größeren männlichen Tiere gesellen sich nach einiger Zeit zu uns. Was für ein Erlebnis!

Silvester verbringen wir in internationaler Runde auf dem Campingplatz am Rande des Ortes. Wie es sich für Argentinien gehört starten wir mit einem „Asado“ und Rotwein ins neue Jahr. Prost, 2017 – Jetzt geht es erst richtig los!

JANUAR

An Neujahr verlassen wir Puerto Madryn wieder. Weiter ins Neuland. Unser nächstes Highlight ist der Besuch einer Pinguin-Kolonie, in der sich zu dieser Jahreszeit Hunderttausende Magellan-Pinguine mausern und ihre Jungen aufziehen. Dazwischen liegen windige Nächte im Zelt irgendwo im Nirgendwo und eine Premiere als Anhalter: eine Mitfahrt im Ambulanzwagen.

Weitere windige Nächte und viele Stunden Fahrt in und mit den verschiedensten Fahrern später bekommen wir langsam ein Gefühl für die schiere Weite Patagoniens. Auf der legendären Ruta 40 erreichen wir El Chalten und erhaschen einen ersten Blick auf die majestätische Anden. Wir schnüren unsere Wanderschuhe und trekken zu den erhabenen Gipfeln des Cerro Torre und des Fitzroy, zu türkis farbenen Gletscherlagunen, Gletscherzungen und zu stillen Bergseen. Inzwischen sind wir durch das einmonatige ständige Tragen unserer Rucksäcke sehr fit und trotz Gepäck flotter unterwegs als die meisten Tageswanderer. Auf den Wanderungen um El Chalten und allen weiteren Wanderungen in Patagonien ist uns unser Rother Wanderführer ein zuverlässiger Ratgeber und Begleiter, den wir allen empfehlen, die Teile dieser Region zu Fuß erkunden möchten! El Chalten erinnert uns sehr an die Skiorte Österreichs und wird uns als eines der gemütlichsten Dörfer mit einigen der schönsten Wanderungen Patagonien’s in Erinnerung bleiben.

Sehr eindrucksvoll bleibt uns auch der Gletscher Perito Moreno eine Tagesreise weiter südlich in Erinnerung. Von diesem können wir uns trotz Eiseskälte mehrere Stunden lang nicht losreißen – gehört er doch zu den wenigen Gletschern weltweit, die noch wachsen. Hier sehen wir also zum allerersten Mal einen Gletscher kalben. Immer wieder lösen sich mehrere Meter hohe Eisberge von der Gletscherfront und fallen mit donnerndem Getöse vor unseren Augen in den Gletschersee, wo der Aufprall mehrere Meter hohe Wellen verursacht.

Mitte Januar wechseln wir über die Grenze ins chilenische Patagonien. Im meistbesuchten Nationalpark Patagonien’s, dem Nationalpark Torres del Peine, wandern wir eine Woche lang auf dem „W-“ und dem „O“-Track zu und um die ikonischen Torres. Von hier bleiben uns nicht nur die weiten Felder voll Gänseblümchen, der massive Grey Gletscher, atemberaubende Landschaftsblicke, die grasenden Guanakos oder die namensgebenden Torres del Peine in Erinnerung – sondern auch und vor allem unsere Begegnung mit Joana und ihrer Familie. Was wie eine der unzähligen netten Fahrten per Anhalter kurz hinter der abgelegenen chilenischen Grenze Cerro Castillo beginnt, wird zu etwas Besonderem, als uns Joana 45 Minuten, nachdem sie uns abgesetzt hat, wieder aufsammelt und zu sich nach Hause einlädt – weil es ihr keine Ruhe lässt, dass wir bei starkem Wind und von Pumas umgeben mitten in der Pampa unser Zelt aufschlagen wollen. Wir verbringen mehrere Tage bei und mit ihr, ihrem Mann Juan und ihren beiden Töchtern auf der Estancía und lernen, dass in Patagonien die chilenische Gastfreundschaft der argentinischen in nichts nach steht.

FEBRUAR

Zum Monatsanfang erreichen wir das Ende der Welt. Genauer gesagt, die südlichste Landmasse jenseits der Antarktis. Hierhin bringt uns eine sehr spontane Fährfahrt mit dem wöchentlichen Versorgungsschiff (das eigentlich Monate im Voraus ausgebucht ist). Entlang enger Fjorde und mehrerer Hängegletscher erreichen wir nach 3 Tagen Fahrt durch das unwirtliche Fjordland den Beagle Kanal. Hier fuhr einst schon Charles Darwin entlang. Im gleißend roten Sonnenuntergang kommen wir an diesem Abend von Delfinen begleitet an unserem nächsten Sehnsuchtsziel an: Vor uns liegt Feuerland!

Hier auf der chilenischen Isla Navarino liegt Puerto Williams, der südlichste Ort der Welt. Denn auch wenn die Argentinier das bessere Marketing betreiben und ihre Stadt Ushuaia auf der gegenüberliegenden Seite des Beagle Kanal vielen als südlichste Stadt der Welt bekannt sein dürfte, liegt das chilenische Dorf Puerto Williams mit seinen 2.000 Einwohnern noch ein paar Breitengrade südlicher. Wir scheinen wirklich am Ende der Welt angekommen zu sein. An einem sehr gemütlichen und urigen Ende. Die Uhren ticken in Puerto Williams merklich langsamer – und auch hier erwartet uns große Gastfreundschaft. Noch bei Sonnenschein machen wir uns auf den fünftägigen Circuito Dientes de Navarino, die südlichste – mehr oder weniger markierte – Mehrtageswanderung Südamerika’s. Das Wetter verschlechtert sich allerdings so sehr, dass wir an einem extrem langen Tag drei Tagesetappen hinter uns bringen, um nicht noch 2 weitere Nächte nass und im Schneematsch zelten zu müssen.

