Heimaturlaub

Aufbruch 2.0 – Südamerika, wir kommen!

Aufbruch 2.0 – Südamerika, wir kommen!

Es geht weiter! Morgen geht es tatsächlich los! Nach langem Recherchieren, ob es nun zuerst nach Afrika oder Südamerika gehen soll, haben wir unsere Weiterreise vor einigen Wochen fix gemacht! Damit hatten wir plötzlich ein Datum für das Ende unseres Heimaturlaubes und ein neues Ziel: Südamerika!

Endlich! Wir genießen die Zeit zuhause mit unseren Lieben zwar sehr, gleichzeitig kribbeln aber unsere Füße schon eine ganze Weile wieder vor Fernweh und wir wollen neue Abenteuer erleben. Schließlich sind wir nun auch schon 4 Monate wieder in Deutschland. Eigentlich wollten wir ja schon wieder weg sein, bevor es Winter wird. Das hat nicht ganz geklappt – dafür konnten wir sogar den ersten Schnee des Jahres mit erleben. Langweilig wurde es uns hier trotzdem nicht. Du fragst Dich, was wir überhaupt die ganze Zeit so treiben, seit wir Anfang August von Madrid zurück nach Deutschland trampten??

Wir zählen mal ein paar Dinge auf:

Wir…

  • verbrachten mit Freunden einen Wanderurlaub am Bannwaldsee;
  • statteten Schloss Neuschwanstein einen Kurzbesuch ab;
  • waren zu Gast auf einer wunderschönen Hochzeit;
  • wir brachten alle medizinischen Routine-Untersuchungen auf den aktuellen Stand;
  • lagen durch Erkältungen und Infekte öfter flach als auf unserer gesamten zweieinhalbjährigen Reise;
  • unternahmen eine 260 km lange Radtour, die uns in 3 Tagen von Enzberg über Waldmössingen bis an den Bodensee brachte;
  • schwärmten unzählige Stunden von unseren Erlebnissen und der Welt – und haben immer noch längst nicht alles erzählt;
  • Uli restaurierte zeitaufwändig einen Oldtimer-Traktor, spielte Faustball auf einem mehrtägigen Turnier in der Schweiz und für seinen Heimatverein,
  • Biene machte mit der Familie ihrer Schwester Urlaub in Frankreich und ein Mädelswochenende in Graz;
  • durften tolle Parties feiern;
  • verbrachten viel Zeit mit Familie & Freunden, dem Hüten von Nichten und Neffen und dem Helfen auf diversen Baustellen;
  • mussten von einem uns sehr wichtigen und nahe stehenden Menschen Abschied nehmen;
  • pendelten viel zwischen unserer beider Heimatorte;
  • machten idyllischen Winter-Kurzurlaub im Schwarzwald;
  • zeigten einer Freundin, die wir auf unserer Reise in Bangkok kennen lernten, den Schwarzwald;
  • unternahmen Tagesausflüge in die Umgebung;
  • richteten uns unsere Ausrüstung zusammen, die im Vergleich zu der bei unserem Aufbruch vor 2,5 Jahren doch etwas anders ist;
  • werkelten an unserem Blog (…wenn wir auch lange nicht so weit sind mit den Berichten gekommen sind, wie wir das eigentlich vorhatten *hüstel*);
  • gaben ein Interview für die Zeitung;
  • und und und…

Ach ja, nebenbei planen wir unsere Hochzeit (Genau, wir haben uns auf unserer Reise verlobt – wo, das bleibt allerdings unser Blog-Geheimnis)!

Ihr sehr also, nix mit faulem Herumliegen in der Hängematte – wir waren quasi im Heimat-Aktiv-Urlaub. Genau so, wie wir das auch vorhatten für unseren Zwischenstopp in Deutschland. Aktiv wird es auch in Südamerika weiter gehen: Wir planen zunächst, von Brasilien aus über Land ins südliche Argentinien zu reisen und die faszinierende Landschaft Patagoniens zu erwandern! Aber zuvor machen wir jetzt noch einmal Urlaub. Was, schon wieder? Ja! Wir haben da nämlich etwas gefunden, bei dem wir einfach nicht widerstehen konnten…

Eine Kreuzfahrt! Wir1

Eine Kreuzfahrt! Wir!

