Backpacking Südsee

Facts & Figures – Tonga

Facts & Figures – Tonga

Reisedauer:

Wir haben etwas mehr als einen Monat (35 Tage) auf Tonga verbracht. Möchte man in die Inselgruppe Ha’apai und/oder Vava’u reisen, sollte man mind. 2-3 Wochen Zeit haben, da die Fähre nur einmal wöchentlich fährt und die Fährfahrten mit 12 bzw. 18 Stunden einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Alternativ gibt es auch teure Inlandsflüge. Für einen kürzeren Aufenthalt bietet sich die nur 3 Fährstunden von der Hauptinsel Tongatapu gelegene Insel Eua an. Auf Tongatapu selbst herrscht wenig Südseeflair. Unmittelbar vor Tongatapu liegen mehrere kleine Resort-Inseln, die sich auch für Tagesausflüge von Nuku’alofa aus anbieten.

TIPPS:

  • Bei Einreise erhält man als deutscher Staatsbürger ein kostenfreies Visum für 30 Tage. Eine Verlängerung – und sei es nur um 2 Tage – kostet allerdings knappe 25 €. Bearbeitungszeit ist eine Woche. Es ist wohl schon öfters vorgekommen, dass Pässe dabei verschlampt wurden verschwunden sind – bei uns ging aber alles gut.
  • Bei den Fährfahrten unbedingt mind. 1 Tag Puffer vor dem Rückflug einplanen. Die Fahrpläne ändern sich oftmals kurzfristig….und richten sich generell nach Tonga-time.

Reisekosten:

Insgesamt haben wir in Tonga 1.527 € ausgegeben. Das entspricht einem Tagesdurchschnitt von 21,81 € pro Person. Wir hatten unser Zelt im Gepäck und haben insgesamt fast eine Woche an verschiedenen Stränden gezeltet – das spart natürlich Unterkunftskosten. Essen & Trinken kann man in den einheimischen Imbissen sehr günstig. Wir haben auch öfters auf den Märkten günstig leckeres Gemüse und frischen Fisch gekauft und selbst den Kochlöffel geschwungen.

Transport:

Außerhalb der Hauptstadt Nuku’alofa und Neiafu’s gibt es keine öffentlichen Transportmittel oder Taxis. Wir haben es oft gemacht wie die Einheimischen – Daumen raus, nett fragen und hinten auf die Pick-ups aufspringen. Tonganer sind sehr hilfsbereit und wir mussten nie lange auf einen Lift warten. Selbst ein Boot hat uns einmal mitgenommen. So kamen wir überall hin, wo wir hinwollten – auch zu abgelegenen Stränden. Zum wandern mit Gepäck ist es definitiv zu heiß. Die einmal wöchentlich zwischen den Inselgruppen Tongatapu-Ha’apai-Vava’u verkehrende Fähre ist eine günstige, wenn auch etwas anstrengende, Möglichkeit die verschiedenen Inseln zu erreichen. Einmal monatlich fährt die Fähre auch die abgelegene Inselgruppe der Niuas an.

Tipp: Wer auf Tonga selbst fahren und sich einen Mietwagen oder Roller mieten möchte, braucht nach den ersten 24 Stunden im Land einen tonganischen Führerschein! Diesen kann man einfach für 60 $ in Nuku’alofa auf der Polizeibehörde kaufen.

Unterkünfte:

Ein Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad im Hostel liegt im Januar 2016 bei 20-25 €. Für unseren Bungalow (einfach,mit eigenem Bad) direkt am Strand auf unserer kleinen Paradiesinsel zahlten wir 21 € die Nacht. Januar ist Hurrican-Season und damit absolute Nebensaison. Während der Hochsaison (Wal-Saison) sind die Preise vor allem auf Vava’u etwas höher. Die Unterkünfte, in denen wir waren, hatten alle eine Küche, die die Gäste nutzen dürfen. In den Hostels in Nuku’alofa und Neiafu gab es kostenloses Wifi – das je nach Wetter funktionierte oder nicht.

3 Highlights:

  • Unser Südsee-Paradies. Eine einsame Insel ganz für uns, ein kilometerlanger Sandstrand und rundum eine türkisblaue Lagune. Müssen wir nicht weiter begründen, oder? 🙂
  • Die Inselgruppe Ha’apai. Trotz ihrer absoluten Südsee-Idylle gibt es auf den meisten dieser Inseln hier noch sehr wenig Tourismus. Die Einheimischen sind total unbeeindruckt vom touristischen Potenzial ihrer Heimat und haben nicht vor, diese zu vermarkten. Wie sagte uns selbst ein Hostel-Besitzer: „Wenn Gäste kommen, ist es mir recht. Wenn keine Gäste kommen, geht es mir auch gut!“ Das ist doch mal eine Ansage!
  • Campen à la Robinson Crusoe an einsamen Traumstränden. Wie hier auf Foa. Oder auf Ofu. Mit frisch gepflückten Kokosnüssen, im Lagerfeuer gekochten Spaghetti und Riesenmuscheln als Teller. Und anders als auf Vanuatu immer kostenlos.

