USA

Jahresrückblick 2017 – Teil 2

Jahresrückblick 2017 – Teil 2

Nachdem wir Euch im 1. Teil unseres Jahresrückblickes 2017 berichtet haben, was wir von Januar-März erlebt haben, geht es hier nun weiter mit dem 2. Quartal 2017. Diese Monate halten einige der Highlights unseres Südamerika-Trips für uns bereit:

APRIL

Die erste Hälfte dieses Monats steht voll und ganz im Zeichen des Wanderns. Unsere erste Wanderung absolvieren wir im Colca Canyon: Dieser Canyon ist mit einer Tiefe von 3.269 Metern der zweittiefste Canyon der Welt. Noch tiefer ist nicht etwa der Grand Canyon (der ist lediglich 1.800 Meter tief) , sondern nur der nahe Cotahuasi Canyon. Einen Tag lang steigen wir in den Canyon ab, den zweiten Tag laufen wir am Boden der Schlucht entlang und dann geht es am 3. Tag wieder hinauf. Die Höhenunterschiede machen sich beim Wandern nicht nur in knacksenden Knien und in Oberschenkeln so weich wie Wackelpudding bemerkbar, sondern auch an den Temperaturen: Verfluchen wir am frühen Morgen vor unserem Start auf 3.287 Metern noch die kalte Dusche im Hostel, ist es am selben Abend an unserem Etappenziel – die 2.100 Meter tiefer liegenden Oase Sangalle – soviel wärmer, dass wir zu gerne in den von Palmen gesäumten Swimming Pool springen. Genauso gerne lassen wir uns am nächsten Tag in die heißen Quellen neben dem Fluss am Boden der Schlucht gleiten, um unsere von Muskelkater steifen Muskeln zu entspannen, bevor es sm dritten Tage wieder 1.400 Meter hinauf geht.

Die dreitägige Wanderung dient uns auch zur Akklimatisierung an die Höhenluft: nach einem kurzen Abstecher in Peru’s „weißer Perle“, wie die Stadt Arequipa auch genannt wird, verbringen wir einige Tagen in der wunderschönen und kulturell spannenden Altstadt von Cusco.

Von dort brechen wir auf zur längsten Mehrtageswanderung unseres Südamerika Trips.

Hier deren Rahmenbedingungen:

  • 9 Wandertage,
  • 3.810 Meter Höhenunterschied
  • 120 Kilometern Länge,
  • Überquerung von 2 Bergpässen über 4.000 Meter,
  • höchster Punkt auf 4.670 Metern,
  • Start in Cachora, Endziel Aguas Calientes (Machu Picchu Pueblo),
  • Wetter und Temperatur je nach variierender Höhenlage von tropisch schwül über mäßig angenehm bis kalt und regnerisch,
  • unterwegs kaum bis keine touristische Infrastruktur.

Warum wir diesen Weg zu Machu Picchu wählen? Zum einen, weil wir die erst in den 1970ern ausgegrabene Inkastadt Choquequirao besuchen wollen. Dorthin gibt es keine geteerten Straßen, keine Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und keine Taxis. Choquequirao liegt extrem abgelegen auf einer steilen Bergkuppe. Tatsächlich sind die Ruinen von Choquequirao noch so unerschlossen, dass nur ein mehrtägiger Fußmarsch auf schmalen Muli-Bergpfaden einen dorthin bringt (noch! Glaubt man den lokalen Gerüchten, soll Choquequirao zur „Schwester von Machu Picchu“ ausgebaut werden). Zum anderen wollen wir uns Machu Picchu verdienen. Wir wollen keinen Tagesausflug dorthin unternehmen und in wenigen Stunden durch die Ruinen hetzen, nur um sagen zu können, dass wir auch dort waren. Die Inkas hatten einen ausgeprägten Sinn für die Ästhetik der Landschaft in ihrer Architektur und all ihre Stätten liegen an atemberaubend schönen Flecken. Und die wollen wir ausgiebig bewundern. Also gehen wir zu Fuß. Es wird die anstrengendste Wanderung unseres Trips!

Den ersten Tag wandern wir 6 Stunden bergab, am zweiten geht es ausschließlich bergauf. An beiden Tagen zusammen machen wir aufaddiert mehr als 3.000 Höhenmeter. Am 3. Tag unserer Wanderung erreichen wir Choquequirao! Wir haben die Ruinen ganz für uns und dürfen sogar mitten auf den Terrassen unser Zelt aufschlagen. Wir erkunden die Überreste der historischen Bauten, Mauern und Terrassen und sind beeindruckt, mit welcher Raffinesse und wieviel Wissen die Inkas diese Stätte im 15. Jahrhundert geschaffen haben.

Weiter führt uns ein steiler Bergpfad vorbei an Minenschächten, in denen noch von Hand Gold geschürft und auf Eseln abtransportiert wird. Inzwischen sind wir in jede Himmelsrichtung mindestens 2 Tage Fußmarsch von der nächsten Straße entfernt. Die folgenden Tage sind ein stetes Auf und Ab. Der höchste Pass mit 4.670 Metern Höhe verlangt uns alle Kraft ab. In dieser Höhe ist die Luft ziemlich dünn. Mit jedem Atemzug versuchen wir so viel Sauerstoff wie möglich in unsere Lungen zu pumpen. Wie in Zeitlupe setzen wir einen Fuß vor den anderen. Alle paar Meter müssen wir anhalten, nach Luft schnappen. Schon ein Schluck aus der Wasserflasche bringt uns aus der Puste. Aber wir schaffen es! Gemeinsam erreichen wir die Passhöhe. Wir sind tierisch stolz auf uns: Darauf, dass uns unsere Beine hier hoch getragen haben. Und wir aus eigener Kraft soweit oben stehen. Diese Wanderung von Choquequirao nach Machu Picchu ist jede Anstrengung wert und lohnt sich auf jedem Meter. Eine Tagesetappe später müssen wir unsere Wanderung 2 Tage vor Aguas Calientes allerdings abbrechen. Ein Steinschlag hat die Hängebrücke über einen reißenden Fluss und eine tiefe Schlucht beschädigt und das Gebiet ist abgesperrt. Also nehmen wir einen Umweg über  Hidroelectrica. Von hier nach Aguas Calientes muss jeder laufen. Oder die 18 USD teure Zugfahrt nach Aguas Calientes bezahlen. Wir laufen natürlich und schaffen die 10 km lange Strecke entlang der Bahngleise in 3 Stunden. Endspurt!

Dann sind wir da: am Michu Picchu. Oder besser in Aguas Calientes, dem Ausgangsort am Fuße des Berges. Ein Dorf, das ausschließlich für und wegen der Scharen an Touristen gebaut wurde, die jeden Tag hierher strömen. Souvenirshops reihen sich an Massagesalons und Boutiquen mit Alpaka-Pullovern, dazwischen finden sich Restaurants jeder Landesküche und Preisklasse. Marktschreier versuchen mit Happy Hour Angeboten und Gratis Drinks die vorbei gehenden Touristen in ihre Restaurants zu lotsen. Nach Peru’s ursprünglichem Bergland finden wir hier den krassen Gegensatz zu den einfachen Bauernhäusern aus Lehm mit Meerschweinchen im Wohnraum. Wir sind im ersten Moment von dem Trubel etwas überfordert. Aber Aguas Calientes hat auch sein Gutes: Nach 8 Tagen auf Wanderung mit einfacher Campingküche haben wir einen Bärenhunger. Also gehen wir erstmal Pizza essen. Dann essen wir peruanisch. Und einen Burger. Zum Nachtisch gönnen wir uns noch Eis. Alles an einem Abend! Ganz entgegen unserer sonstigen Gewohnheit greifen wir in Aguas Calientes auf das (Über-)Angebot internationaler Speisen zurück. Authentisch peruanisch ist – zumindest auf der Touri-Meile – hier eh nichts. Und die schiere Anzahl an Restaurants drückt zur Nebensaison mächtig die Preise. Meist bekommen wir zum Essen einen Pisco Sour (DER peruanische Nationalcocktail) gratis dazu.

Machu Picchu selbst sehen wir am nächsten Tag leider zuerst nur verschwommen: die Wolken hängen so tief, dass ein Großteil der Stätte darin verschwindet. Es regnet außerdem so stark, dass wir bereits nach dem zweistündigen Aufstieg trotz Regenkleidung bis auf die Unterwäsche durchnässt sind. Wir harren selbstverständlich dennoch aus. Die Hoffnung auf eine sich lichtende Wolkendecke nicht aufgebend, klettern wir in 1,5 Stunden auf den höchsten Berg des Areals, Machu Picchu Mountain. Von hier aus lässt sich ganz Machu Picchu überblicken. Eigentlich. Wir sehen nur grau. Die Enttäuschung ist riesengroß. …Hier oben stehen, auf diese mysteriöse Stadt zu blicken, die den Wissenschaftlern bis heute Rätsel aufgibt und von der niemand mit Sicherheit weiß, warum sie erbaut, wozu sie genutzt und weshalb sie verlassen wurde – wie lange haben wir davon geträumt. Machu Picchu war ein Inbegriff Südamerika’s für uns. Aber so ist das eben auf Reisen: Immer Glück haben geht nicht. Und die tief hängenden Wolken verleihen dem Ruinen eine fast schon mystische, geheimnisvolle Atmosphäre. Rechtzeitig mit unserer Ankunft am Sonnentor reißt die Wolkendecke dann doch noch etwas auf uns wir erblicken Machu Picchu in seiner ganzen beeindruckenden Pracht.