Nach einer Woche auf der Isla Navarino nimmt uns ein Segelschiff mit auf die andere Seite des Beagle Kanals. Hier auf der argentinischen Seite Feuerlands ist bedeutend mehr los als im kleinen Stützpunktort Puerto Williams – starten doch in Ushuaia die Kreuzfahrtschiffe in die Antarktis. Diesen schauen wir dieses Mal allerdings nur sehnsüchtig hinterher, denn selbst die günstigsten Last-Minute-Deals liegen preislich bei 5.000 € pro Person aufwärts. Naja, wir müssen uns ja auch noch Reiseträume für später aufheben… 😉

Nach einigen ebenso windigen wie traumhaften Tageswanderungen in der Gegend rund um Ushuaia sind es wieder einmal Menschen, die uns länger als geplant an einem Ort bleiben lassen. Ganze 6 Tage verbringen wir bei der Familie von Silvina & Alejandro, die uns 6 Wochen zuvor und gute 1.000 km weiter nördlich mitten in der Pampa ein Stück mitnahmen und uns einluden, sie besuchen zu kommen wenn wir in Rio Grande sind. Das machen wir natürlich gerne! So schlafen wir nach 2 Monaten im Zelt das erste Mal wieder in einem Bett und in (beheizten!) geschlossenen 4 Wänden.

Das letzte Highlight Feuerland’s finden wir in dessen sehr dünn besiedelten chilenischen Westen. Hier ist Gaucho-Country und außer vielen Schafen, die dem Wind trotzen, gibt es hier eigentlich nicht viel zu sehen. Außer, ja außer in einer Bucht ganz im Südwesten, wo sich erst vor wenigen Jahren eine Kolonie Königspinguine angesiedelt hat. Die einzige Königspinguinkolonie außerhalb der Subantarktis! Aus einiger Entfernung beobachten wir still und leise die majestätischen Meeresvögel dabei, wie sie miteinander schnattern und ihre Jungen vor der Kälte unter den Bauch der Eltern schlüpfen.
Und mit den tierischen Begegnungen ist es an diesem Tag noch nicht vorbei: auf der Fährüberfahrt zurück auf’s Festland begleitet uns ein Schwarm schwarz-weisser Commerson-Delfine. Die Exemplare dieser Delfin-Art sind ebenso schön wie selten und leider vom Aussterben bedroht.

Zurück auf dem Festland reisen wir weiter per Anhalter zurück nach Argentinien. Zwar wollen wir von nun an auf der chilenischen Seite Patagonien’s gen Norden reisen, allerdings ist der Süden Chile’s hier dichtes Fjordland und so unwirtlich und dünn besiedelt, dass es in diesem Teil des Landes keine Straßen gibt. Daher lassen wir uns mitnehmen zurück nach El Chalten und zum nahen Lago del Desierto. Von dort führt eine dreitägige Wanderung über einen Andenpass und über die Grenze nach Chile. Wir brauchen 4 Tage, da die letzte Tagesetappe über einen großen Gletschersee nur per Boot zurück gelegt werden kann und der Schiffsverkehr aufgrund von Sturm stillgelegt ist. Dafür kommen wir einen Tag später dann ganz unverhofft – und gratis – zu einer exklusiven Bootsfahrt zum nur per Schiff erreichbaren Gletscher Ventisauero O‘ Higgins. Scotch on the (glacier-) rocks inklusive! Wie es dazu kommt, ist eine eigene Geschichte…

Auf chilenischer Seite erreichen wir mit dem Dorf Villa O’Higgins das südliche Ende der Carretera Austral. Die knapp 1.350 km lange, über weite Teile geschotterte Ruta 7 zu trampen scheint auch bei jedem anderen Backpacker auf dessen Südamerika-Bucketlist zu stehen. So stehen wir hier oft in vierter oder fünfter Reihe am Straßenrand und sehen an manchen Tagen mehr Tramperkollegen als Autos. Wir kommen dennoch ganz gut voran und lassen uns 10 Tage Zeit für die Straße. Entlang des Weges gibt es neben sich von Fjordland zu Regenwald verändernder Natur viel zu entdecken: so zum Beispiel das urige Dörfchen Caleta Tortel, dessen Holzhäuser allesamt auf Stelzen in den Fjord gebaut sind. Oder die Marmorhöhlen bei Puerto Río Tranquilo. Auch einige Gletscher, Vulkane, Regenwald und tolle Naturschutzgebiete gäbe es im nördlicheren Abschnitt zu erkunden – leider haben wir aber großes Pech mit dem Wetter und geraten in anhaltende Regenfälle. Diese sind so stark, dass wir uns nach mehreren Tagen Dauerregen – und durchnässten Nächten im Zelt – nicht nur das erste Pensionszimmer seit 2 Monaten buchen, sondern auch eine Nacht in einer Turnhalle schlafen. Diese wurde in einem Ort aufgrund mehrerer weggerissener Brücken und unpassierbaren Straßen als Notunterkunft für gestrandete Reisende eigerichtet. Ein gutes hat auch das: wir können von hier an auch eine Mitfahrt per Anhalter im Feuerwehrfahrzeug verzeichnen.