3 Lowlights:

  • Das fertig zubereitete Essen auf Tonga ist eher einseitig und nicht wirklich gesund. Standard-Gericht in den einheimischen Lokalen ist frittiertes Hühnchen oder frittierter Fisch mit Pommes oder Cassava. Außerhalb Nuku’alofas gibt es nur kleine Lebensmittelläden, in denen es außer Konserven nicht viel Auswahl gibt.
  • Zähe Fährfahrten, auf denen wetterbedingt nur flach liegen und Luftlöcher gucken ging. 18 Stunden können sich seeehr in die Länge ziehen. …
  • etwas Drittes fällt uns wirklich nicht ein….sorry!

3 Dinge, die wir gerne vor unserer Reise nach Tonga gewusst hätten:

  • Flüge von Tonga nach Samao sind im Januar 2016 teurer als gedacht.
  • Corned Beef ist kein akzeptabler Hackfleisch-Ersatz für die Bolognese-Sauce und geschmacklich bäh!
  • Selbst auf der Hauptinsel der Ha’apai-Gruppe gibt es keinen Markt, um Obst oder Gemüse zu kaufen. Es gibt nur sehr kleine chinesische Shops. Besser vorher in Tongatapu oder Vava’u mit Obst, Gemüse und frischen Nahrungsmitteln eindecken.

3+1 wahllose Fakten:

  • Das weibliche Schönheitsideal auf Tonga ist das Gegenteil des westlichen Strebens: Frauen gelten als umso schöner, je breiter und runder sie sind. Mit ein Grund, warum ein Großteil der Männer wie Frauen eine Statur besitzen wie aktive Rugby-Spieler. Und die Männer nicht möchten, dass sich ihre Frauen mehr als unbedingt nötig bewegen.
  • Der Großvater unserer Gastgeberin Yvette in Nuku’alofa stammte ursprünglich aus Deutschland – und brachte Tonga das Klopapier.
  • Die typisch westliche Optimierungs-Mentalität ist den Menschen hier fremd. Sie leben – unserem subjektiven Eindruck nach und generalisierend gesprochen – viel mehr in den Tag hinein, hinterfragen weniger und sehen keinen Grund, bewährte Abläufe oder Zustände zu ändern.
  • Tonga hat die mit Abstand leckerste Eiscreme unserer Reise! (Wir werden kurz darauf herausfinden, dass sie aus Neuseeland importert wird. Glück!)

Fazit:

Tonga ist ein Südsee-Paradies für abenteuerlustige Backpacker und Individualreisende. Dass es so abgelegen mitten im Ozean liegt, trägt noch mehr zu dazu bei. Obwohl in dem Land offiziell die Zeit beginnt, hatten wir manchmal das Gefühl, dass die Zeit hier stehen geblieben ist – und sowieso keine große Rolle spielt. Wir konnten uns nur schweren Herzens von dem kleinen Königreich verabschieden. Und wir wollen unbedingt nochmal zur Wal-Saison wiederkommen, um vom Strand aus Buckelwale zu sehen und mit ihnen zu schwimmen!

Unsere einsame Insel – das Paradies der Südsee!

Unsere einsame Insel – das Paradies der Südsee!

Wir haben das Paradies gefunden. Das Südsee-Paradies.

Eine kleine Insel, abgelegen mitten im Pazifik. Ungefähr 3 Kilometer lang und nur 500 Meter breit. Rundum umsäumt von goldfarbenem, feinem Sandstrand. Davor eine langgezogene türkisfarbene Lagune. Darauf viele Kokospalmen, 3 einfache Unterkünfte und eine Strandbar. Und wir haben es ganz für uns.

Und jetzt sind wir in einem Zwiespalt. Warum? Weil wir unser Inselparadies nicht teilen, sondern für uns behalten wollen. Ganz schön egoistisch, was? Aber die Insel soll genauso bleiben, wie sie ist. Ein Geheimtipp, der nur am Lagerfeuer im Tausch gegen Rum an andere Reisende weiter gegeben wird. Fernab von Massentourismus und Pauschalangeboten. Denn großer Teil seines Charmes ist eben auch, dass außer uns keiner da ist.

Deshalb verraten wir hier nicht den Namen unseres tonganischen Inselparadieses. Dafür nehmen wir Euch für einen Tag mit uns mit auf die Insel:

Ein Tag im Paradies

Von draußen hören wir Vogelgezwitscher. Wir schlagen noch etwas verschlafen die Augen auf. Unser kleiner Bungalow liegt noch im Dämmerlicht, erst langsam vertreiben die ersten Sonnenstrahlen die nächtliche Dunkelheit. Wir kruschteln das Mosiktonetz zur Seite und springen aus unserem Bett. Bikini und Badehose liegen schon griffbereit. Vor unserem Bungalow strecken wir die Arme in die Luft und die Zehen in den Sand. Hand in Hand gehen wir die wenigen Meter über den Strand. Wir springen in das trotz der frühen Stunde schon angenehm warme Meer. Dieses erste Bad des Tages direkt nach dem Aufstehen ist besonders herrlich!