Wir fliegen nicht etwa einfach in wenigen Stunden von Deutschland nach Südamerika, sondern legen die Strecke über den Atlantik auf dem Seeweg zurück. Dafür lassen wir uns 20 Tage Zeit. Soweit passt das ja auch viel besser zu uns und unserer Reise als der nahe liegende Weg des Fluges. Unterwegs können wir so u.A. sogar noch einen Stopp in Marokko und mehrere spannende Städte in Brasilien mitnehmen. Auch, dass wir dadurch im Vergleich zu einem Flug einige Hundert Euro sparen, passt gut zu unserer Maxime, das Maximale aus unserem Reisebudget herauszuholen. Wie gut es allerdings zu uns passt, dass das Schiff nicht etwa ein Frachtschiff ist, sondern wir 2 von mehreren Tausend Passagieren auf einem internationalen Kreuzfahrtschiff sein werden, wird sich im Laufe der kommenden 3 Wochen heraus stellen. Wir sind gespannt – und werden Euch natürlich hinterher berichten.

Für jetzt freuen wir uns jedenfalls sehr darauf, morgen in Italien an Bord des Schiffes zu gehen, uns dreimal täglich in diversen Restaurants mit Reiseproviant einzudecken und ganz allmählich in Südamerika anzukommen!

Hasta luego, amigos!

Zu Besuch in der Heimat – Kurzurlaub im Schwarzwald!

Zu Besuch in der Heimat – Kurzurlaub im Schwarzwald!

Die Besitzer haben es uns einfach gemacht und alles Wichtige für unsere Ankunft vorab per Email genau beschrieben. Ohne Schwierigkeiten finden wir das Haus am Hang. Wir nehmen den Schlüssel aus dem gesicherten Schlüsselkästchen und schließen die Haustür zu dem schicken Haus auf, dass wir für die nächsten 2 Tage unser Eigen nennen dürfen.

Auf dem langen Esstisch erwartet uns schon ein kleines Geschenk: ein großes Glas Heidelbeermarmelade. Lecker! Für ihre wilden Heidelbeeren ist die Region um das Dorf Enzklösterle bekannt, auch Uli’s Eltern sammeln hier jedes Jahr die feinschmeckenden Beeren. Jetzt im November ist es zum Beeren sammeln natürlich schon zu spät, umso mehr freuen wir uns über den süßen Willkommensgruß. Wir stellen unsere Reisetaschen ab, holen eine Kiste bereits gehacktes Feuerholz aus der Garage hoch und bringen erst einmal den Kaminofen in Gang, der in einer Ecke des kombinierten Wohn- und Esszimmers steht. Schon kurz darauf wird es wohlig warm in der ganzen Etage. Während das Kaminfeuer behaglich vor sich hin knistert, genießen wir einen ersten Kaffee mit Blick über den Schwarzwald und schauen uns im Haus um. Eigentlich ist es mit seinen über 3 Stockwerke verteilten 6 Schlafzimmern und den 3 Bädern ja viel zu groß für uns beide allein – dennoch kommen wir uns aufgrund der gelungenen Aufteilung des Ferienhauses auch zu zweit nicht verloren vor. Ganz im Gegenteil – die aus geschmackvollen antiken und neuen Möbeln kombinierte Einrichtung ist so gemütlich, dass wir uns vom ersten Augenblick an wie zuhause fühlen.

Man spürt die Liebe zum Detail, mit der das Haus eingerichtet wurde. Kein Wunder – Familie Roth, der das Haus gehört und die noch weitere Traumferienhäuser im ganzen Schwarzwald vermietet, sucht die Inneneinrichtung für all ihre Häuser persönlich aus. Das ist ihnen wichtig, erzählen uns Sandra & Heiko, als wir sie auf einen Kaffee in Alpirsbach – also ganz in der Nähe von Biene’s Heimatort Waldmössingen – besuchen. Zur Ferienhausvermietung kamen sie eher zufällig. Beruflich zog die Familie zeitweise ins Ausland und vermietete ihr eigenes Haus für diese Dauer. Nach ihrer Rückkehr richteten sie schrittweise weitere Häuser zeitaufwändig her und bauten sich sukzessive eine Lebensgrundlage damit auf. Ein echtes schwäbisches Self-Made-Familienunternehmen also.