Anstatt der typischen Backpacker-Route zu folgen und am Ende der Carretera Austral von Puerto Montt aus weiter auf die Insel Chiloé zu reisen, verlassen wir die Carretera Austral auf gleicher Höhe in Cochamó. Von hier führt eine mehrtägige Wanderung durch das Valle Cochamó mit seinem atemberaubenden Granitgebirge über die Grenze nach Argentinien. Von den Granitfelsen sehen wir leider keinen einzigen Steinbrocken, da das Wetter trotz anders lautender Vorhersage immer noch nicht viel besser ist und wir die ersten 2 der 4 Tage bis La Junta hauptsächlich im Regen laufen. Dafür ist die Ankunft auf der argentinischen Seite des Paso El León umso schöner. In dem abgelegenen Bergtal gibt es weder Autos noch andere motorisierte Fahrzeuge und so tragen viele Pferde zum idyllischen Eindruck des Tales bei.

Über El Bolson und Bariloche reisen wir auf der Ruta de los 7 Lagos weiter durch das Seenland Patagonien’s, das aufgrund der sehr ähnlichen Landschaft auch die „argentinische Schweiz“ genannt wird. Gerade rechtzeitig zum jährlichen Weinfestival Vendimia kommen wir dank und mit unserem neuen Freund Toni in Argentinien’s Wein-Hauptstadt Mendoza an. Damit verlassen wir Patagonien nach zweieinhalb sehr windigen, aber auch sehr eindrucksvollen Monaten mit unzähligen Erinnerungen an atemberaubende Landschaften und herzensgute Menschen. Am südlichen Zipfel Südamerika’s haben wir nicht nur ungezähmte und wilde Natur kennen gelernt, sondern auch neue Freunde gefunden. Mit einigen Flaschen guten Malbec im Rucksack queren wir zum Monatsende ein weiteres Mal über die Anden nach Chile. Das 7. Mal in 6 Wochen! Auf dieser Höhe sind die Anden am höchsten und neben der Puente de las Incas sehen wir auf dem Weg über die Gebirgskette neben wahnsinnig schönen Bergpanoramen auch den schneebedeckten Aconcagua – den mit 6.962 Metern höchsten Berg Südamerika’s.

MÄRZ

Gleich zum Monatsanfang machen wir richtig Strecke: in nur 3 Tagen fahren wir im LKW 2.500 km in den hohen Norden von Chile. Unser Ziel ist San Pedro de Atacama, eine kleine Oase in der gleichnamigen Atacama-Wüste. Die Atacama-Wüste ist die trockenste Wüste der Welt. Neben surreal geformten Tälern aus Salzkristallen, ariden Hochebenen, riesigen Sanddünen und indigenen Oasen lockt auch mit der weltweit klarste und lichtverschmutzungsfreiste Nachthimmel Touristen und Wissenschaftler aus alles Welt in diese ansonsten menschenleere Gegend. Leider ist Vollmond, als wir da sind. Unglaublich viele Sterne, die gesamte Milchstraße und selbst die Ringe des Saturn sehen wir trotzdem. Und natürlich bei Tageslicht die beeindruckende Landschaft der Atacama.

Die Nächte in San Pedro de Atacama sollten unsere letzten Zeltnächte für diesen Monat sein – den Rest verbringen wir zwischen 3.000-4.500 Metern Höhe und da wird es auch im Sommer doch sehr frisch nachts. Denn obwohl es in San Pedro de Atacama ein riesiges Angebot an Aktivitäten gibt und man locker eine ganze Woche in – und vor allem um – dem hippen Ort verweilen kann, zieht es uns weiter nach Bolivien. Kurz hinter der bolivianischen Grenze liegt der Salar de Uyuni – der größte ausgetrocknete Salzsee der Erde! Und ein weiterer unserer Sehnsuchtsorte! Hierher unternehmen wir die erste gebuchte Gruppentour auf unserem Südamerika-Trip. Die Hochebenen der Anden sind so abgelegen, dass wir per Anhalter wohl nicht – oder zumindest nicht zeitnah – durch das Grenzgebiet reisen könnten. Unser Timing könnte besser nicht sein: wir sind zum Ende der Regenzeit hier und durch das niedrig stehende Wasser und das Fehlen jeglicher landschaftlicher Erhebungen im Salar de Uyuni ergeben sich perfekte Spiegelungen auf der endlos flachen Ebene. Gekrönt mit einer Übernachtung in einem komplett aus Salz erbauten Hotel ist die Fahrt durch den Salar de Uyuni ein ganz besonderes Erlebnis.