Anschließend setzen wir uns vor unseren Bungalow und lesen. Schnell sind wir wieder trocken. Wir hören, dass in der Küche bereits gewerkelt wird. Also laufen wir durch den Sand zu der etwas weiter hinten stehenden Hütte. Unsere Gastgeber Maria und Soni sind schon beim Frühstück. Wir setzen uns dazu und trinken unseren Kaffee. Soni hat das Radio an, seine einzige Verbindung zum Festland. Das Telefon ist die meiste Zeit ausgesteckt. Um Strom zu sparen. Wichtig ist eigentlich eh nur der Wetterbericht. Und der kommt nach dem aktuellen Fährplan und den Todes- und Geburtstagsmeldungen des Landes im Radio.

Nach dem Kaffee springen wir wieder ins Meer, bevor wir uns mit unseren Büchern in die beiden Hängematten unter Palmen verziehen. Maria und Soni rächeln derweil die in der Nacht herabgefallenen Blätter am Strand zusammen. Aber nicht allzu lange. Selbst im Schatten wird es inzwischen heiß. Für die nächsten Stunden ist auch für sie süßes Nichtstun angesagt. Am liebsten sitzen sie dann unter den Bäumen im Sand und schauen auf’s weite Meer. Wir machen mit. Wenn uns die Sonne zu sehr auf die Bäuche brennt, gehen wir planschen. Dann verkrümeln wir uns wieder in die Hängematten. So vergehen die Stunden.

Wir bekommen langsam Hunger. Aus unserem vom Festland mitgebrachten Vorräten kochen wir. Für Biene gibt es zum ersten Mal seit 5 Tagen wieder etwas anderes als Reis ohne alles. Sie hat sich noch in Nuku’alofa eine lästige Fischvergiftung zugezogen. Gut für die Bikini-Figur 😉 Als wir anfangen zu essen, legt sich das junge Ferkelchen auf unsere Füße, dass von seiner Mutter verstoßen wurde und jetzt von Maria mit der Hand aufgezogen wird. Wie ein Hund rennt es ihr überall hin hinterher. Nach dem Essen springen wir wieder ins Meer. Anschließend pendeln wir zwischen Liegestuhl, Sand und Hängematte. Die Sonne brutzelt vom blauen Himmel. Nicht ein Wölkchen trübt die Südsee-Idylle. Uli hält Siesta. Biene geht in der Zwischenzeit kayaken.

Zurück in die Hängematte. Über uns rauschen die Palmblätter im lauen Wind. Wir fragen uns, was für ein Tag heute eigentlich ist. Wir kommen nicht drauf. Aber eigentlich ist es auch egal.

Die Sonne sinkt tiefer. Maria und Soni machen sich auf ihren täglichen Gang ins dicht bewachsene Inselinnere, um Kokosnüsse für die Schweine aufzulesen. Denn die fressen hier ausschließlich frisches Kokosfleisch. Unsere Essensreste werden missbilligend grunzend verschmäht. Und da sage noch jemand, was für ein Schweineleben!

Heute Abend kocht Soni für uns. Zum Dank dafür, dass Uli gestern seine beiden kaputten Generatoren repariert hat und es jetzt wieder Strom gibt. Zu essen gibt es frischen Fisch, gebratenes Hühnchen, Bananenchips, Yam und Maniok. Zu trinken gibt es Limonade aus frisch gepressten Limetten. Das Ferkelchen knabbert Uli am Zeh. Es gibt erst Ruhe, als er es mit dem Fuß am Bauch krault. Dann quiekt es vor Vergnügen.

Zeit für den Sonnenuntergang. Biene ist für den Sundowner-Cocktail zuständig. Mit frisch gepflückten Limetten schmeckt der Cuba Libre nochmal doppelt so gut. Uli bringt in der Zwischenzeit unser Lagerfeuer am Strand in Gang. Wir sitzen an unserem Liebligsplatz auf dem noch warmen Sand, mit bestem Blick auf den schon orange verfärbten Horizont. Neben uns steht diese eine Palme, die nicht geradewegs nach oben wächst, sondern knapp über dem Strand bis ins Meer ragt. Wie direkt von der Postkarte hierher verpflanzt.

Die Sonne nähert sich dem Horizont und taucht alles in ein goldenes Abendlicht. Dann ist es soweit. Als glutroter Feuerball versinkt die Sonne geradewegs im Meer. Der Himmel verfärbt sich in Schattierungen von zironengelb bis dunkelviolett.

Wir liegen noch lange am Strand. Sehen die ersten Sterne am Firmament aufleuchten und zu einen funkelnden Sternenhimmel werden. Der Mond geht auf. Es ist beinahe Vollmond. Der silberne Mondschein leuchtet uns den Weg auf den wenigen Metern über den Strand zu unserem Bungalow. Wir springen nochmal unter die Dusche. Schließlich schlafen wir zum Rauschen der Wellen ein.

…just another day in paradise!

Zu Besuch in Tonga – dem kleinen Königreich, in dem die Zeit beginnt!

Zu Besuch in Tonga – dem kleinen Königreich, in dem die Zeit beginnt!