Mehr Glück mit dem Wetter haben wir einige Tage später. Von Cusco aus machen wir uns auf zu den Cerros Colorados – die bunten Berge. Nach einem anstrengenden Aufstieg auf 5.200 Meter (nebenbei unser persönlich erlaufener Höhenrekord!) blicken wir tatsächlich auf regenbogenfarbene Berge! Unglaublich, was unsere Natur für Schätze bereit hält. Es ist Ostersamstag und statt bunten Ostereier bestaunen wir bunte Berge… Ein guter Deal, wie wir finden. Erst auf unserem Abstieg beginnt es zu schneien.

Ostersonntag und – montag verbringen wir im Bus. In einer 24-Stunden-Hardcore Busfahrt geht es für uns über Lima direkt weiter nach Guayaquil in Ecuador. Zwar hätten wir sehr gerne noch mehr Zeit in Peru verbracht, müssen das aber auf ein anderes Mal verschieben. Zum Einen stehen große Teile des Landes derzeit unter Wasser, zum anderen wartet auf uns bereits das nächste Highlight: am 21. April 2017 fliegen wir für 2 Wochen auf die Galapagos Inseln!

Durch ihre abgelegene Lage 3.000 km vor der ecuadorianischen Küste im Pazifischen Ozean konnte sich Flora & Fauna auf den Galapagos Inseln über Jahrmillionen Jahre hinweg ohne jeglichen Einfluss des Menschen und (anderer) Naturkatastrophen entwickeln. Entstanden ist ein Mikrokosmos, in dem ansonsten ausgestorbene Urtiere und -pflanzen bis heute überlebt haben. Die Galapagos Inseln haben einst Charles Darwin zu seiner damals revolutionären Evolutionstheorie inspiriert. Mit das Tollste: durch das Fehlen natürlicher Feinde haben die Tiere des Archipels keinerlei Scheu vor den Menschen.

Unsere Zeit dort ist schwer mit Worten zu beschreiben, ohne dabei mit Phrasen wie unglaublich, einzigartig, einmalig und Highlight nur so um uns zu werfen. Dadurch mag es abgedroschen klingen – ist es aber Null. Für uns geht mit unserer Reise auf die Galapagos Inseln ein Traum in Erfüllung! Wir erleben zwei unglaubliche Wochen mit einmaligen Erlebnissen, die wir im wahrsten Sinne an keinem anderen Ort dieses Planeten hätten machen können! Und das ist doch wirklich ganz schön WOW!

Das Tollste für uns sind die vielen einzigartigen Tierbegegnungen: Wir schnorcheln mit Seehunden, Adlerrochen und Meeresschildkröten; spüren ganz allein 150 Jahre alte Riesenschildkröten im Wald auf; tauchen mit Hammerhaien; rangeln uns mit Seehunden um die besten Plätze am Strand und auf der Parkbank; schwimmen über schlafende Haie hinweg; sonnen uns neben pechschwarzen Iguanas; sehen unser erstes Seepferdchen, kayaken zwischen Pinguinen und Robben hindurch; beobachten aus nächster Nähe  Pelikane und Kormorane bei der Jagd, Finken beim Kaktus picken und Flamingos beim fischen; sehen neben unseren Booten Mantarochen Salti schlagen und Fische fliegen; dürfen Riesenschildkröten so nahe kommen, dass wir sie atmen hören können und sind Zuschauer beim Balztanz von Blaufußtölpeln. Und das alles in freier Wildbahn!

Zwischendurch klettern wir durch Jahrtausende alte Lavatunnel, sonnen uns an schneeweissen Stränden, planschen in Felsspalten im Süßwasser, suchen Schatten unter Kakteen die doppelt so groß sind wie wir und spazieren entlang pechschwarzer und goldgelber Strände! Wahnsinn! …und in Wirklichkeit noch viel beeindruckender, als wir das hier zusammen gefasst wiedergeben können!

MAI
Im Mai passiert so viel, dass wir jetzt im Rückblick kaum glauben können, wo wir in einem Monat überall waren:
Anfang des Monats neigt sich unsere Zeit auf den Galapagos Inseln ihrem Ende zu. Unsere letzten 4 Tage verbringen wir auf der Insel San Christobal. Diese ist in jeder Hinsicht der krönende Abschluss: Es hat deutlich weniger Tourismus als auf Santa Cruz – wodurch es hier deutlich entspannter zu geht. Die Insel lässt sich aufgrund ihrer geringeren Göße auch besser auf eigene Faust erkunden als die Insel Isabella und die Tierwelt ist noch vielfältiger und artenreicher als auf den anderen beiden Inseln. Wir liegen mit Seehunden zusammen am Strand und spielen im Wasser mit ihnen Stöckchen holen, erleben eine prachtvolle Unterwasserwelt und trinken nicht zuletzt Cocktails mit unseren neuseeländischen Freunden Helena & Alan, die wir auf unserer Tour durch den Salar de Uyuni kennen gelernt haben und hier wieder sehen.

Kurze Bemerkung am Rande: Nicht alles auf den Galapagos Inseln ist paradiesisch. Ausflüge und Transport sind überteuert, die Siedlungen auf den Inseln sind weder nachhaltig noch besonders umweltfreundlich und unserer Meinung nach wird bei weitem nicht genug – und mit den Nationalparkeintrittsgeldern nicht das richtige – zum Schutz dieses weltweit einzigartigen Naturraumes getan! Aber das ändert nichts daran, dass die Tierwelt auf den Galapagos Inseln die Beeindruckendste ist, die wir auf unserer gesamten Reise um die Welt bisher gesehen haben!

Zurück auf dem Festland erkunden wir Ecuador’s Hauptstadt Quito. Diese wurde dank ihrer kolonialen Altstadt mit barocken Prachtbauten, unzähligen Kirchen und gleich mehreren Kathedralen als erste Stadt überhaupt 1978 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Nur 20 km weiter nördlich machen wir mit einem einzigen Schritt über eine in gelber Farbe auf den Boden gepinselte Linie einen großen symbolischen Sprung: wir überqueren den Äquator! Damit sind wir zurück in der nördlichen Hemisphäre! Ein Zeichen dafür, dass unsere Südamerika-Reise langsam aber sicher ihrem Ende zu geht…

Bevor es aber soweit ist, bereisen wir noch ein letztes Land auf dem südamerikanischen Kontinent: über den Landweg geht es weiter nach Kolumbien. Das Lieblingsland vieler Südamerika-Reisender. Da bei uns die Uhr bis zum Abflug tickt, können wir das Land nicht so ausgiebig bereisen, wie wir das gerne möchten. Aber ein bisschen spickeln wollen wir trotzdem. Und die Kolumbianer bleiben uns in bester Erinnerung: sehr gesellig, offen und stolz auf ihr sich wandelndes Land.

Unsere erste Destination in Kolumbien ist eine sehr aromatische: wir verbringen einige Tage in Kolumbien’s Zona de Cafétera – Kolumbien’s Kaffee-Anbaugebiet. Kolumbien ist weltweit größter Erzeuger von Arabica-Bohnen und drittgrößter Kaffee-Exporteur der Welt. Die hier im Hochland angebauten Arabica Bohnen zählen zu den edelsten Bohnen für Spitzenkaffee. Wir testen selbstverständlich so viele Tassen wie möglich und tatsächlich: alle sehr lecker! Neben Kaffee trinken gehen wir auch spazieren. Und zwar im Parque Natural Valle de Cocora: hier erwarten uns die höchsten Palmen der Welt! Und das gleich im doppelten Sinne: mit einer Höhe von 60 bis 70 Metern sind die hier wachsenden Wachspalmen nicht nur das zweithöchste Gewächs der Erde. Durch ihren Standort in den Anden auf einer einer Höhe zwischen 1800 und 3000 Metern wachsen sie noch dazu weit höher als jede andere Palmenart.

Mit unserer Weiterreise nach Cartagena verabschieden wir uns von den Anden und fliegen geradewegs in die Karibik. Hier runden farbenfrohe Häuserfassaden, Straßenkünstler, kleine Straßenstände, hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen, die auch nachts nicht unter 30 Grad fallen zusammen mit Tropendschungel, Hängematten und Palmen unser Bild von einem äußerst vielseitigen Südamerika ab.

Noch 4 Monaten vorher fegte uns der eiskalte patagonische Wind unerbittlich um die Ohren! In einem halben Jahr haben wir alle Klimazonen unserer Erde durchquert; haben Vulkane, Gletscher, Regenwald, Lagunen und Wüsten bewundert und jeden Tag über die Wunder unserer Erde gestaunt! Südamerika hat uns vom Hocker gerissen! Uns mit seiner fantastischen Natur, seinen großartigen Menschen und seiner Vielfältigkeit überrascht. Uns schon auch mal heraus gefordert. Immer wieder mussten wir unsere Komfortzone verlassen – sei es, um bei 5 Grad schon wieder im Zelt zu übernachten, zur Dusche in den eiskalten Fluss zu springen oder um auf Spanisch Gespräche über den 2. Weltkrieg zu führen. Oder um überhaupt Spanisch zu sprechen. Aber jedes einzelne Mal hat es sich gelohnt! Dadurch wurde unsere Reise durch Südamerika zu einem unvergesslichen Trip! Der nun viel zu schnell und wirklich vorbei ist…

Denn der nächste Kontrast lässt nicht lange auf sich warten: Als Transithub zwischen Europa und Amerika fliegen wir für 2 Tage nach Miami. Hier herrscht ein anderer Ton als im entspannten Südamerika, alles geht streng geordnet zu und auf den breiten Straßen glänzen große Autos deutscher Marken. Und auf einmal sprechen wieder (fast) alle Englisch – wir ertappen uns einige Male dabei, wie wir sagen, wenn wir Yes meinen.