Den restlichen Monat verbringen wir mit der Erkundung Boliviens. Hier erwartet uns nach den kulturell und wertesystematisch teils sehr europäisch und US-amerikanisch geprägten Ländern Chile und Argentinien eine ganz neue Facette Südamerika’s: Mit dem Grenzübertritt nach Bolivien tauchen wir in eine andere Welt ein, in der die Schere zwischen arm und reich, Tradition und Moderne sowie zwischen Stadt und Land unverkennbar weit auseinander klafft. Auch die Menschen sind anders: viele sprechen Quechua als Muttersprache -manche sogar nur gebrochen spanisch -, ihre Gesichtszüge sind anders, ihre Hautfarbe dunkler. Die Bolivianer sind distanzierter als ihre südlichen Nachbarn. Mit ein Grund, warum wir Mitte März beschließen, unser Tramping-Abenteuer an dieser Stelle zu beenden und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Bis hierhin sind wir ganze 12.000 km durch Südamerika per Anhalter gefahren! 12.000 Kilometer! Wir hätten zuvor selbst nicht erwartet, dass wir so weit kommen und wir dabei so tolle Begegnungen haben würden! Und ganz ehrlich: Wir haben nicht eine einzige mulmige Minute! Stattdessen haben wir von den unzähligen Fahrten mit den verschiedensten Fahrern sehr viel mitnehmen können, was uns sonst verborgen geblieben wäre: an Wissen über Land und Menschen, an persönlichen Geschichten und an Erfahrungen. Von jeder Fahrt bleibt etwas bei uns zurück und jede ist nun auch ein Teil unserer Reise und unseres Lebens.

Wir fahren also mal wieder Bus! Zuerst in die bolivianische Hauptstadt Sucre, wo uns doch noch die Höhenkrankheit erwischt und wir einige Tage schachmatt sind. Weiter in die Millionenmetropole La Paz, wo wir Biene’s Cousine treffen, die hier ein freiwilliges soziales Jahr beim Projekt Arco Iris absolviert. In La Paz treffen wir auch Biene’s Großcousins Mario & Matthias an, die ebenfalls gerade um die Welt reisen. Und so veranstalten wir mitten in Bolivien ein Verwandtschaftstreffen.

Von La Paz aus geht es zur Abwechslung ein Stück mit dem Fahrrad weiter. Ein aufregendes Stück, denn wir fahren den Camino de la Muerte hinab. Los geht es auf dem La Cumbre Pass auf 4.670 Metern und ihr Ende findet unsere Downhill Fahrt im nur 1.200 Meter tief gelegenen Coroico. Auf der 80 km langen, rasanten Radtour durchqueren wir in wenigen Stunden fast alle Klimazonen Südamerika’s! Die geschotterte Piste ist dabei nicht viel breiter als eine Fahrbahn und an vielen Stellen zeugen tiefer Morast, Matsch und Felsbrocken von vergangenen Erdrutschen und Steinschlägen. Neben dem sich in unzähligen Serpentinen hinab windenden Weg geht es mehrere Hundert Meter tiefe Berghänge hinunter. Bis vor wenigen Jahren war die Yungas-Straße eine Hauptverkehrsstraße mit sehr hohem Verkehrsaufkommen und schwere LKWs schoben sich – ohne Leitplanken – auf dem schmalen Weg aneinander vorbei. Deshalb gilt auf der Yungas-Straße bis heute – anders als im Rest des Landes – Linksverkehr, damit die Fahrer bei Ausweichmanövern den Abstand zum Fahrbahnrand besser einschätzen können. Eine Analyse der Interamerikanischen Entwicklungsbank in den 90ern ergab, dass die Yungas-Straße die höchste jährliche Absturzrate an Fahrzeugen weltweit zu verzeichnen hatte (Durchschnittlich starben jedes Jahr 200-300 Reisende auf der Strecke). Dies brachte der Straße den zweifelhaften Titel als „gefährlichste Straße der Welt„. Aber auch die bolivianische Regierung hat dadurch die Tatdringlichkeit erkannt und so gibt es seit knapp 10 Jahren eine Neubaustrecke – seither ist die Straße des Todes nur noch für lokalen Kraftverkehr geöffnet und hauptsächlich eine Attraktion für Nervenkitzel suchende Reisende wie uns. Hier mit dem Mountainbike hinunter zu sausen beschert Nervenkitzel pur! Allerdings können wir auf dem Mountainbike jederzeit selbst unser Gefährt lenken – das würden wir uns auch auf mancher Busfahrt wünschen…

Unsere letzte Station in Bolivien ist der Titicacasee. Ebenfalls ein Sehnsuchtsort! Hier verbringen wir tolle Tage auf der Isla del Sol und in Copacabana am Seeufer, bevor wir über die Grenze wandern und den Monat auf der peruanischen Seite des Sees ausklingen lassen…

So – das war bis hierhin unser erstes Quartal des Jahres 2017! Wow! Wir finden es selbst total verrückt wenn wir uns an all das erinnern und dann daran denken, dass wir die ganzen Erlebnisse in gerade einmal 3 Monaten – okay, in 4 Monaten, wenn wir den Dezember mitzählen – erlebt haben! Findet ihr nicht auch?

Und weil die darauf folgenden Monate nicht weniger ereignisreich werden, folgen diese im nächsten Teil unseres Jahresrückblickes 2017!

Ein neuer Abschnitt unserer (Lebens-)Reise!

Ein neuer Abschnitt unserer (Lebens-)Reise!

Wir haben ein neues Kapitel aufgeschlagen. Auf unserer Reise. In unserem Leben.

Diesen Sommer haben wir geheiratet. Von nun an treten wir unsere Reisen und die durch unser Leben als Ehepaar an. Ab jetzt brauchen wir nicht mehr korrigierend eingreifen, wenn in asiatischen Ländern, in denen die Menschen oft bereits mit Anfang Zwanzig verheiratet sind, andere unsere jeweilig bessere Hälfte als „your wife“ oder „your husband“ betiteln und ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass wir denselben Nachnamen tragen. Denn von nun an sind wir genau das: Ehemann und Ehefrau.
Noch klingt es ungewohnt, uns gegenseitig so vorzustellen. Aber es geht schon gut über die Lippen.