Das Abenteuer Südsee ist für uns nach Vanuatu noch nicht zu Ende. Unser Reise führt uns mit einer Nacht Aufenthalt auf Fiji weiter gen Osten nach Tonga. Tonga what? Liegt das irgendwo in Afrika? Nicht vielen Menschen in Europa ist Tonga ein Begriff. Kein Wunder – liegt der kleine Inselstaat doch ziemlich abgelegen mitten im Pazifik auf der anderen Seite des Planeten. Gerade einmal 100.000 Einwohner leben auf 40 der insgesamt 176 Inseln, die zu dem Land gehören. Tonga ist unser erstes Königreich auf unserer Reise.

Der König lächelt uns auch direkt von Plakaten entgegen, als wir auf der Hauptinsel Tongatapu ankommen. Und wir bekommen gleich eine Idee davon, warum James Cook den Inseln bei seiner Entdeckung den Namen Friendly Islands gab: Vor der Ankunftshalle des kleinen Flughafens erzählen uns die wartenden Taxifahrer, dass es hier keinen Flughafenbus in die 40 Minuten entfernte Hauptstadt Nuku’alofa gäbe. Da wir dies fast an allen Flughäfen hören und sich meist herausstellt, dass es sehr wohl eine weitaus günstigere Variante als das Taxi gibt, ignorieren wir die Taxifahrer und laufen über den Parkplatz.

Und siehe da, da steht auch schon ein alter, etwas klappriger Bus. Wir sollten schnell feststellen, dass so gut wie alle Autos in Tonga so aussehen: alt und zusammen geflickt. Der Fahrer steigt gerade ein. Schnell laufen wir zu ihm und fragen, ob er nach Nuku’alofa fahre. Er bejaht und bedeutet uns einzusteigen. Auf unsere Frage, was die Fahrt denn koste, schüttelt er den Kopf. Mensch, das ist ja mal klasse, denken wir uns! So ein Service – hätten wir gar nicht erwartet. Der Bus füllt sich schnell, viele jugendliche und ältere Fahrgäste steigen ein. Irgendwie scheinen sich alle zu kennen. Während der Fahrt kommen wir mit einem der Jugendlichen vor uns ins Gespräch. Wie sich herausstellt, sitzen wir in einem privaten Familienbus – die ganze Busgesellschaft hat gerade ein Familienmitglied am Flughafen verabschiedet 😀

Im Zentrum der bisher kleinstädtischsten Hauptstadt unserer Reise angekommen, steuern wir als erstes den großen Markt an. Es ist Mittagszeit und wir beschließen, erst etwas zu essen bevor wir uns auf die Suche nach einem Hostel begeben. Noch während wir essen, werden wir von einem tonganisch-australischen Paar angesprochen. Sie hätten unsere Rucksäcke gesehen und wollen uns anbieten, uns mit ihrem Auto zu den Unterkünften zu fahren, die wir uns anschauen wollen. Dann bräuchten wir bei der Hitze nicht durch die Stadt laufen. Wow! Wir nehmen das Angebot gerne an. Wie wir später heraus finden, ist Uili ein berühmter tonganischer Künstler.

Bei soviel Freundlichkeit finden wir es nicht weiter schlimm, dass auf der Hauptinsel Tongatapu noch nicht viel vom Südseeflair zu spüren ist. Zwar ist das Meer selbst im Hafen unglaublich blau, einen Strand suchen wir in diesem Teil der Insel allerdings vergeblich. Dafür gibt es selbst in der Stadt Bananenstauden und Palmen en mas. Da die Fähre auf die weiter entfernten Inselgruppen Ha’apai und Vava’u nur zweimal die Woche fährt, bleiben wir zunächst 5 Tage in Nuku’alofa. Die Alternative Flug zur 12- bzw. 24-stündigen Fährfahrt ist uns schlicht und ergreifend zu teuer. Außerdem würden wir jederzeit eine authentische (lokale) Fährfahrt einem kurzen Flug vorziehen. Mit dem Backpacker’s Townhouse finden wir ein sehr gemütliches Hostel in guter Lage. Heißt: in Gehdistanz zu vielen kleinen Eisdielen, in denen wir uns ungezählte, unwiderstehlich leckere und absolut riesige tonganische Waffeleis gönnen 😉 Tags darauf ist der 31. Dezember. Nachmittags erhalten wir eine tolle Einstimmung in die vielfältige Kultur der Südsee: Zu den fröhlichen Klängen von Ukulele und co. werden von professionellen TänzerInnen traditionelle Tänze verschiedener polynesischer Völker aufgeführt.