Ausblick nach WestenWir lassen uns einen weiteren Kaffee aus der Maschine in Enzklösterle. Die sympathische Hausverwalterin kommt zur persönlichen Begrüßung vorbei und zeigt uns alles im Haus. Anschließend machen wir es uns auf der Couch gemütlich und schauen zu, wie vor den großen Fenstern leise der erste Schnee des Jahres zur Erde fällt.  Am nächsten Tag haben wir viel vor. Beim Stöbern im kostenlosen eBook mit Ausflugsideen und persönlichen Geheimtipps der Familie Roth haben wir einige kürzere Wanderungen entdeckt, die wir laufen wollen. Aber draußen ist es grau und regnerisch. Und hier drinnen doch so gemütlich…!

…also frühstücken wir erst einmal gemütlich…spielen Brettspiele…Hach, was gibt es Schöneres an einem kalten Novembertag?Uli zaubert uns in der voll ausgestatteten Küche leckere Lasagne…wir legen Holz im Ofen nach…mummeln uns auf der Couch ein…schauen zu, wie dicke Wolken langsam das Tal verhüllen…trinken Kaffee…

…und so gehen wir doch tatsächlich den ganzen Tag nicht vor die Tür – außer, um neues Feuerholz für den Kaminofen zu holen. Es ist einfach zu gemütlich! Als es draußen langsam dämmert, heizen wir die hauseigene Sauna im Untergeschoss an. Ganz für uns gönnen wir uns den Luxus eines entspannten Wellnessabends, bevor wir den Tag bei einem guten Glas Rotwein vor dem Kamin ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen heißt es schon Abreisen. Da wir nur zu zweit sind, sind wir ohne Eile zur Abreisezeit um 10 Uhr fertig. Obwohl wir nur 2 Nächte hier waren, fühlen wir uns wie nach einem Urlaub, als wir die Türe hinter uns zu ziehen. Schön ist, dass wir trotzdem nur 45 Minuten Fahrzeit haben, bis wir wieder zuhause sind. Dieser Kurzurlaub im Schwarzwald hat uns wieder mal gezeigt, wie schön auch unsere Heimat ist!

Und so gehen wir im Anschluss frisch erholt an die Planung für die nächste Etappe unserer großen Reise – denn die wird etwas länger und führt uns auch wieder aus dem Schwarzwald hinaus! 🙂

…was bei der Planung heraus kam, verraten wir Euch sobald es losgeht im nächsten Bericht!

Vielen Dank an Traum-Ferienhäuser Schwarzwald für die Einladung nach Enzklösterle.

Von Reisemüdigkeit und Urlaubsfreuden

Von Reisemüdigkeit und Urlaubsfreuden

Mit vielen befreundeten Reisenden haben wir uns über sie unterhalten. Manche belächeln sie, einige überwinden sie nach kurzer Zeit wieder und andere haben wegen ihr sogar ihre Reise verkürzt oder abgebrochen. Egal in welcher Form – der Großteil aller Langzeitreisenden hat eigene Erfahrungen mit ihr gemacht: der Reisemüdigkeit. Auch wir werden immer wieder gefragt, ob wir sie nicht längst haben. Reisemüdigkeit – was ist das überhaupt?

REISEMÜDIGKEIT

Manche „erwischt“ es schon nach wenigen Wochen, andere nach mehreren Monaten oder einem Jahr – und einige wenige nie. Man kann sich das vorstellen wie eine Grippe: anfangs zeigen sich leichte Symptome – was bei einer Erkältung die laufende Nase ist, ist bei Reisemüdigkeit z. B. eine leichte Unlust, sich schon wieder auf die Suche nach dem nächsten Imbiss/Supermarkt/Hostel zu begeben. Mit zunehmendem „Krankheitsverlauf“ nehmen die Symptome zu: man ist leichter genervt, wenn mal etwas nicht funktioniert, eine Destination nicht die gehegten Erwartungen erfüllt, das Bett mal wieder bei jedem Umdrehen quietscht oder in der Dusche trotz ausdrücklicher Nachfrage eben doch nur kaltes Wasser kommt. In schwereren Fällen fragt man sich, warum sich all den Stress eigentlich antut. Ob all die schönen Orte, die man sieht und die Erfahrungen die man sammelt, tatsächlich die Strapazen aufwiegen. Man liegt bildlich gesprochen flach. Der Geist braucht Ruhe. Aber wie bei einer Grippe erholt man sich mit etwas Ausruhen auch wieder.