Der 9. September 2017 war ein wunderschöner Tag. Dass das Wetter nicht so mitgespielt hat wie erhofft, spielte dabei gar keine Rolle. Es war dennoch einer der emotionalsten, intensivsten und besondersten Tage unserer bisherigen Beziehung. Und einer der Schönsten. Es war unsere perfekte Hochzeit, genau so und noch viel schöner, wie wir sie uns vorgestellt hatten. Dass wir diesen Tag mit unseren Familien und vielen unserer liebsten Freunde teilen konnten, hat ihn noch wunderbarer gemacht.

Fast ein dreiviertel Jahr lang haben wir den Tag erwartet, herbei gesehnt und vorbereitet. Zwischendurch auch mal gedacht, dass wir froh sind, wenn er denn dann vorbei ist. Nicht, dass wir wirklich so viel Stress mit der Planung hatten. Andere planen ihre Hochzeit erfolgreich neben einem Vollzeitjob, dessen sind wir uns voll und ganz bewusst. Aber dennoch steckt bei der Vorbereitung einer Hochzeit eben viel Herzblut drin und manches Mal mussten wir – oder besser die Braut 😉 – einfach mal tief durchatmen und überlegen, ob die eigenen Ansprüche nicht viel mehr aufgebauschte Erwartungen seitens der Hochzeitsindustrie sind und ob wir das, was in Hochzeitsmagazinen, auf Messen oder ähnlichem als notwendig präsentiert wird, wirklich persönlich wollen. Zum Glück kam dann zuverlässig der Bräutigam und hat die Braut ganz cool wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Also haben wir neu überlegt, geplant, Ideen gehabt, wieder verworfen und neue Pläne aufgestellt. Und alles konnten wir auch gar nicht planen. Wie auch auf unserer Reise mussten wir bei manchen Dingen darauf vertrauen, dass sich Dinge fügen. Und das taten sie. Besser, als es jede Planung hätte ermöglichen können. Und da wir die meiste Zeit auf einem anderen Kontinent unterwegs waren, haben wir auch oft machen lassen. Dann übernahmen unsere fantastische persönliche Hochzeitsplanerin / unsere Trauzeugen. Danke!

Auch an unserem großen Tag selbst und das ganze Hochzeitswochenende über durften wir uns darauf verlassen, dass um alles gesorgt wurde und wir uns um nichts kümmern mussten. Wir durften einfach nur genießen – uns als Brautpaar, unseren Tag und viele fantastische Überraschungen. Auch dafür sind wir sehr dankbar!

Den neuen Lebensabschnitt leiten wir passenderweise mit einer Reise ein. Am 22. Oktober 2017 ging es los: 2 Wochen Flitterwochen in Thailand. Spontan gebucht, weil der Flug von Singapur aus unausschlagbar günstig war und Thailand für uns immer geht. Außerdem lag es quasi auf dem Weg. Denn genau genommen waren diese herrlichen 2 Wochen süßen Insel-Nichtstuns nur der Auftakt zu unserer eigentlichen Reise. Nach Australien.

Downunder verbringen wir sozusagen „Flittermonate“. Solange, bis wir Mitte nächsten Jahres zu unserer nächsten Destination aufbrechen. Die ganz ungewohnt sogar bereits fest steht. Unsere Lebensreise geht weiter. Um den Globus. Spannend und wie bisher weitgehend ungeplant. Eines ist sicher: langweilig wird es nicht werden. Und es wird auch weiterhin jede Menge zu erzählen geben.

Das Ende: ungewiss.

Aufbruch 2.0 – Südamerika, wir kommen!

Aufbruch 2.0 – Südamerika, wir kommen!

Es geht weiter! Morgen geht es tatsächlich los! Nach langem Recherchieren, ob es nun zuerst nach Afrika oder Südamerika gehen soll, haben wir unsere Weiterreise vor einigen Wochen fix gemacht! Damit hatten wir plötzlich ein Datum für das Ende unseres Heimaturlaubes und ein neues Ziel: Südamerika!

Endlich! Wir genießen die Zeit zuhause mit unseren Lieben zwar sehr, gleichzeitig kribbeln aber unsere Füße schon eine ganze Weile wieder vor Fernweh und wir wollen neue Abenteuer erleben. Schließlich sind wir nun auch schon 4 Monate wieder in Deutschland. Eigentlich wollten wir ja schon wieder weg sein, bevor es Winter wird. Das hat nicht ganz geklappt – dafür konnten wir sogar den ersten Schnee des Jahres mit erleben. Langweilig wurde es uns hier trotzdem nicht. Du fragst Dich, was wir überhaupt die ganze Zeit so treiben, seit wir Anfang August von Madrid zurück nach Deutschland trampten??