Für abends hat uns eine Couchsurferin, die wir anschrieben, netterweise eingeladen mit ihr und ihren Freunden am Lagerfeuer ins neue Jahr zu feiern. In internationaler Runde sitzen wir so – etwas ruhiger, als wir sonst gerne Silvester feiern 😉 – im Flammenschein zusammen und grillen im offenen Feuer Marshmallows. Unseren mitgebrachten Beitrag an Getränken müssen wir allerdings größtenteils selbst vernichten ;-D Auch das Silvesterfeuerwerk fällt inselweit sehr gediegen aus – kein Vergleich zum letztjährigem Spektakel in Sydney – und knapp eine halbe Stunde später ist die Party dann auch schon zu Ende. Wir müssen dazu sagen, dass Silvester vom Großteil der Tonganer traditionell mit einem gut dreistündigen Kirchgang begangen wird – gefolgt von anschließenden Gottesdiensten im Kreise der Familie. Im Vergleich dazu feierten wir also durchaus eine wilde Party 😉

Überhaupt sind die Tonganer sehr religiös. Wie schon auf Vanuatu ist der Sonntag auch auf Tonga Kirchentag. Hier geht die Ehrung des christlichen Ruhetages aber noch einen Schritt weiter: per Gesetz sind sonntags neben dem Genuss von Alkohol auch alle körperlich anstrengenden Aktivitäten verboten – selbst Sport wie schwimmen oder joggen darf nicht getrieben werden. (Ausnahme sind die Resort-Inseln für Touristen) Nach dem sonntäglichen Kirchgang versammelt sich meist die ganze Großfamilie zum sonntäglichen Festessen. Wir durften zweimal von solch einem Feast kosten und es war beide Male sehr lecker. Anschließend wird für den Rest des Tages geruht…nicht, dass die Tonganer die restlichen Tage gehetzt durch die Gegend flitzen: zwar ist Tonga durch seine Lage direkt an der Datumsgrenze das erste Land, in dem jeden Tag die Sonne aufgeht. Hektik gibt es in dem Land, in dem die Zeit beginnt, deshalb aber keine. Ganz im Gegenteil: manchmal scheint es uns eher, als ob Zeit in dem kleinen Königreich ein sehr dehnbarer Begriff ist… 😉

In den nächsten Tagen erkunden wir die kleine Hauptstadt, unternehmen eine Radtour über die Insel, decken uns auf dem Markt mit Gemüse und fangfrischem Fisch ein und kochen mal wieder selbst. Wenn man das nicht ständig tut, macht das richtig Spaß 🙂 Die Abende verbringen wir mit anderen Reisenden in unserem Hostel. Vor allem, wenn die Gruppe junger Fidschianer ihre Gitarren zückt und die Kavaschalen reihum gehen lässt, werden die Nächte lang und lustig. Die jungen Männer sind als Schiedsrichter eines Rugby-Turniers auf Tonga (und das erste Mal außer Landes) und bereits nach 2 Wochen schwer Heimweh geplagt – was sie in beneidenswert melodischen Klängen wiedergeben können.

So vergehen die Tage auf Tongatapu auch ohne lümmeln am Traumstrand wie im Flug. Schon steht uns die zwölfstündige Fährfahrt zur Inselgruppe Ha’apai bevor. Unseren Fähr-Erfahrungen auf Vanuatu sei Dank sind wir ja schon abgehärtet. Deshalb versetzt es uns auch nicht allzu sehr in Aufregung, dass erst 2 Tage vor unserer Abfahrt ein schwerer Zyklon knapp an der Hauptinsel vorbei zwischen Tongatapu und Ha’apai vorbeigezogen ist. Wir haben dann auch tatsächlich keine Probleme mit der Seekrankheit. Einigen unserer (einheimischen) Mitreisenden auf der offenen Liegefläche auf dem Oberdeck macht der hohe Seegang aber doch hör- und vor allem riechbar… – schwer zu Schaffen. Das ist auch kein Schande: immerhin rollt das Schiff so stark von einer Seite zur anderen, dass wir uns nur mit beiden Händen festgeklammert an Bord bewegen können. Unter diesen Umständen sind wir ziemlich froh, dass uns der zuständige Schiffs-Stewart für ein kleines „Trinkgeld“ in den 1. Klasse-Kabinen tief im Schiffsrumpf weiterschlafen lässt, in die wir uns still und heimlich verkrochen haben… In den Stockbetten hier rollen wir wenigstens nur von einer Bettseite zur anderen. Nur gegen das ohrenbetäubende Krachen der meterhohen Wellen gegen die Schiffswand hilft auch das nicht… Da müssen mal wieder unsere Ohropax ran 🙂

Für die strapaziöse Überfahrt werden wir tags darauf mehr als entschädigt: auf der Inselgruppe Ha’apai erwartet uns das Südsee-Paradies aus dem Bilderbuch…

Port Vila – ein Dorf spielt Hauptstadt

Port Vila – ein Dorf spielt Hauptstadt

Nach 3 Tagen süßem Nichts-Tun auf Waya Island in Fiji kribbelt es uns wieder unter den Füßen. Wir können es kaum erwarten in den Flieger zu steigen, der uns nach Vanuatu bringen soll.