Dadurch haben wir schon die Gelegenheit, uns langsam umzugewöhnen, bevor wir ins Vaterland der englischen Sprache weiter fliegen: Great Britain is calling!
Hier verbringen wir 2 Tage bei und mit Francis – mit ihm reisten wir ganz zu Beginn unserer Weltreise 1 Woche lang durch die Mongolei . Dabei lud Francis uns ein, auf dem Rückweg unserer Weltreise bei ihm vorbei zu kommen – weder er noch wir hätten damals gedacht, dass wir uns erst 3 Jahre später wiedersehen würden….
In seinem Heimatdorf in England’s Norden erwartet uns britisches Landleben wie aus dem Rosamunde Pilcher Film: die Backsteinhäuser des kleinen Dorfes sind eingebettet in saftig grüne Wiesen und Hügel. Samstags trifft sich die Dorfgemeinschaft erst zum Cricket und abends wird im einzigen Pub des Ortes hitzig über Politik diskutiert. Francis selbst wohnt in einem herrlich unrestaurierten alten Gutshof aus dem 19. Jahrhundert, in dem die einzigen Wärmequellen der Kaminofen und viele Tassen Schwarztee mit Milch sind.

Noch britischer ist nur unsere nächste Destination: London! Vier Tage lang erkunden wir das Herzstück Großbritannien’s. Dabei lassen wir keinen Punkt des typisches Touri-Programmes aus: wir besichtigen die Kronjuwelen im Tower of England, stehen bei der Wachablösung am Buckingham Palast in der ersten Reihe, hören den Glockenschlag des Big Bens, suchen am Bahnhof Kings Cross das Gleis 9 3/4, sitzen andächtig in der Westminster Abby und in der St. John’s Kathedrale, spazieren durch den Hyde Park, entlang der Themse und über die Tower Bridge, schlendern über diverse wundervolle Märkte und durch Notting Hill, suchen uns den urigsten Pub für die Übertragung eines Rugbyspiels bei Fish & Chips und einem Pint aus, essen Indisches Curry, fahren mit einem roten Doppeldecker durch die Einbahnstraßen der Metropole und mit der Tube durch deren Untergrund. Zur Abwechslung sind wir einfach mal Zwei unter Tausenden Touristen und genießen es! Vor allem fällt uns auf, wie grün und sauber London ist. Und wie humorvoll die Briten sind. Nur einen Besuch bei Madame Tussaud heben wir uns für den nächsten Besuch auf – damit wir einen Grund haben, nochmal nach London zu reisen.

Unsere letzte Nacht auf britischem Boden verbringen wir – wieder ganz die sparsamen Backpacker – am Flughafen, bevor uns zu guter Letzt früh am nächsten Morgen ein kurzer Flug über den Kanal zurück auf deutschen Boden bringt. Wir sind wieder hier! Daheim! In Memmingen nehmen uns Biene’s Eltern in Empfang. Herzliche „Willkommen Zuhause“-Grillparties, eine wilde Geburtstagsparty und ein cooler Junggesellinnenabschied runden diesen ereignisreichen Maienmonat gebührend ab.

JUNI
Für uns geht es direkt weiter: In Berlin findet das Internationale Deutsche Turnfest statt! Eine Woche verbringen wir mit Uli’s Faustballmannschaft und 100.00 anderen Mitgliedern internationaler Sportvereine in der deutschen Hauptstadt. Tagsüber wird beim Faustball, Yoga, Joggen, Tanzen und diversen anderen Sportangeboten gesportelt und nachts findet in den Schulunterkünften der gesellige Teil statt. Dabei geht es immer sehr lustig zu und an dem ein oder anderen Abend werden auf den Turnfesten schonmal legendäre Erinnerungen geschrieben… So wie an dem einen Abend auf dem Landesturnfest in Heidelberg im Jahr 2006: da lernten wir beide uns nämlich überhaupt erst kennen

Das Schönste am diesjährigen Turnfest ist für uns, dass es – wie schon nach unserer Rückkehr nach 2,5 Jahren Reise ein Jahr zuvor – mit unseren Freunden immer noch so ist, als wären wir nie weg gewesen!

…und damit geht die erste Jahreshälfte 2017 in die 2. über…

Facts & Figures – USA

Facts & Figures – USA

REISEDAUER

Wir haben 13 Tage in den Vereinigten Staaten von Amerika verbracht. Davon 10 Tage auf den Inseln Oahu und Maui im Staat Hawaii und 3 in San Francisco, Kalifornien. Unsere Facts & Figures beziehen sich ausschließlich auf diese 2 Destinationen der USA und sind sicher nicht für alle Staaten repräsentativ. Wie schon in den Facts & Figures zu Neuseeland kurz erwähnt, würden wir im Nachhinein unsere Zeit auf Hawaii eher etwas kürzen und stattdessen länger in Neuseeland bleiben.

Reisekosten:

Insgesamt haben wir in den knapp 2 Wochen in den USA zu zweit 1.760 € ausgegeben. Das entspricht einem Tagesdurchschnitt von 67,70 € pro Person. Autsch!
Die USA sind damit das teuerste Land, das wir auf unserer gesamten Reise besucht haben! Die hohen Kosten liegen natürlich auch an den 3 Inlandsflügen – sowohl zwischen Oahu und Maui als auch nach San Francisco mussten wir gegebenermaßen fliegen. Dass sich das in den Kosten nieder schlägt, ist klar. Aber auch davon abgesehen waren die Lebenshaltungskosten – vor allem auf Hawaii – hoch bis sehr hoch.

Transport:

Wer auf Hawaii mehr unternehmen möchte als nur an einem Strand zu verweilen/an einem Ort zu sein, wird um ein eigenes Fahrzeug kaum drum herum kommen. Im Stadtbereich von Honolulu sind die Busverbindungen zwar gut ausgebaut, aber alles was über die Vororte hinaus geht, ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum mehr zu erreichen. Auf Maui gibt es ebenfalls kaum Busverbindungen außerhalb des Hauptortes Kalahui.

Im Gegenzug ist San Francisco sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundbar. Ein Mietwagen ist unseres Erachtens überflüssig – und kann nicht nur aufgrund der vielen Einbahnstraßen sondern auch bezüglich der zeitaufwändigen Parkplatzsuche und der hohen Aufbruchgefahr ziemlich lästig sein. Alles, was uns abhanden kam ist der wenig schmerzhafte Verlust von 0,30US$ Pfand – uns wurden doch tatsächlich unsere Wasserflaschen aus dem Getränkehalter unseres Tandems geklaut, während wir uns die Speisekarte eines Restaurants anschauten.

Unterkünfte

Für ein einfaches Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad bezahlen wir am Waikiki Beach in Honolulu im März 2016 knapp 100 €. Zwar ist da ein (einfaches) Frühstück mit dabei, das Preis-Leistung-Verhältnis stimmt für uns trotzdem nicht. Es sollte daher unsere erste und einzige Nacht in einem Hostel auf Hawaii sein. Die restlichen Nächte „campten“ wir sowohl auf Oahu als auch auf Maui in unserem Mietwagen. Unser Doppelzimmer mit eigenem Bad im Hotel Aida Plaza in San Francisco kostet uns im selben Monat 86 €. Auch teuer, aber hier immerhin sehr zentral, ebenfalls inklusive Frühstück und mit Wifi.

Die 2 Nächte, die wir am Flughafen verbrachten, waren kostenlos 😉

3 Highlights:

  1. Unsere zufälligen Begegnung mit den Meerestieren auf Hawaii! So schnorchelten wir ganz für uns frühmorgens in einer kleinen Bucht auf Maui, als sich mehrere große Meeresschildkröten ganz gelassen und neugierig zu uns gesellten. Ebenso eindrucksvoll war es, als wir frühmorgens in unserem kleinen Mietwagen mit Stellplatz am Meer die Augen aufschlugen und beim Blick auf das Meer vor uns Buckelwale in der Bucht springen sahen.
  2. Unsere Übernachtung im Krater des Vulkans Haleakala! Nach einem spektakulären Sonnenuntergang dauerte es nicht lange, bis wir die einzigen Menschen auf dem Vulkan waren. Auf über 3.000 Metern hier allein in einem Vulkankrater zu stehen und in den funkelnden Sternenhimmel zu blicken wurde gekrönt vom fast ebenso spektakulärem Sonnenaufgang am nächsten Morgen.
  3. Die Golden Gate Bridge! Das krönende Highlight unserer spaßigen Fahrradtour durch San Francisco! Unserer Meinung nach übrigens die beste Art, um die Metropole zu erkunden. Diese imposante, rot leuchtende Brücke, die sich fotogen über die Bucht spannt, sollte man einfach einmal gesehen haben.

3 Lowlights:

  1. Der unerwartet dichte Verkehr auf Maui und Oahu! Nach 3 Monaten in der Südsee, wo wir kaum Autos sahen, passte dieser so gar nicht mehr zu unserer Vorstellung von idyllischen Inselparadiesen! Auch dass bei den amerikanischen Autos generell die Devise höher, lauter und schneller zu gelten schien, fanden wir nervig (ehrlich, wozu braucht man in einer hawaiianischen Kleinstadt einen höher gelegten, 5 Meter langen Pick-up?!) Gefühlt standen wir außerdem jeden Tag irgendwo im Stau…
  2. Die vielen Obdachlosen in den Straßen! Sowohl auf Hawaii als auch in San Francisco sahen wir sehr viele Menschen auf der Straße leben. Die Schere zwischen den Gesellschaftsschichten ist sehr offensichtlich und dass ein wirtschaftlich so weit entwickeltes Land wie die USA nicht in der Lage ist, ihrer Bevölkerung auch im sozialen Bereich ein Mindestmaß an Absicherung zu bieten, stimmte uns gleichermaßen fassungslos, traurig und nachdenklich.
  3. Unsere Whalewatching-Tour auf Maui. Für 40 US$ pro Person zwar ein Schnäppchen, dafür sahen wir in diesen 2 Stunden Wale auch nur von Weitem. Außerdem war die Besatzung des Bootes alles andere als service-orientiert, freundlich oder motiviert. Das hatten wir in Australien und Neuseeland ganz anders erlebt.