Wir zählen mal ein paar Dinge auf:

Wir…

  • verbrachten mit Freunden einen Wanderurlaub am Bannwaldsee;
  • statteten Schloss Neuschwanstein einen Kurzbesuch ab;
  • waren zu Gast auf einer wunderschönen Hochzeit;
  • wir brachten alle medizinischen Routine-Untersuchungen auf den aktuellen Stand;
  • lagen durch Erkältungen und Infekte öfter flach als auf unserer gesamten zweieinhalbjährigen Reise;
  • unternahmen eine 260 km lange Radtour, die uns in 3 Tagen von Enzberg über Waldmössingen bis an den Bodensee brachte;
  • schwärmten unzählige Stunden von unseren Erlebnissen und der Welt – und haben immer noch längst nicht alles erzählt;
  • Uli restaurierte zeitaufwändig einen Oldtimer-Traktor, spielte Faustball auf einem mehrtägigen Turnier in der Schweiz und für seinen Heimatverein,
  • Biene machte mit der Familie ihrer Schwester Urlaub in Frankreich und ein Mädelswochenende in Graz;
  • durften tolle Parties feiern;
  • verbrachten viel Zeit mit Familie & Freunden, dem Hüten von Nichten und Neffen und dem Helfen auf diversen Baustellen;
  • mussten von einem uns sehr wichtigen und nahe stehenden Menschen Abschied nehmen;
  • pendelten viel zwischen unserer beider Heimatorte;
  • machten idyllischen Winter-Kurzurlaub im Schwarzwald;
  • zeigten einer Freundin, die wir auf unserer Reise in Bangkok kennen lernten, den Schwarzwald;
  • unternahmen Tagesausflüge in die Umgebung;
  • richteten uns unsere Ausrüstung zusammen, die im Vergleich zu der bei unserem Aufbruch vor 2,5 Jahren doch etwas anders ist;
  • werkelten an unserem Blog (…wenn wir auch lange nicht so weit sind mit den Berichten gekommen sind, wie wir das eigentlich vorhatten *hüstel*);
  • gaben ein Interview für die Zeitung;
  • und und und…

Ach ja, nebenbei planen wir unsere Hochzeit (Genau, wir haben uns auf unserer Reise verlobt – wo, das bleibt allerdings unser Blog-Geheimnis)!

Ihr sehr also, nix mit faulem Herumliegen in der Hängematte – wir waren quasi im Heimat-Aktiv-Urlaub. Genau so, wie wir das auch vorhatten für unseren Zwischenstopp in Deutschland. Aktiv wird es auch in Südamerika weiter gehen: Wir planen zunächst, von Brasilien aus über Land ins südliche Argentinien zu reisen und die faszinierende Landschaft Patagoniens zu erwandern! Aber zuvor machen wir jetzt noch einmal Urlaub. Was, schon wieder? Ja! Wir haben da nämlich etwas gefunden, bei dem wir einfach nicht widerstehen konnten…

Eine Kreuzfahrt! Wir1

Eine Kreuzfahrt! Wir!

Wir fliegen nicht etwa einfach in wenigen Stunden von Deutschland nach Südamerika, sondern legen die Strecke über den Atlantik auf dem Seeweg zurück. Dafür lassen wir uns 20 Tage Zeit. Soweit passt das ja auch viel besser zu uns und unserer Reise als der nahe liegende Weg des Fluges. Unterwegs können wir so u.A. sogar noch einen Stopp in Marokko und mehrere spannende Städte in Brasilien mitnehmen. Auch, dass wir dadurch im Vergleich zu einem Flug einige Hundert Euro sparen, passt gut zu unserer Maxime, das Maximale aus unserem Reisebudget herauszuholen. Wie gut es allerdings zu uns passt, dass das Schiff nicht etwa ein Frachtschiff ist, sondern wir 2 von mehreren Tausend Passagieren auf einem internationalen Kreuzfahrtschiff sein werden, wird sich im Laufe der kommenden 3 Wochen heraus stellen. Wir sind gespannt – und werden Euch natürlich hinterher berichten.

Für jetzt freuen wir uns jedenfalls sehr darauf, morgen in Italien an Bord des Schiffes zu gehen, uns dreimal täglich in diversen Restaurants mit Reiseproviant einzudecken und ganz allmählich in Südamerika anzukommen!

Hasta luego, amigos!

Zu Besuch in der Heimat – Kurzurlaub im Schwarzwald!

Zu Besuch in der Heimat – Kurzurlaub im Schwarzwald!

Die Besitzer haben es uns einfach gemacht und alles Wichtige für unsere Ankunft vorab per Email genau beschrieben. Ohne Schwierigkeiten finden wir das Haus am Hang. Wir nehmen den Schlüssel aus dem gesicherten Schlüsselkästchen und schließen die Haustür zu dem schicken Haus auf, dass wir für die nächsten 2 Tage unser Eigen nennen dürfen.

Auf dem langen Esstisch erwartet uns schon ein kleines Geschenk: ein großes Glas Heidelbeermarmelade. Lecker! Für ihre wilden Heidelbeeren ist die Region um das Dorf Enzklösterle bekannt, auch Uli’s Eltern sammeln hier jedes Jahr die feinschmeckenden Beeren. Jetzt im November ist es zum Beeren sammeln natürlich schon zu spät, umso mehr freuen wir uns über den süßen Willkommensgruß. Wir stellen unsere Reisetaschen ab, holen eine Kiste bereits gehacktes Feuerholz aus der Garage hoch und bringen erst einmal den Kaminofen in Gang, der in einer Ecke des kombinierten Wohn- und Esszimmers steht. Schon kurz darauf wird es wohlig warm in der ganzen Etage. Während das Kaminfeuer behaglich vor sich hin knistert, genießen wir einen ersten Kaffee mit Blick über den Schwarzwald und schauen uns im Haus um. Eigentlich ist es mit seinen über 3 Stockwerke verteilten 6 Schlafzimmern und den 3 Bädern ja viel zu groß für uns beide allein – dennoch kommen wir uns aufgrund der gelungenen Aufteilung des Ferienhauses auch zu zweit nicht verloren vor. Ganz im Gegenteil – die aus geschmackvollen antiken und neuen Möbeln kombinierte Einrichtung ist so gemütlich, dass wir uns vom ersten Augenblick an wie zuhause fühlen.