Äm, wohin?!? Vanuatu?? …nie gehört! Da das meist die Reaktion ist, wenn wir von dieser Destination erzählen, hier ein kurzer Einschub:

Der melanesische Inselstaat liegt zwischen Fiji und Neukaledonien im Pazifik. Er besteht aus 87 Inseln, von denen 67 bewohnt sind. Die insgesamt 247.000 ni-Van (so heißen die Bewohner Vanuatu’s) sprechen über 100 verschiedene Stammessprachen. Gelebte melanesiche Bräuche & Kulturen sollen hier zu finden sein. Klingt interessant? Fanden wir auch! Also weiter:

3 Stunden nach Abflug in Nadi kommen wir in der vanuatischen Hauptstadt Port Vila an. Und obwohl nur 3.000 Kilometer Wasser zwischen den beiden kleinen Inselstaaten liegen, fühlen wir uns wie in einer anderen Welt. Nach der quirligen Betriebsamkeit in Nadi kommt uns Vanuatu ’s Hauptstadt bei unserer Ankunft vor wie im Dornröschenschlaf. Auf den holprigen Straßen fahren kaum Autos. Nur ein paar klapprige Minivans, die hier als Busse dienen, halten Ausschau nach Fahrgästen. Unser erster Erkundungstag fällt allerdings auch auf einen Sonntag – und das bedeutet hier: Ruhetag! Alle Geschäfte sind geschlossen und selbst die große Markthalle ist menschenleer. Das öffentliche Leben steht sonntags still. Die Kirche spielt in Vanuatu wie in den meisten Ländern des Südpazifiks eine große Rolle. Die Menschen sind fast ausnahmslos Christen und sehr religiös. Dabei sind es weniger die in Deutschland vorherrschende römisch-katholische und evangelische Kirche, sondern anglikanische und evangelistische Unterkirchen wie die 7-Tage-Adventisten, die Mormonen, etc… denen die Menschen angehören. Die europäische Missionare, die die Menschen im Pazifikraum zum Christentum bekehrten, haben ganze Arbeit geleistet: Sonntags besuchen die Menschen die Messe und ruhen anschließend für den Rest des Tages. Mit der Missionierung einhergehend sind in den letzten +- 300 Jahren so aber leider auch viele jahrhundertealten Traditionen und Gebräuche ausgemerzt worden.

Dass Port Vila aber auch hektisch und laut kann, erleben wir am nächsten Tag, als ein Kreuzfahrtschiff in der Bucht liegt und sich die lokalen Anbieter um die 2.000 spendierfreudigen Gäste reißen. Da wir schon tags zuvor gefühlt alles Sehenswerte in der hügeligen kleinen Stadt gesehen haben, brechen wir direkt wieder auf. Uns zieht es auf andere, ursprünglichere Inseln des kleinen Landes. Zwar leben auf der Hauptinsel Efate, auf der Port Vila liegt, knapp 90 % der Bevölkerung Vanuatu’s, dennoch -oder gerade deshalb- gibt es hier heute noch die wenigsten Traditionen.

espiritu_abwesenheitsnotizAls erstes wollen wir die Insel Espiritu Santo besuchen. Neben exzellenten Möglichkeiten zum Schnorcheln und Tauchen hoffen wir hier auch noch auf das ursprüngliche Leben der Ni-Van zu treffen. So wie Günay & Werner, die im dichten Dschungel Espiritu Santo’s spannende Begegnungen wie diese mit den Bewohnern des Dorfes Marakei machen durften. Aber erst einmal müssen wir dorthin kommen… Es ist Mitte Dezember und viele ni-Van reisen über die Weihnachtsfeiertage zu ihren Familien auf die entlegenen Inseln. Offizielle Fahrpläne der verschiedenen Fähren gibt es nicht (ein Umstand, der uns das Reisen auf Vanuatu noch verkomplizieren sollte), auf der facebook-Seite einer Fährgesellschaft finden wir aber eine Notiz, dass noch heute eine Fähre nach Espiritu Santo ablegen soll. Also ab ins Fährbüro. Hier herrscht schon Hochbetrieb. Bis wir an der Reihe sind, ist die Fähre ausgebucht. Eine halbe Stunde später stehen wir daher im Büro von Air Vanuatu. Zwar kostet der Flug mehr als das Doppelte der 23-stündigen Fährfahrt, dafür können wir eine Stunde später schon am Flughafen in die kleine Propellermaschine steigen, die uns auf Espiritu Santo bringt. Was wir hier und auf der kleinen Insel Malekula erleben, erzählen wir Euch bald noch in eigenen Berichten…

PORT VILA – die Zweite

Um erneute Aufenthalte in Port Vila kommen wir dennoch nicht drumrum. Die Hauptstadt ist transporttechnisch der absolute Dreh- und Angelpunkt Vanuatu’s. Einheimische Produkte wie Kaffee, Kobra oder Kava werden auf den Inseln angebaut und zur weiteren Verarbeitung auf die Hauptinsel geschippert. Waren wie handgeflochtene Bastmatten, Fleisch und Fisch werden mit Fähren nach Efate transportiert, um sie in Port Vila auf dem Markt verkaufen zu lassen. Familien, die auf den Inseln große Gärten bewirtschaften, senden ihren Familienmitgliedern auf der Hauptinsel frisches Obst und Gemüse. Denn vor allem auf Efate hat ein großer Zyklon im Mai des vergangenes Jahres große Schäden angerichtet und fast alle Plantagen zerstört – seitdem sind die dortigen Lebensmittelpreise sprunghaft in die Höhe geschnellt. Für viele ist Gemüse seitdem unbezahlbar. Im Gegenzug transportieren die Bewohner der Hauptstadt zu ihren Familien auf dem Land Gebrauchsgegenstände aus dem Supermarkt – Möbelstücke, Kleidung, Kühlschränke, etc. – all das gibt es außerhalb Efate’s nirgendwo zu kaufen. Die kleinen Kioske, die auf den Inseln als Tante Emma Läden dienen, führen nur ein sehr begrenztes Sortiment aus Dosenfleisch, Reis, Fertigprodukten und wenigen Kosmetikartikel. Die Fähren sind die einzigen Lebensadern für die Bewohner der umliegenden Inseln. Kein Wunder also, dass an den Bootsanlegern stets ein reges Gedränge herrscht und die unregelmäßigen Fähren immer mit großem Andrang erwartet werden.