3 Dinge, die wir gerne davor gewusst hätten:

  1. Zumindest auf den hawaianischen Inseln Oahu und Maui finden sich nur noch sehr wenige Spuren polynesischer Kultur.
  2. Die in Supermärkten und Geschäften der USA ausgeschilderten Preise sind abzüglich Mehrwertsteuer. Das heißt, an der Kasse kommt auf jedes Produkt nochmal was drauf. Nervt!
  3. Trotz des allgegenwärtigen Konsumangebots fanden wir es sowohl in San Francisco als auch auf Hawaii relativ schwer, gesundes/frisches Essen zu günstigen Preisen zu finden. Fast Food Restaurants und Schnellimbisse finden sich an jeder Ecke, aber Lebensmittel wie frisches Obst, Salat oder echter Fruchtsaft sind selbst im Supermarkt entweder nur schwer zu bekommen oder unverhältnismäßig teuer. Auch die Sonderangebote und Fertiggerichte fördern auf Dauer eine Gewichtszunahme – siehe Fun Fact 3…

3 Fun Facts:

  1. Der chinesische Glückskeks hat seinen Ursprung nicht etwa in China, sondern in San Francisco! Der japanische Einwanderer Makoto Hagiwara kreierte hier den ersten, heute als urchinesisch angepriesenen Keks mit den Spruchweisheiten im Jahre 1914.
  2. Hawaii ist das abgelegenste bewohnte Gebiet der Erde! Es liegt 2.390 Meilen entfernt von der Westküste Kalifornien´s, 3.850 Meilen von Japan, 4.900 Meilen weit von China und 5.280 Meilen weg von den Philipinen.
  3. Auf den Flügen in der USA war der Anteil der übergewichtigen bis fettleibigen Menschen im Flugzeug mit Abstand und auffallend am höchsten!

Fazit

San Francisco gefiel uns wirklich sehr gut. Eine spannende Metropole, in der wir gut und gerne noch ein paar Tage mehr verbringen wurden. Hawaii hingegen konnte unseren Erwartungen nicht gerecht werden. Insgesamt ist es so, dass die USA – obwohl sie einige Nationalparks wie z. B. den Grand Canyon, Yosemite und andere sowie weitere Metropolen wie New York oder Washington haben, die uns reizen würden – vorerst nicht auf der Liste unserer nächsten Wunschdestinationen stehen. Außer vielleicht Alaska… 😉

Ein Wochenende in San Francisco – 8 Highlights die Du nicht verpassen solltest (und was Du Dir sparen kannst)

Ein Wochenende in San Francisco – 8 Highlights die Du nicht verpassen solltest (und was Du Dir sparen kannst)

Bekanntermaßen sind wir beiden ja nicht die größten Stadtfans. Dennoch gibt es durchaus Metropolen, die wir mit eigenen Augen sehen und erleben wollen. San Francisco ist eine von ihnen. Deshalb zögern wir nicht lange, als sich auf unserem Sprung über den Pazifik nach Mexiko flugtechnisch ein Zwischenstopp an der kalifornischen Westküste anbietet und verlängern diesen zu einem Wochenendtrip in San Francisco, das neben seinen klassischen Sehenswürdigkeiten vor allem für Flowerpower-Flair, gelebte Toleranz und kosmopolitische Offenheit bekannt ist. San Francisco erscheint einerseits recht europäisch, andererseits sehr amerikanisch und Jedermann scheint dort willkommen zu sein. Finden wir großartig!

Transport

Nachdem wir aufgrund einer späten Ankunft die erste Nacht am Flughafen verbringen (übrigens die 2. Nacht hintereinander, da wir auch unsere letzte Nacht auf Hawaii am Flughafen von Oahu übernachten – der Flughafen von San Francisco hat eindeutig geeignetere Ecken für eine ungestörte Nachtruhe), dürfen wir uns am nächsten Morgen gleich persönlich von San Fransisco’s effektivem und gut ausgebautem öffentlichen Nahverkehr überzeugen. Mit der Buslinie KX gelangen wir für 2,25 US$ in knapp 45 Minuten ohne Umsteigen direkt ins Stadtzentrum von San Francisco.

Unterkunft

Von der Bushaltestelle sind es nur wenige Minuten zu Fuß zu unserem Hotel Aida Plaza in der Market Street. Die verläuft super zentral und ist als Ausgangspunkt zur Stadterkundung bestens geeignet. Beim Betreten der Großen Hotellobby fühlen wir uns direkt zurück versetzt in das San Francisco der 70er Jahre: Kunstgemälde im Retro-Stil zieren die marmornen Wände, der dicke Teppichboden schluckt jedes Geräusch, in der Ecke neben den tiefen Sesseln steht eine Jukebox und aus den Lautsprechern erklingt kernige Jazzmusik. Die Atmosphäre passt super gut zu dieser Stadt und wir sind positiv überrascht, dass wir trotz der frühen Uhrzeit schon einchecken und unser Zimmer beziehen können. Auch das im Preis inbegriffene Frühstück könnte nicht amerikanischer sein: zum Kaffee aus dem Pappbecher gibt es eine große Auswahl zuckersüßer Donuts!

Unsere Retro-Hotellobby

GO AND SEE

Zwei Tage sind nicht viel Zeit, um eine vielfältige Metropole wie San Francisco zu erkunden. Daher haben wir – entgegen unseres üblichen Reisestils – vorab recherchiert, was wir unbedingt sehen wollen und uns einen groben Plan zurecht gelegt. Natürlich mussten wir uns auf einige Highlights beschränken. Solltet Du ebenfalls einmal für ein Wochenende in San Francisco sein und vor der Entscheidung stehen, was Du unternimmst, findest Du hier unser perfekt auf 2 Tage ausgefeiltes Programm! Darunter sind unsere ganz persönlichen Tipps für die Dinge, die Du auf keinen Fall verpassen solltest – genauso wie unsere Empfehlungen, was Du getrost sein lassen kannst, wenn Du befürchtest dass zu viele Unternehmungen in Sightseeing-Stress ausarten:

1. Die Golden Gate Bridge

Die ikonische Brücke über die Golden Gate Bucht von San Francisco ist DAS architektonische Wahrzeichen der Stadt. In unzähligen Filmen wurde sie bereits als Drehort verwendet und sogar zu einem der neuen Wunder der Modernen Welt ernannt. Entgegen ihres Namens leuchtet sie allerdings nicht golden, sondern dunkelrot neben der Skyline der Stadt. So soll sie für Schiffe besser sichtbar sein in dem dichten Nebel, der die Brücke regelmäßig einhüllt. Die Golden Gate Bridge muss man einfach einmal mit eigenen Augen sehen! Man kann sie mit dem PKW oder in Bussen befahren – unser Tipp aber ist eine Radtour über die Brücke! Fußgänger und Fahrradfahrer haben ihre eigene Spur, die von den Fahrzeugspuren durch einen Zaun abgetrennt ist. So kommst Du einerseits sicher und flott voran und kannst andererseits auch mal stehen bleiben und die zweitlängste Hängebrücke der USA ganz in Ruhe bestaunen! Verbinden kannst Du das perfekt mit unserem nächsten Punkt:

2. Radtour entlang der Sea Front – von South Beach bis zum Presidio

San Francisco eignet sich unserer Meinung nach perfekt für eine Erkundung auf dem Fahrrad! Damit sparst Du Dir lästige Parkplatzsuchen mit dem Mietwagen, musst Dich nicht um die Sicherheit Deiner Wertsachen im Auto sorgen oder mit der Verkehrsführung auseinander setzen und kommst gleichzeitig schneller voran als zu Fuß. Gerade wenn man nur ein Wochenende Zeit für San Francisco hat, ist eine Radtour durch die unterschiedlichen Stadtviertel unserer Meinung nach ideal. Wir haben uns für 43 US$ für einen Tag ein Tandem ausgeliehen und haben in wenigen Stunden schon sehr viel gesehen. Zusätzlich war die Fahrt mit dem Tandem ein eigenes Erlebnis für sich! Fahrradvermietungen gibt es entlang der Uferpromenade an jeder Ecke. Unser Tipp ist die „Bike Hut“ bei Pier 40 – die Fahrräder sind in top Zustand und mit den Einnahmen finanziert die Non-Profit-Organisation Projekte für sozial benachteiligte Jugendliche! Wer es gern gemütlich angehen lässt, kann ohne große Anstrengung entlang der Uferpromenade fahren. Die Marina ist durchgehend mit Fahrradwegen ausgestattet. Zu sehen gibt es auch jede Menge: fantastische Panoramablicken auf die Golden Gate Bridge; das AT&T Baseballstadion, in dem jedes Jahr der Superbowl ausgetragen wird; das Vergnügungszentrum Fisherman’s Wharf; Pier 39 und das historische Presidio sind nur einige der Wegpunkte, die es zu bewundern gibt. Wer gern sportlicher in die Pedale tritt, biegt einfach irgendwo ab ins Stadtinnere. Von den zahlreichen Hügelkuppen bieten sich oft phänomenale Ausblicke über die Bucht von San Francisco und hinter jedem Anstieg wartet ein neues spannendes Stadtviertel. Die folgenden 4 solltest Du Dir nicht entgehen lassen:

3. Chinatown, Mission, Little Italy & Castro

China Town

 

Während in Little Italy selbst die Straßenlaternen blau-weiß-grüne Banderolen tragen und Du in Mission in unzähligen kleinen Taquerias nach uralten Familienrezepten zubereitete mexikanische Tacos naschen kannst, geht es im angrenzenden Schwulenviertel Castro weniger traditionell zu. Hier weht der erfrischende Wind der Toleranz und Akzeptanz – nicht nur sinnbildlich in Form einer überdimensionalen Regenbogenflagge an der Harvey Milk Plaza. Was Du in Chinatown unbedingt tun solltest, ist sicher auch klar: hier gibt es das günstigste Essen der Stadt. Noch dazu schmecken die Dumplings lecker und authentisch wie in Peking selbst.