Man spürt die Liebe zum Detail, mit der das Haus eingerichtet wurde. Kein Wunder – Familie Roth, der das Haus gehört und die noch weitere Traumferienhäuser im ganzen Schwarzwald vermietet, sucht die Inneneinrichtung für all ihre Häuser persönlich aus. Das ist ihnen wichtig, erzählen uns Sandra & Heiko, als wir sie auf einen Kaffee in Alpirsbach – also ganz in der Nähe von Biene’s Heimatort Waldmössingen – besuchen. Zur Ferienhausvermietung kamen sie eher zufällig. Beruflich zog die Familie zeitweise ins Ausland und vermietete ihr eigenes Haus für diese Dauer. Nach ihrer Rückkehr richteten sie schrittweise weitere Häuser zeitaufwändig her und bauten sich sukzessive eine Lebensgrundlage damit auf. Ein echtes schwäbisches Self-Made-Familienunternehmen also.

Ausblick nach WestenWir lassen uns einen weiteren Kaffee aus der Maschine in Enzklösterle. Die sympathische Hausverwalterin kommt zur persönlichen Begrüßung vorbei und zeigt uns alles im Haus. Anschließend machen wir es uns auf der Couch gemütlich und schauen zu, wie vor den großen Fenstern leise der erste Schnee des Jahres zur Erde fällt.  Am nächsten Tag haben wir viel vor. Beim Stöbern im kostenlosen eBook mit Ausflugsideen und persönlichen Geheimtipps der Familie Roth haben wir einige kürzere Wanderungen entdeckt, die wir laufen wollen. Aber draußen ist es grau und regnerisch. Und hier drinnen doch so gemütlich…!

…also frühstücken wir erst einmal gemütlich…spielen Brettspiele…Hach, was gibt es Schöneres an einem kalten Novembertag?Uli zaubert uns in der voll ausgestatteten Küche leckere Lasagne…wir legen Holz im Ofen nach…mummeln uns auf der Couch ein…schauen zu, wie dicke Wolken langsam das Tal verhüllen…trinken Kaffee…

…und so gehen wir doch tatsächlich den ganzen Tag nicht vor die Tür – außer, um neues Feuerholz für den Kaminofen zu holen. Es ist einfach zu gemütlich! Als es draußen langsam dämmert, heizen wir die hauseigene Sauna im Untergeschoss an. Ganz für uns gönnen wir uns den Luxus eines entspannten Wellnessabends, bevor wir den Tag bei einem guten Glas Rotwein vor dem Kamin ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen heißt es schon Abreisen. Da wir nur zu zweit sind, sind wir ohne Eile zur Abreisezeit um 10 Uhr fertig. Obwohl wir nur 2 Nächte hier waren, fühlen wir uns wie nach einem Urlaub, als wir die Türe hinter uns zu ziehen. Schön ist, dass wir trotzdem nur 45 Minuten Fahrzeit haben, bis wir wieder zuhause sind. Dieser Kurzurlaub im Schwarzwald hat uns wieder mal gezeigt, wie schön auch unsere Heimat ist!

Und so gehen wir im Anschluss frisch erholt an die Planung für die nächste Etappe unserer großen Reise – denn die wird etwas länger und führt uns auch wieder aus dem Schwarzwald hinaus! 🙂

…was bei der Planung heraus kam, verraten wir Euch sobald es losgeht im nächsten Bericht!

Vielen Dank an Traum-Ferienhäuser Schwarzwald für die Einladung nach Enzklösterle.

Von Reisemüdigkeit und Urlaubsfreuden

Von Reisemüdigkeit und Urlaubsfreuden

Mit vielen befreundeten Reisenden haben wir uns über sie unterhalten. Manche belächeln sie, einige überwinden sie nach kurzer Zeit wieder und andere haben wegen ihr sogar ihre Reise verkürzt oder abgebrochen. Egal in welcher Form – der Großteil aller Langzeitreisenden hat eigene Erfahrungen mit ihr gemacht: der Reisemüdigkeit. Auch wir werden immer wieder gefragt, ob wir sie nicht längst haben. Reisemüdigkeit – was ist das überhaupt?

REISEMÜDIGKEIT

Manche „erwischt“ es schon nach wenigen Wochen, andere nach mehreren Monaten oder einem Jahr – und einige wenige nie. Man kann sich das vorstellen wie eine Grippe: anfangs zeigen sich leichte Symptome – was bei einer Erkältung die laufende Nase ist, ist bei Reisemüdigkeit z. B. eine leichte Unlust, sich schon wieder auf die Suche nach dem nächsten Imbiss/Supermarkt/Hostel zu begeben. Mit zunehmendem „Krankheitsverlauf“ nehmen die Symptome zu: man ist leichter genervt, wenn mal etwas nicht funktioniert, eine Destination nicht die gehegten Erwartungen erfüllt, das Bett mal wieder bei jedem Umdrehen quietscht oder in der Dusche trotz ausdrücklicher Nachfrage eben doch nur kaltes Wasser kommt. In schwereren Fällen fragt man sich, warum sich all den Stress eigentlich antut. Ob all die schönen Orte, die man sieht und die Erfahrungen die man sammelt, tatsächlich die Strapazen aufwiegen. Man liegt bildlich gesprochen flach. Der Geist braucht Ruhe. Aber wie bei einer Grippe erholt man sich mit etwas Ausruhen auch wieder.