Auch wir landen nach 18-stündiger Fährfahrt von Malekula aus 2 Tage vor Weihnachten wieder auf Efate. Eigentlich wollen wir von hier mit dem Schiff weiter nach Tanna Island im Süden. Eine Fähre fährt entgegen vorheriger Info aber erst wieder nach Weihnachten. Wie wir herausfinden, legt ein Frachtschiff am nächsten Tag ab – die Fahrt mit diesem würde ganze 3 Tage dauern! Weihnachten auf dem Frachter? Würden wir uns ja sogar noch überlegen – aber nachdem wir schon die Nacht auf der Fähre von Malekula größtenteils nur im Liegen überstanden und das Meer südlich offener und jetzt während der Regenzeit noch rauer ist, entscheiden wir uns doch gegen diese Option! Auf Efate wollen wir aber auch nicht bleiben: Das Preis-Leistungs-Verhältnis der für uns in Frage kommenden Hotels ist gelinde ausgedrückt mager. Und viel Geld für Weihnachten in einem überteuerten Resort möchten wir auch nicht ausgeben. Also investieren wir lieber nochmals in einen Flug und fliegen noch am selben Tag nach Tanna Island. Eine gute Entscheidung! Denn hier sollten wir nicht nur wunderbare Menschen kennenlernen, sondern auch eines der bisherigen Höhepunkte unserer Reise erleben…! Auch dieses hat seinen eigenen Artikel verdient – coming soon!

PORT VILA – Kurzurlaub in der Komfortzone

Aller guten Dinge sind 3…und so landen wir nach 6 wundervollen Tagen auf Tanna Island immer noch komplett mit Asche bedeckt ein weiteres Mal in Port Vila! Wir machen das Beste draus und nutzen die Annehmlichkeiten der Stadt, die in den letzten 2 Wochen rar waren. Während wir uns also unter einer heißen Dusche auch die hartnäckigsten Asche-Rückstände in mehreren Waschgängen von Haut & Haaren spülen, lassen wir auch unsere Kleider von den Spuren des Vulkans reinigen. Außerdem schlafen wir mal wieder in einem richtigen Bett – wir fühlen uns wie im Urlaub 🙂

Bevor wir uns tags darauf auf den Weg zum Flughafen machen, unternehmen wir noch einen Abstecher auf eine letzte kleine Insel: Hideaway Island liegt nur wenige Meter vor Efate in der Bucht von Port Villa. Per kleinem Fährboot kommt man alle paar Minuten auch trockenen Fußes auf die Insel – wir schwimmen jedoch lieber die wenigen Meter durch die Meerenge und sparen uns die 5 € Gebühr für ein letztes kühles Bier auf Vanuatu! 🙂 Hideaway selbst ist eine kleine Resortinsel – so klein, dass man locker in 5 Minuten einmal drumrum spazieren kann. Um die Insel herum verläuft ein überraschend intaktes Riff mit wunderschönen farbigen Korallen und vielen farbenfrohen Rifffischen! Und noch eine weitere Attraktion hat der Meeresboden vor der kleinen Insel zu bieten: hier steht das einzige Unterwasser-Postamt der Welt! Klar, dass wir hier noch schnell eine Postkarte einwerfen müssen, bevor wir das Land verlassen (zu unserer Überraschung kam die Postkarte zwischenzeitlich auch tatsächlich an 😀 ).

Gegen Abend sagen wir Port Vila dann endgültig Adieu und fahren zum Flughafen. Von hier geht es zuerst für eine Nacht zurück nach Fidschi. Und von hier? Weiter in die weite Welt…

An dieser Stelle ein Spartipp zum Schluss:

Wenn sich eine Nacht Zwischenaufenthalt am Flughafen von Nadi nicht vermeiden lässt, Du für eine kurze Nacht aber kein teures Hotelzimmer buchen oder aus der Stadt rausfahren möchtest: Gegenüber dem Flughafen ist das 4*-Hotel Raffles. Hier ist es gar kein Problem, auch ohne Hotelzimmer eine Nacht zu überbrücken, die Hotel-Angestellten sind äußerst freundlich. Und wir hatten schon so manch unbequemeres Bett als die gepolsterten Pool-Liegen!