4. The Painted Ladys

Diese pastellfarbenen viktorianischen Häuser am Alamo Square gelten als die meistfotografierte Häuserreihe der USA. Aus dem richtigen Winkel bekommt man hinter ihnen wunderschön die Skyline San Franciscos mit auf’s Bild. Die Painted Ladys stehen außerdem stellvertretend für den charmanten viktorianischen Baustil, der sich durch das ganze Viertel zieht und schon eine Sehenswürdigkeit an sich ist. Auch die Painted Ladys kannst Du gut mit dem Fahrrad erreichen.

5. Die legendären Cable Cars

Das Bild von schönen Waggons mit Jugendstil-Charme, die sich ächzend und vollgestopft mit johlenden Touristen und im letzten Moment aufspringenden Einheimischen die steilen Hügel San Francisco’s hinauf quälen, gehört einfach zu San Francisco dazu. Spätestens wenn man dann vor Ort beim Losfahren das Klingeln des Bellman hört, fühlt man sich um Jahrzehnte zurück versetzt. Die Fahrten sind inzwischen ein echter Touristenmagnet und nicht ganz billig – ein günstigeres und ebenso authentisches Erlebnis ist das Zuschauen am Drehpunkt Market Street/ Powell, wo die Waggons auch heute immer noch von Hand in die neue Fahrtrichtung gedreht werden. Die Cable Cars musst Du nicht suchen – Du wirst ganz automatisch über sie stolpern.

6. Die Seelöwenkolonie an Pier 39

Mitten am trubeligen Pier 39 hat sich eine Kolonie kalifornischer Seelöwen die Boots-Pontons als ihr Zuhause ausgesucht. Hier lassen sie sich ungestört von den Touristenmassen, die die drolligen Tierchen von der kleinen Tribüne auf dem Kai daneben aus bestaunen, die Sonne auf den Pelz scheinen. Wir hätten den urigen Kollegen stundenlang zuschauen können – die Seelöwen sind echte Komiker und wenn sie untereinander lautstark bellend um die besten Plätze oder das attraktivste Weibchen buhlen, kann man gar nicht anders als die Kamera zu zücken und sekündlich drauf los zu knipsen. Inzwischen wurde daneben ein kleines Info-Center gebaut und direkt auf dem Steg halten Meeresbiologen mehrmals täglich sehr interessante und kurzweilige Info-Talks.

7. Die Lombard Street

Diese Straße verläuft in Ost-West-Richtung durch die Stadt. Anschauen solltest Du Dir einen kleinen Abschnitt auf dem Russian Hill. Hier windet sich die Straße auf 148 Metern einspurig in 8 direkt aufeinander folgenden Kurven den Berg hinunter. Zusammen mit dem Blick auf die dahinter sichtbare Bucht von San Francisco und den gepflegten Blumenrabatten entlang der Straße bieten sich hier schöne Fotomotive. Die Lombard Street gibt einen netten Zwischenstopp, wenn Du sowieso in der Gegend bist – allerdings verpasst Du nicht das Herzstück von San Francisco, wenn Du diesen Straßenabschnitt nicht siehst.

8. Die Gefängnisinsel Alcatraz

Das legendäre Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz liegt grau und einsam mitten in der Bucht von San Francisco auf einem Felsen. Bei der etwa zehnminütigen Bootsfahrt auf die verlassene Felseninsel hat man tolle Ausblicke auf die Stadt und die Golden Gate Bridge und kann sich vorstellen, wie es für die Insassen des Militärgefängnisses gewesen sein musste, das pulsierende Leben so nah und gleichzeitig so unerreichbar jeden Tag durch die Gitterstäbe ihrer Zellen zu sehen. Wir machten eine Tour durch das berüchtigte Zellhaus, in dem bis zu seiner Schließung 1963 viele gewichtige Schwerverbrecher wie z.B. Al Capone einsaßen und kaus dem offiziell keinem einzigen Insasse je die Flucht gelang. Zusätzlich zu der 45-minütigen Audiotour bekommt man Zeit, sich die Außenanlagen des Gefängnisses und die ehemaligen Wärtergebäude anzuschauen. Viel zu sehen gibt es auf der kargen Insel allerdings nicht. Wir verbrachten alles in allem knapp 3 Stunden auf der Insel. Eine Besichtigung auf eigene Faust ist nicht möglich. Die Touren kosten zwischen 30-40 US$ und sind oft einige Wochen im Voraus ausgebucht, daher solltest Du für Deinen Wunschtermin schon vorab online buchen. Wir fanden die Tour ganz interessant – allerdings wäre Alcatraz das Erste, was wir streichen würden, wenn wir müssten.

Wir haben nach unserem Wochenende in San Francisco das Gefühl, dass wir trotz der kurzen Zeit doch einen ganz guten Eindruck von dieser spannenden Metropole bekamen. Vielleicht kann man in 2 Tagen noch mehr sehen – aber mit unserem Programm hatten wir trotzdem noch genügend Zeit, um auch mal eine Weile ohne bestimmtes Ziel durch die Straßen der Stadt zu schlendern. Und das war uns wichtig. Unserer Meinung nach ist es nie verkehrt, auch ein wenig Zeit zum Treiben lassen einzukalkulieren – oft entdeckt man genau dabei und ganz unverhofft die besten Ecken!

The Best of Hawaii – eine Foto-Love-Story!

The Best of Hawaii – eine Foto-Love-Story!

Zugegeben, Hawaii hat uns von Anfang an ein bisschen auf dem falschen Fuß erwischt. Was sicher auch daran liegt, dass wir hohe Erwartungen an die Eilande mitbrachten. Was ja meist keine so gute Idee ist. Viele begeisterte Schwärmereien hatten wir schon von den Trauminseln im Pazifik gehört und selbst das Bild sanfter Inselydille vor Augen – da hatten es die Inseln schwer, ihrem eigenen Ruf gerecht zu werden.

Von der Amerikanisierung der polynesichen Eilande aber einmal abgesehen, müssen und wollen wir Hawaii eines definitiv lassen: die Insel-Schönheiten sind unglaublich fotogen! Und bevor wir nun noch mehr darüber schreiben, lassen wir die Schönheit Hawaiis für sich sprechen und sagen – Vorhang auf für Hawaii:

Das Hawaii aus dem Bilderbuch

WOOOOOOOW

Sonnenuntergang auf dem Haleakala Vulkan

2 Schildkröten :)

Meeresbewohner unter sich 🙂

Der Haleakala Krater - oder war es der Mond?

Der Haleakala Krater – oder war es der Mond?

Good bye, Oahu!

Good bye, dicht besiedeltes Oahu!

Die ersten Sonnenstrahlung samt Strand-Übernachtung auf Hawaii

Surf surf, Baby!

Hawaii von oben - Oahu im Landeanflug

Hawaii von oben – Oahu im Landeanflug

...hier entfuhr uns auf Oahu ein erstes: wow, wie schön!

…hier entfuhr uns auf Oahu ein erstes: wow, wie schön!

Da ist er! Der Kultklassiker!

Der amerikanische Kult-Klassiker!

einer der vielen traumhaften Strände Oahu´s

einer der vielen traumhaften Strände Oahu´s

ruhiger Strand im Nordosten

Unser Sweet Spot in Oahu´s Nordosten

Kreisrunder Koko Krater

Honolulu und der kreisrunde Koko Krater

Waikiki Beach

Der weltberühmte Waikiki Beach

schöne Szenerie auf Maui

Inselszenerie auf Maui

Sonnenuntergang auf Maui

…ohne Worte, ne?

Mauis schöne Ostküste

Mauis schöne Ostküste

Oahu aus der Luft

Oahu aus der Luft – viele Häuser, ein bisschen sagenhafte Natur

Eykalyptusbäume mit besonders hübschen Rinden

Hübsche Kunstwerke der Natur!

alles auf Hawaii ist farbenfroh

alles auf Hawaii ist farbenfroh

Wer leuchtet nun hier mehr?

Magische Sonnenuntergänge...

Magische Sonnenuntergänge…

Eine echte Anstrengung, so ein Landgang!

Hey, Dude!

Hey, Dude!

Stein, Stein, Schildkröte!

Honu auf ihrem beschwerlichen Landgang

Eine große Honu auf ihrem beschwerlichen Landgang

Geschafft!

Es war windig - gut für das Blowhole, schlecht für die Haare

Es war windig – gut für das Blowhole, schlecht für die Haare

Silversword- nirgends sonst auf der Welt wächst diese elegante Pflanze

Silversword- nirgends sonst auf der Welt wächst diese elegante Pflanze

Einer von zahlreichen tollen Wasserfällen

Sonnenuntergang von unserem Schlafplatz aus

Good bye Hawaii, Du Schöne!