Ob wir reisemüde sind?

Vielleicht…in letzter Zeit haben wir uns häufiger dabei ertappt, Erlebnisse und Orte zu vergleichen. Zu werten. Manchmal denken wir auch, dass sich vieles wiederholt. Zu einem Wasserfall sind wir schon lange nicht mehr gewandert. Wozu auch? Wir haben doch schon so viele gesehen. Und obwohl unser Abenteuer mit dem Moped unvergesslich ist und wir in den 3 Monaten zahlreiche tolle Momente erlebten, hat uns Zentralamerika nicht komplett vom Hocker gerissen.

Und ja…wir sind ein bisschen müde. Müde von den täglichen kleinen Herausforderungen und Unsicherheiten, dem Organisieren, dem Planen. Trotzdem fühlt sich unsere Reise noch nicht zu Ende an. Schließlich haben wir noch lange nicht die ganze Welt gesehen. Und das gehört sich doch für eine ordentliche Weltreise, nicht wahr?

Gleichzeitig…vermissen wir Freunde, Familie und das, was für uns Zuhause bedeutet. Wir sind nun seit zweieinhalb Jahren unterwegs. Eine lange Zeit. Die Zeit bleibt ja auch zuhause nicht stehen. Wir haben Nichten und Neffen, die wir noch nicht kennen. Wir haben Geburtstage, Hochzeiten, Beerdigungen, Famileinfeiern, Feste und andere uns wichtige Ereignisse verpasst.

Insgesamt…würden wir aber nicht sagen, dass wir reisemüde sind.

Vielleicht eher…urlaubsreif!

Und deshalb werden wir jetzt Urlaub machen. In Deutschland. Wir wollen alle, die wir gerne haben, mal wieder sehen und Zeit mit ihnen verbringen.

Wiedersehensfreude

URLAUBSFREUDEN

Außerdem freuen wir uns auf:

…die Überraschung unserer Familien und Freunde, wenn wir so plötzlich auf der Matte stehen.

…darauf, irgendwo eine Base zu haben. Ein kleines Reich für uns.

…den Austausch von Geschichten mit neuen und alten Freunden.

…morgens schon zu wissen, wo wir abends schlafen werden….und das Wissen, dass das Bett bequem ist und die Bettwäsche gut riecht.

…Uli freut sich auf seine Werkstatt. Wo er nach Lust und Laune schrauben und werkeln kann und alles nötige Werkzeug in gutem Zustand hat. Biene freut sich auf zuverlässig funktionierendes WLan. Schließlich gibt es noch einiges zu schreiben für den Blog.

….deutsches Brot. Laugenbrezeln. Frische Weckle vom Bäcker.

…Hefeweizen! Im Weizenglas!

….Cordon Bleu und gefüllten Fleischkäse mit Spätzle und Soße von Ritchie in der Kutscherstube.

…auf leckeres Essen bei unseren Mamas & Papas. Und hausgemachten Kartoffelsalat.

…gute Partys mit guten Freunden.

…Uli auf’s Faustball spielen und Biene auf die Pferde. Und auf´s Reiten über Stoppelfelder.

auf alles, was für uns Heimat ist!

US_ortsschild_waldmö

Urlaub vom Reisen

Wir haben noch unzählige Eindrücke zu verarbeiten, die wir in den letzten 2 1/2 Jahren gesammelt haben. Und so einige Geschichten aus Neuseeland, den USA und aus Nord- und Zentralamerika zu erzählen. Deshalb werdet ihr hier auf dem Blog wahrscheinlich gar nicht viel von unserem Urlaub bemerken – schließlich gilt es noch ein paar Monate aufzuholen.

Und natürlich werden wir während unserer Zeit in Deutschland auch neue Reisepläne schmieden. Denn nach unserem Urlaub werden wir frisch erholt und reiselustig wieder aufbrechen, um die Welt weiter zu erobern und die noch fehlenden Kontinente zu entdecken! Darauf freuen wir uns jetzt schon 🙂

…Von wegen reisemüde!

Hallo und herzlich willkommen!

herzlich willkommen

Schön, dass ihr auf unserem Blog gelandet seid und mit uns um die Welt reisen wollt! Wir freuen uns darauf, Euch mit auf unsere große Reise zu nehmen und Euch von all unseren tollen Erlebnissen, spannennden Begegnungen und von all den einmaligen Orten zu erzählen, die wir entdekcen werden.

Hier wollen wir Euch berichten, einen Blick hinter die Kulissen der Touristen-Destinationen werfen und vielleicht könnt ihr ja sogar die ein oder andere Anregung für Eure eigenen Reisen mitnehmen!

Also, los geht die Reise!

Noch 13 Tage!!

Eure Biene & Uli

Load More

Hier lang für noch mehr von UnS!schliessen
oeffnen