Ob wir reisemüde sind?

Vielleicht…in letzter Zeit haben wir uns häufiger dabei ertappt, Erlebnisse und Orte zu vergleichen. Zu werten. Manchmal denken wir auch, dass sich vieles wiederholt. Zu einem Wasserfall sind wir schon lange nicht mehr gewandert. Wozu auch? Wir haben doch schon so viele gesehen. Und obwohl unser Abenteuer mit dem Moped unvergesslich ist und wir in den 3 Monaten zahlreiche tolle Momente erlebten, hat uns Zentralamerika nicht komplett vom Hocker gerissen.

Und ja…wir sind ein bisschen müde. Müde von den täglichen kleinen Herausforderungen und Unsicherheiten, dem Organisieren, dem Planen. Trotzdem fühlt sich unsere Reise noch nicht zu Ende an. Schließlich haben wir noch lange nicht die ganze Welt gesehen. Und das gehört sich doch für eine ordentliche Weltreise, nicht wahr?

Gleichzeitig…vermissen wir Freunde, Familie und das, was für uns Zuhause bedeutet. Wir sind nun seit zweieinhalb Jahren unterwegs. Eine lange Zeit. Die Zeit bleibt ja auch zuhause nicht stehen. Wir haben Nichten und Neffen, die wir noch nicht kennen. Wir haben Geburtstage, Hochzeiten, Beerdigungen, Famileinfeiern, Feste und andere uns wichtige Ereignisse verpasst.

Insgesamt…würden wir aber nicht sagen, dass wir reisemüde sind.

Vielleicht eher…urlaubsreif!

Und deshalb werden wir jetzt Urlaub machen. In Deutschland. Wir wollen alle, die wir gerne haben, mal wieder sehen und Zeit mit ihnen verbringen.

Wiedersehensfreude

URLAUBSFREUDEN

Außerdem freuen wir uns auf:

…die Überraschung unserer Familien und Freunde, wenn wir so plötzlich auf der Matte stehen.

…darauf, irgendwo eine Base zu haben. Ein kleines Reich für uns.

…den Austausch von Geschichten mit neuen und alten Freunden.

…morgens schon zu wissen, wo wir abends schlafen werden….und das Wissen, dass das Bett bequem ist und die Bettwäsche gut riecht.

…Uli freut sich auf seine Werkstatt. Wo er nach Lust und Laune schrauben und werkeln kann und alles nötige Werkzeug in gutem Zustand hat. Biene freut sich auf zuverlässig funktionierendes WLan. Schließlich gibt es noch einiges zu schreiben für den Blog.

….deutsches Brot. Laugenbrezeln. Frische Weckle vom Bäcker.

…Hefeweizen! Im Weizenglas!

….Cordon Bleu und gefüllten Fleischkäse mit Spätzle und Soße von Ritchie in der Kutscherstube.

…auf leckeres Essen bei unseren Mamas & Papas. Und hausgemachten Kartoffelsalat.

…gute Partys mit guten Freunden.

…Uli auf’s Faustball spielen und Biene auf die Pferde. Und auf´s Reiten über Stoppelfelder.

auf alles, was für uns Heimat ist!

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Urlaub vom Reisen

Wir haben noch unzählige Eindrücke zu verarbeiten, die wir in den letzten 2 1/2 Jahren gesammelt haben. Und so einige Geschichten aus Neuseeland, den USA und aus Nord- und Zentralamerika zu erzählen. Deshalb werdet ihr hier auf dem Blog wahrscheinlich gar nicht viel von unserem Urlaub bemerken – schließlich gilt es noch ein paar Monate aufzuholen.

Und natürlich werden wir während unserer Zeit in Deutschland auch neue Reisepläne schmieden. Denn nach unserem Urlaub werden wir frisch erholt und reiselustig wieder aufbrechen, um die Welt weiter zu erobern und die noch fehlenden Kontinente zu entdecken! Darauf freuen wir uns jetzt schon 🙂

…Von wegen reisemüde!

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