Die Schildkröteninsel Maui – Hawaii´s immergrüne Perle

Die Schildkröteninsel Maui – Hawaii´s immergrüne Perle

Am frühen Abend auf Maui holen wir uns direkt wieder einen Mietwagen. Und los geht’s. Zumindest bis auf den Highway. Dort stehen wir erstmal im Feierabendverkehr… Obwohl der Hauptort Kalahui nur die Größe einer Kleinstadt hat und auf Maui viel weniger Menschen leben als auf Oahu, gibt es auch hier um die Orte herum ein (zu) hohes Verkehrsaufkommen. Wir wollen in den Süden der Insel. Wir schlafen aber nicht in einer der vielen schicken Hotelanlagen, mit denen ein großer Teil der südwestlichen Küste verbaut ist, sondern mal wieder im Auto. Zwar kann der kompakte Spark, den wir von der Mietwagenfirma zugeteilt bekommen haben, bei weitem nicht mit dem Schlafkomfort unseres Jeeps in Australien mithalten – dafür überzeugt sein Preis!

Unsere Quietschekugel

Unsere Quietschekugel

Der Preis spielt auch eine Rolle bei den Lebensmitteln, die wir uns auf Hawaii kaufen. Manchmal ist es gar nicht so leicht, trotz allseits schier übermächtigem Konsum-Angebot etwas vernünftiges zu Essen oder zu Trinken zu erträglichen Preisen zu finden. Obwohl wir keine Fans von Fertiggerichten aus dem Supermarkt sind, kommen wir kaum an amerikanischer Junkfood vorbei, wenn wir unsere Ausgaben hier im Rahmen halten wollen. Z. B. kostet purer, frischer Saft fast dreimal soviel wie dieselbe Menge an Coca-Cola, Pepsi und co.! Etwas schwierig gestaltet sich teilweise auch die Suche nach einem Stellplatz für die Nacht, da viel Land umzäunt und in Privatbesitz ist und die meisten Beachparks (=Strandparkplätze) und öffentlichen Toiletten nachts abgeschlossen werden. Dennoch finden wir auch einige richtig schöne Schlafplätze. Eine Nacht stehen wir mit unserem kleinen Auto direkt an der Küste mit Blick auf’s Meer – und sehen morgens noch mit schlaftrunkenen Augen in der Bucht vor uns Buckelwale springen. An einem anderen Abend fahren wir einen kleinen Weg zwischen Kuhwiesen den Berg hinauf und haben vom Hang aus beste Aussicht auf die Westküste – und auf einen wunderschönen Sonnenuntergang.

A room with a -fabulous-view

A room with a – fabulous – view

Unser spektakulärster Schlafplatz ist in einem Vulkankrater. Etwas über 3.000 Metern hoch ist der erloschene Vulkan Haleakala, auf den man ganz bequem mit dem Auto hinauf fahren kann. (Was auch sonst – schließlich sind wir in den USA! 🙂 ) Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang dauert es nicht lange, bis wir die einzigen auf dem Gipfelparkplatz sind. Die Nacht in dieser Höhe ist bitterkalt. Aber der einmalige Sternenhimmel und das ergreifende Gefühl, völlig allein am Rande eines Vulkankraters zu schlafen, ist das Frieren allemal wert. Gegen 4 Uhr morgens ist es jäh vorbei mit der Nachtruhe – die ersten Touristen kommen hoch gefahren, um sich die besten Plätze zum Sonnenaufgang zu sichern. Gut, dass wir schon in der ersten Reihe stehen. So können wir ganz gemütlich noch etwas weiter schlafen, bevor wir dick eingemummelt ebenfalls den spektakulären Sonnenaufgang am Kraterrand bestaunen.

Im Anschluss laufen wir zu einen Aussichtspunkt über den Krater. Vor uns liegt eine faszinierende Mondlandschaft. Wie kleine Vulkane ragen kegelförmige Hügel aus der Masse an rotbraunem Geröll auf. Unterwegs fällt unser Blick auf die silbernen, kugelförmigen Gewächse am Wegesrand. Es sind Silverswords. Die metallisch schimmernden Pflanzen wachsen nirgendwo sonst auf der Welt, nur hier im Krater des Haleakalas. Sonst wachsen keine Pflanzen unter den widrigen Bedingungen hier oben. Bis zu 50 Jahre kann eine Silversword-Pflanze alt werden. Und nur ganz am Ende ihres Lebens, da blüht sie einmal für wenige Wochen. Ihre lila farbene Blüte wird bis zu 2 Meter hoch – was muss das für ein edler Anblick sein in der surreal monotonen Kraterlandschaft.

Anschließend gehen wir zurück zu unserem Auto. Jetzt ist nur noch wenig los hier oben, die meisten Touristen fahren direkt nach dem Sonnenaufgang wieder hinab. Dabei gäbe es auch längere Wanderwege, der längste führt in ca. 7 Stunden erst hinab in den Krater und wieder hinauf auf den Gipfel. Wir haben aber heute ebenfalls andere Pläne. Wir wollen die Road to Hana fahren. Die bekannteste Straße Maui’s schlängelt sich in unzähligen Kurven wunderschön entlang der gesamten Ostküste der Insel. Wir entscheiden uns, die Straße entgegen der üblichen Richtung zu fahren. So führt uns unser Weg zunächst in den Süden der Insel. Hier beginnt in Haiku der Pi’ilani Highway – der mit einem Highway aber nur den Namen gemeinsam hat. Die schmale Straße ist nicht sonderlich gut instand gehalten und mehrere Meilen sind komplett unbefestigt. Da hier auch immer wieder Steinschläge passieren und viele Fahrer es nicht gewohnt sind, auf Schotterstraßen zu fahren, verbieten viele Mietwagenverleiher das Befahren dieser Strecke mit ihren Fahrzeugen.Wir als erfahrene Outback-Fahrer finden die Strecke allerdings halb so wild und haben auch keinerlei Probleme.

Ähnlich ging es uns 2 Tage zuvor auch schon auf dem Death Highway im Nordwesten der Insel. Richtige Horrorgeschichten haben wir über diese sich schlängelnde Strecke im Vorfeld gehört. Und dann entpuppt sich die Todesstraße als zwar kurvige und holprige einspurige Strecke, die aber mit wenigen sehr engen Stellen gut zu meistern ist – nur das Hupen beim Einfahren in die Kurven darf man besser nicht vergessen!

Zurück in den Süden der Insel. Die Landschaft in diesem Teil der Insel ist sehr trocken, große Lavagesteinsbrocken liegen auf der dürren Erde und die Küste ist durchgehend felsig. Ein richtiger Kontrast zu dem immergrünen Regenwald, der uns auf der anderen Seite des Berges bei Hana am nächsten Tag erwarten würde. Zuvor kommen wir noch an einigen landschaftlich attraktiven Stellen vorbei. Aus einem Bad in den natürlichen Felsenpools der Seven Sacred Pools wird leider nichts, da diese wegen Sturzflutgefahr derzeit geschlossen sind – auf diesen Umstand weisen uns gleich mehrere Schilder nebeneinander wiederholt hin. Überhaupt haben wir auf Hawai’i den Eindruck, dass ein Schild nirgendwo auszureichen scheint. Wo eines aufgestellt ist, stehen garantiert noch 2-3 weitere mit derselben Aufschrift in wenigen Metern Abstand. Ob sich die Menschen dadurch wohl eher an etwas halten?

Hana selbst ist nur ein kleiner Ort und hat nicht allzu viel zu bieten. Hier ist der Weg das Ziel. Auf der 85 km langen Strecke mit den 617 Kurven und den 59 Brücken zwischen Hana und Paiia laden eine ganze Reihe natürlicher Attraktionen zu Stopps ein: Strände mit rotem, schwarzem und weissem Sand, Wasserfälle, Lavastrände, kurze Wanderwege in den Regenwald, urige Cafés mit frisch gebackenem Bananenbrot und und und. Und immer wieder spannen sich Regenbögen über den Himmel. Am besten gefallen uns persönlich einige Eykalyptusbäme. Bei diesen handelt es sich um eine besondere Art, deren Rinde bunt gefärbt ist. Die Stämme schauen aus, als hätte sie jemand mit Wasserfarben angestrichen.

Am anderen Ende der Straße liegt das Hippiestädtchen Paiia. Allerdings sind mit den Touristen mittlerweile auch hier die üblichen Shops der großen Surfmarken eingezogen, die in keinem hawaiianischen Ort fehlen dürfen. Kein Wunder – nur wenige Kilometer hinter Paiia findet sich die berühmte THE TUBE. Diese berüchtigte Welle ist nur etwas für absolute Surf-Profis, die das Innere der Welle, also den Tunnel, surfen. Videos davon sind beeindruckend. Live gesehen haben wir es leider nicht – auch an diesem Tag meint es der Gott des Windes nicht gut mit uns und lässt die Wellen un-surfbar brechen. Wir sehen dafür am Hockipa Strand in der Nähe ein anderes Highlight: der Strand ist einer der wenigen Ruheplätze, den die Grünen Meeresschildkröten, für die Hawaii bekannt ist, an Land aufsuchen. An die 20 Honus, wie die Tiere in der Sprache der hawaiianischen Ureinwohner heißen, ruhen sich gerade am Strand aus, als wir kommen. Auf die Entfernung sind die noch nassen Panzer kaum von den großen Steinen am Strand zu unterscheiden. Erst beim genauen Hinsehen verwandeln sich mehr und mehr Steine in Schildkröten. Immer wieder schleppt sich eines der behäbigen Tiere langsam ins Wasser oder eine neue Honu lässt sich von der Brandung an den Strand spülen. Und wir haben noch mehr Tierbeobachter-Glück: am selben Strand lässt sich an diesem Tag eine seltene Mönchsrobbe die Sonne auf den Bauch scheinen. Wir freuen uns riesig, nach unseren bisherigen erfolglosen Schnorchelgängen doch noch Honus zu sehen zu bekommen.

Und es ist, als wäre mit dieser Begegnung ein Bann gebrochen worden: als wir an anderer Stelle an diesem Abend und auch früh am nächsten Morgen schnorcheln, sehen wir die großen Grünen Meeresschildkröten endlich auch in ihrem Element unter Wasser. Die 3 Schildkröten lassen uns ganz entspannt mit sich schwimmen und eine kommt uns sogar so nah, dass wir sie hätten berühren können. Wow! Erst als eine große Gruppe Schnorchler von einem Ausflugsboot aus neben uns ins Wasser springt, nehmen die Tiere Reißaus….

Wir sagen ebenfalls Adieu und fliegen zurück nach Honolulu, von wo aus uns einen Tag später unser Flug auf’s amerikanische Festland bringt. Obwohl uns Maui viel besser gefallen hat als Oahu, würden wir unsere Flitterwochen trotzdem auch hier eher nicht verbringen… aber dafür haben wir schließlich auch schon andere Ideen! 😉

Aloha Hawai´i – Trauminseln zwischen Baströckchen und Coca-Cola

Aloha Hawai´i – Trauminseln zwischen Baströckchen und Coca-Cola

Hawai’i – schon der Name der klangvollen Trauminseln klingt nach Sonne, Palmen, Ukulele spielenden Einheimischen im Hawaihemd, Hulatanz und Baströckchen. Nur…: Wie passen die zahlreichen Obdachlosen in das Bild, die wir schon auf unserer ersten Fahrt durch Honolulu mit ihrem wenigen Hab und Gut in den Stadtparks zelten sehen? Werfen wir doch mal einen Blick auf Hawai’i, wie wir es erlebt haben:

Die Inselgruppe Hawai’i besteht aus mehreren Inseln vulkanischen Ursprungs. Touristisch erschlossen und am bekanntesten sind die 6 Inseln Oahu, Maui, Big Island, Kauai, Lanai und Lomokai. Viele andere des insgesamt 137 Inseln fassenden Hawai’i Archipels befinden sich in Privatbesitz und sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Auf der Hauptinsel Oahu liegt nicht nur die Hauptstadt Honolulu, wo auch wir landen, auch Dreiviertel der hawaianischen Bevölkerung entfällt auf diese Insel. Dennoch finden sich auf Oahu nur noch wenige Spuren polynesischer Kultur oder Tradition – abgesehen von den Darbietungen für Touristen rund um Waikiki Beach. Wovon es stattdessen nach unserem ersten Eindruck im Großraum Honolulu mehr als genug gibt, sind Hochhäuser, breite Straßen und – viel Verkehr! Zur Rush Hour sind die mehrspurigen Highways regelmäßig verstopft. Bei Autos scheint auch auf Hawai’i die amerikanische Parole zu gelten: größer, stärker, lauter! Von wegen von sanften Ukuleleklängen begleitete Inselidylle…laut aufheulende Pick-ups sind angesagt!

Typisch amerikanischer Pick-up

Auch wir reihen uns in den Stau ein und holen uns an unserem 1. Tag direkt einen Mietwagen. Der kostet uns pro Tag nur halb soviel wie das günstigste Hostelzimmer, gibt uns Mobilität zur Erkundung der Insel (was mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur sehr eingeschränkt möglich ist) und ganz bequem schlafen lässt es sich in dem VW Jetta auch. Zuallererst statten wir selbstverständlich dem weltberühmten Waikiki Beach einen Besuch ab. Allerdings hält sich unsere Begeisterung in Grenzen. Der Strand ist ziemlich überlaufen, rundum von Hochhäusern zugebaut und der Blick auf’s Meer wird teilweise durch einen hässlichen Wellenbrecher aus Beton verschandelt. Zum Baden ist es an diesem Tag zu kalt und windig. Stürmisch und verregnet wird auch unsere erste Tour durch den Südosten der Insel. So hatten wir uns das Wetter auf Hawaii nicht vorgestellt…

Waikiki Beach! - die schöne Perspektive

Waikiki Beach! – eine schöne Perspektive für´s Photo findet sich immer.

Am nächsten Morgen scheint wieder die Sonne und wir beschäftigen uns beim Besuch von Pearl Harbour mit der Bedeutung Hawaii’s im 2. Weltkrieg. Das interessante Museum können wir wirklich empfehlen, auch wenn uns die Darstellungen teilweise eine Spur zu patriotisch sind. Auch das sehr bewegende Memorial der USS Arizona besuchen wir. Es wurde genau über der Stelle errichtet, an dem das Kriegsschiff bei dem Luftangriff der Japaner sank und fast 1.500 Menschen lebendig begraben mit sich in die Tiefe riss. Bis heute liegen die Trümmerreste des Schiffes hier unter Wasser. Wir können an dem sonnigen Tag sogar die Umrisse des unter Wasser liegenden Wracks erkennen. Und während wir vollstes Mitgefühl für die Angehörigen der gefallenen Matrosen haben, für die diese Stätte ein zu ehrender Begräbnisort ist, ist es uns dennoch unverständlich, dass nichts unternommen wird, um zu verhindern, dass bis heute jeden Tag etwa ein Liter Öl aus dem Schiffstank ins Meer auslaufen. Man kann ja leicht einmal hochrechnen, wieviele Liter Öl seit dem 7.12.1941 da zusammen gekommen sind…

Auf unserer Fahrt über die dünner besiedelte Westküste in den Norden wird die Natur wilder. An der für ihre gleichnamigen Meeresbewohner bekannten Turtle Bay wagen wir uns trotz kaltem Wind das erste Mal ins Wasser. Nach 30 Minuten Schnorcheln klappern uns zwar die Zähne, eine Schildkröte sehen wir leider trotzdem nicht. Durch kleine Surferörtchen fahren wir weiter an die Nordküste. Hier hat es die berühmten, mehrere Meter hohen Wellen, für die die weltbesten Surfer regelmäßig nach Hawai’i pilgern. Zumindest normalerweise…heute sind die Wellen kaum über 1 Meter hoch und trotz starkem Wind kommen die Wellen ungünstig. Weit und breit keine sind Surfer in Sicht. Schade.

Nach einer weiteren Nacht in unserem VW Jetta – dieses Mal direkt am Strand – entdecken wir am nächsten Morgen den landschaftlich schönsten Teil der Insel – den Nordosten! Zur Inselmitte ragen dicht bewachsene, steile Vulkanhänge auf, hinter denen das unzugängliche, immergrüne Innere der Vulkaninsel schlummert. Hier führen keine Straßen hinein oder hindurch. Nur vereinzelt bewirtschaften weitläufige Farmen die fruchtbaren Böden am Fuß der Hänge. Die Küste in diesem Teil der Insel wirkt wild und ungezähmt in ihrer rauen Schönheit. Zu gerne würden wir unsere Wanderschuhe schnüren und die Berghänge erkunden. Zu schade, dass wir aber keinerlei Informationen zu Wanderwegen in das wilde Innere finden. Wir sind uns sicher, dass es hier nochmal eine ganz andere Seite der Insel zu entdecken gibt. Und vielleicht das Hawai’i, das wir gerne gefunden hätten.

Gegen Mittag erreichen wir wieder den Südosten – und damit auch wieder den dichter werdenden Verkehr. Auf einem Strandspaziergang erlaufen wir den 2012 zum schönsten Strand der USA gewählten Waimanalo Beach. Dieser sieht wie viele der Strände hier wirklich traumhaft aus – wenn nur nicht so ein eiskalter Wind blasen würde… Deshalb beschränken wir uns auf der restlichen Strecke zurück nach Honolulu auf einige Auserwählte der tollen Strände, auf die Aussichtspunkte mit Blick über die Küste sowie einen Stopp am Surf-Hotspot Sandy Beach. Anders als beim ersten Mal sehen wir heute auch einige Surfer. Wir schauen eine Weile zu und bewundern die furchtlosen Brettkünstler. Selbst wagen wir uns nicht auf’s Brett, denn für Anfänger sind viele Strandabschnitte hier nicht geeignet.

Unsere geplante Wanderung auf den Diamond Head, ein erloschener Vulkankrater mit einer Wahnsinns-Aussicht über die Südostküste und Honolulu, blasen wir kurzerhand ab, als wir schon auf dem Weg zum Parkplatz in einem dichten Stau stehen und auf dem Weg nach oben einfach gar nichts mehr voran geht. Stattdessen fahren wir noch einmal zum Waikiki Beach, bevor wir uns wieder auf den Weg zum Flughafen machen, um unseren Mietwagen abzugeben und unseren wenige Stunden vorher gebuchten Flug auf die Insel Maui anzutreten. Denn ganz egal wie windig es ist – es kann doch nicht sein, dass wir Oahu verlassen ohne wenigstens ein einziges Mal planschen gewesen zu sein, nicht wahr? Von oben zeigt sich uns Oahu zum Abschied von seiner schönsten Seite! Von unserer kleinen Propellermaschine aus haben wir beste Sicht auf die Ostküste samt dem erloschenen Vulkan Koko und den Diamonds Head – und sehen zum ersten Mal Hawaii so, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Oahu von oben - links der Diamond Head und rechts davon der Koko Krater

Unsere steinige Reise in die Vergangenheit…und ins  Paradies?

Unsere steinige Reise in die Vergangenheit…und ins Paradies?

Hier stehen wir nun also! Übermüdet und genervt. Es ist genau 23.55 Uhr. Die ungewohnt hohe Luftfeuchtigkeit lässt unsere Kleidung unangenehm auf der Haut kleben und wir sind erschöpft. Kein Wunder – immerhin zählt unser Tag heute schon 48 Stunden statt der normalen 24. Es ist der 8. März und obwohl wir den eigentlich heute schonmal hatten, fängt er gerade nochmal von vorne an.

Kein Bier auf Hawai´i

Knapp 2 Jahre nach unserem Aufbruch in Deutschland haben wir heute die Datumsgrenze überquert und sind damit im wörtlichen Sinne zurück in die Vergangenheit gereist. Während unsere Köpfe damit beschäftigt sind zu verstehen, dass heute eigentlich erst gestern ist und wir noch gar nicht da sind, kommt Biene der allseits bekannte Schlager von Paul Kuhn in den Kopf:“Es gibt kein Bier auf Hawaii, es gibt kein Bier, drum fahr ich nicht nach Hawaii, drum bleib ich hier…“ Zu mehr als einem gequälten Grinsen kann sich Uli trotz Biene’s stimmlich gewagter Wiedergabe aber nicht durchringen. Denn es ist wahr.

Zumindest im Moment. Wir stehen in dem kleinen 7/11 Shop an der Ecke von Waikiki Beach. Vor uns ein variantenreiches und eisgekühltes Biersortiment. Aber die stählernen Rolläden vor dem Regal sind bereits herunter gelassen. Auch das noch! Dabei wollten wir doch nur mit zwei Bier darauf anstoßen, dass wir endlich auf Hawai´i sind. Und darauf, dass die 2. Version dieses Tages morgen besser wird als die heutige Ausgabe. Aber daraus wird heute nichts mehr. Obwohl das Verkaufsverbot von Alkohol erst ab Mitternacht gilt und die Verkäuferin zugibt, das Regal zu früh abgeschlossen zu haben, lässt sie sich nicht erweichen, es nochmal aufzuschließen. Von den Strapazen dieses Tages, der Hektik und dem Langstreckenflug geschafft, haben wir keine Lust mehr zu diskutieren und ziehen mit einer großen Flasche Coca-Cola von dannen. Dann stoßen wir halt mit Cola auf Hawai´i an. Das fängt ja schon gut an.

Strapaziöse Reise zurück in der Zeit

…und dabei hatte der Tag doch richtig gut gestartet: Morgens um 5 Uhr fährt uns unsere AirBnB-Gastgeberin netterweise zum Flughafen. Wir hatten großzügig Zeit eingeplant. So früh morgens ist noch nicht viel los auf Christchurch’s Straßen und wir kommen mit genügend zeitlichem Puffer für unseren Flug nach Auckland an. So haben wir das am liebsten. Das Boarding ist auch pünktlich, auf dem Rollfeld aber müssen wir warten. Der Pilot teilt über das Boardsystem mit, dass eine Schraube an unserem Flugzeug nicht korrekt angezogen ist und er sicherheitshalber auch alle anderen nochmal überprüfen lässt. Finden wir gut. Wenn wir so darüber nachdenken, hätten wir vielleicht aber lieber erst gar nichts über die eine lockere Schraube gewusst. Schließlich geht’s los. Durch die Verzögerung landen wir mit einer halben Stunde Verspätung in Auckland. Die fehlt uns dann auch für ein entspanntes Umsteigen. Im Sauseschritt laufen wir vom nationalen Terminal zur internationalen Abflughalle. Zwar haben wir bereits online für unseren Flug nach Hawaii eingecheckt, durch die Sicherheitskontrolle müssen wir aber trotzdem noch. Und wie sollte es anders sein: hier erwartet uns heute eine lange Schlange. Als wir endlich an der Reihe sind, passiert, was uns sonst nie passiert: wir werden gebeten, unser Handgepäck zu öffnen.

Während wir den Inhalt auf der Ablage ausbreiten und noch fieberhaft überlegen, was die Aufmerksamkeit der Sicherheitsbeamten auf sich gezogen haben könnte, nimmt uns die Beamtin auch schon die 2 Töpfe Manuka-Honig aus der Hand, die wir als kulinarisch endemisches Souvenir aus Neuseeland für unsere Familien kauften und die wir ohne groß darüber nachzudenken ins Handgepäck stellten statt sie in unsere Rucksäcke zu verfrachten. Wir schauen die Beamtin ratlos an – Was soll an Honig verboten sein? Die 250 g Potts würden die 100 ml Obergrenze für Flüssigkeiten im Handgepäck übersteigen, erklärt sie uns! Das muss ein Scherz sein. Schließlich ist der Manuka-Honig ziemlich zäh – nichtmal als dickflüssig könnte man ihn bezeichnen. So sei die Vorschrift, erklärt sie uns ungerührt. Da wir nicht zuschauen könnten, wie unsere noch Original-verschlossenen Honigtöpfe bis zum Rand gefüllt im Müllbehälter des Zolles landen, packen wir an Ort und Stelle unsere Löffel aus, um wenigstens noch soviel wie möglich von dem leckeren Honig heraus zu löffeln. Während wir mit der einen Hand löffeln, schreiben wir mit der anderen gleichzeitig in Windeseile die Postkarten, die wir wegen den bereits aufgeklebten Briefmarken unbedingt noch in Neuseeland einwerfen wollen. Das wird der Zollbeamtin allerdings nach wenigen Minuten zu bunt und unwirsch konfisziert sie unsere Honigtöpfe. Wir müssen jetzt eh dringend los. Während Biene in Windeseile zum einzigen Briefkasten des Terminals flitzt, stellt sich Uli sicherheitshalber am bereits leeren Gate auf. Hektisch steigen wir schließlich als Letzte in den Flieger und lassen uns in unsere Sitzplätze plumpsen. Puh, geschafft! Die nächsten Stunden bringen uns ganz entspannt Hawaii entgegen. Unter uns sehen wir nichts als das tiefe Blau des Ozeans und so langsam entspannen wir uns von der Hektik vor dem Flug. Zwar ist der achtstündige Flug der längste auf unserem bisherigen Trip, aber da wir beide gerne fliegen, ist das kein Problem für uns.

Allerdings haben wir jetzt ein anderes Problem, an dem wir auch noch selbst Schuld sind: da wir ein Sonderangebot für die preiswerteste Sitzkategorie auf diesem Flug ergatterten, haben wir keinerlei Mahlzeiten inbegriffen. Das wussten wir auch und haben vorgesorgt. Aber wie immer, wenn wir hungrig einkaufen gehen, kauften wir viel zu viel: so besteht unser Proviant sage und schreibe aus 2 Laiben Brot, Salami, Käse, Chips, 4 Äpfeln, 2 Avocados…für einen halben Tag! Wer soll das alles essen?! Wir haben noch nicht einmal die Hälfte unserer Vorräte vernichtet, als wir auch schon satt sind. Ein kurzer Blick auf die Einreisebestimmungen macht aber klar, dass ein Aufheben des restlichen Proviants auf den nächsten Tag nicht in Frage kommt. Wir fliegen in die USA – und die hat strikte Einfuhrbestimmungen. Frische Lebensmittel dürfen nicht nach Hawaii eingeführt werden. Da wir an diesem Tag bereits zusehen mussten, wie unser Honig in der Tonne landet, wollen wir das nicht noch einmal riskieren. Also essen wir weiter! Dementsprechend übersatt landen wir um 20 Uhr in Honolulu. Leider ist es um diese Uhrzeit bereits dunkel, sodass wir im Landeanflug nicht viel von der Insel Oahu sehen können.

Träge holen wir unsere Rucksäcke vom Gepäckband und laufen zur Passkontrolle. Eigentlich ist die Schlange vor uns gar nicht so lang… …dennoch stehen wir geschlagene 2 Stunden später immer noch an derselben Stelle! Wir sind müde von dem langen Tag, entnervt, weil wir nicht wissen warum wir uns hier die Beine in die bis bis zum Anschlag gespannten Bäuche stehen müssen und wollen endlich raus – beziehungsweise hinein in Hawaiihemd und Baströckchen (nein, den konnten wir uns wirklich nicht verkneifen 🙂 ). Wie sich heraus stellen sollte, ist an diesem Abend das Computesystem der Einwanderungsbehörde abgestürzt und die Beamten müssen die Daten jeden einzelnen Passagiers von Hand erfassen. Und das dauert, können wir Euch sagen… Auch die Laune der Beamten ist dementsprechend mies. Nix mit Hula tanzenden, lächelnden Einheimischen oder Ukulele spielendem Empfangskomittee, wie wir es auf Fiji erleben durften.Bis wirletztendlich aus dem Flughafen treten können, ist es 23 Uhr. Davor müssen wir aber noch unsere in Neuseeland teuer gekauften Avocados, die wir beim besten Willen nicht mehr geschafft haben, beim Bio-Security Check in die Tonne schmeißen. Spätestens jetzt ist unsere Stimmung auf dem Tiefpunkt.

Wenigstens fährt auch um diese Uhrzeit noch ein Bus nach Waikiki Beach, sodass wir ohne große Anstrengung zu unserer vorgebuchten Unterkunft in Strandnähe kommen. Nach nur einem kleinen bisschen Verlaufen finden wir unser Hostel schlussendlich. Es war die günstigste Option, die wir in Waikiki finden konnten und trotzdem ist das schmucklose Doppelzimmer mit geteiltem Bad für knapp 100€ die mit Abstand teuerste Unterkunft unserer Reise! Wir schmeißen unsere Rucksäcke in die Ecke, spritzen uns kaltes Wasser ins Gesicht und beschließen, den nervigen Reisetag jetzt abzuhaken, uns noch schnell 2 Bier zu besorgen und mit diesen darauf anzustoßen, dass wir jetzt endlich auf den Trauminseln sind, die der Welt die Ukulele und den Hulatanz gaben. Also laufen wir schnell zum nächsten 7/11 an der Ecke…

…und damit wären wir wieder am Anfang unserer Geschichte – richtig: nämlich vor dem abgeschlossenen Regal, hinter dem unerreichbar die eisgekühlten Bierchen stehen!

ALOHA HAWAII!

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