PS: Nur in der Regenzeit ist bei allzu tiefem Schlaf Vorsicht geboten… 😉

Waya Island – Urlaub in der Südsee

Waya Island – Urlaub in der Südsee

Zum Abschluss unserer Zeit auf Fiji gönnen wir uns 3 Tage entscheidungsfrei und buchen den typischen Strandurlaub in der Südsee. Wir suchen uns dafür eine der postkartenperfekten Inseln aus, für die die Inselgruppe der Yasawas bekannt ist. Waya Island. Um dorthin zu gelangen, nehmen wir mal wieder eine Fähre. Im Gegensatz zu den Fährfahrten auf die Inseln, die wir zuvor besuchten, kommt uns die zweistündige Fahrt bedeutend teurer. Was allein an der Tatsache liegt, dass damit ausschließlich Touristen befördert werden und der Anbieter Awesome Adventures ein Monopol auf diese Route hat. Da wir uns nicht vorstellen können, dass die auf den Inseln lebenden Einheimischen die hohen Preise dieser Fähre bezahlen können, erkundigen wir uns im Vorfeld nach einer lokalen Fähre. Nach einigen widersprüchlichen Informationen finden wir zwar heraus, dass es eine solche wohl gibt, allerdings sei es für Ausländer verboten, mit dieser zu fahren. Nach langem Überlegen buchen wir deshalb doch Tickets für die Touristenfähre. Wir wollen nicht riskieren, nachher am Fähranleger zu stehen, der lokalen Fähre hinterher zu winken und unsere Hotelbuchung verfallen lassen zu müssen.

Neben Fährfahrten bietet Awesome Adventures auch komplette Rundum-Pakete zum Inselhopping an. Diese werden vor allem von Backpackern gern genutzt, die in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Inseln besuchen wollen. Wenn man sich die Pakete aber mal etwas genauer anschaut und sich vor Ort informiert, findet man sehr schnell heraus, dass diese weit überteuert sind und man mit etwas eigener Organisation durchaus günstiger weg kommt. Auch über die Qualität der Touren haben wir leider nicht viel Gutes gehört.

Unsere eigene Erfahrung mit dem Unternehmen ist auch nicht sehr positiv. Beim Check-In wird uns gesagt, dass der Mitarbeiterin bei unserer Buchung ein Fehler unterlief und wir nachzahlen müssen. Wir diskutieren fast eine halbe Stunde und erst nachdem wir auch nach der Androhung, dass wir nicht aufs Schiff dürfen, nicht bereit sind die Differenz zu bezahlen, lenken sie schließlich ein. Die Gepäckabwicklung auf den Booten ist zwar gut organisiert, allerdings wird mit dem Taschen alles andere als sorgfältig umgegangen.

Davon abgesehen ist die Fahrt vorbei an den Inseln der Inselgruppe Mamanucas einfach wunderschön. Wie über das Meer gestreute weiss-grüne Farbkleckse liegen die winzigen Postkarten-Inseln im blauen Ozean. Überhaupt: So blaues Meer wie auf unseren Fährfahrten auf Fiji haben wir noch nirgends gesehen! Selbst auf hoher See schimmert das Wasser in einem wunderschönen Hellblau. Die Mamamucas sind es auch, wo Filme wie „Castaway“ und „Survivor“ (die englische Version des „Dschungelcamps“) gedreht wurden.

Nach ca. 1 1/2 Stunden erreichen wir die großen Schwestern der Mamanucas. Die Yasawas sind bergiger und größer als die Mamanucas, stehen ihnen in der Schönheit ihrer Strände aber in nichts nach. Auf einer Insel tanzt ein Krieger auf dem Felsen einen traditionellen Kriegstanz, als die Fähre daran vorbei fährt. Touristisch? Auf jeden Fall! Irgendwie aber trotzdem schön – es passt hierher.

Und dann kommen wir auf Waya Island an und alles ist wieder gut 🙂 Nach ziemlich genau 600 Tagen auf Reisen haben wir uns zum ersten Mal ein richtiges Hotel gebucht – so mit Frühstücksbuffet, Blumendekorationen, Aktivitäten und so… Damit haben wir uns ein bisschen verwöhnt und noch ein tolles Weihnachtsgeschenk aus dem Jahr zuvor eingelöst:

HERZLICHEN DANK, WERNER!

Schon am Strand begrüßen uns die exotischen Klänge der Ukulelen und kaum graben wir unsere Zehen in den Sand des Restaurants, stehen auch schon leckere Begrüßungscocktails vor uns. Hach, daran könnten wir uns doch glatt gewöhnen… Aber zuerst mal inspizieren wir das wichtigste: den Strand! Dieser lässt keine Wünsche offen. Als hufeisenförmige Bucht verläuft er goldgelb um die gesamte Inselseite. Direkt vor dem Strand liegt ein großes Hausriff – perfekt zum Schnorcheln!

Auch das Octopus Resort gefällt uns wirklich gut. Alles ist sehr sauber und gepflegt. Spätestens nach der abendlichen Begrüßungszeremonie mit Kava haben wir komplett auf Inselmodus umgeschalten. Die weiteren 3 Tage geben wir uns dem vollkommenen Müßiggang hin: wir faulenzen in der Hängematte, schauen auf das türkisblaue Meer, lesen im Reiseführer über unsere nächste Destination Vanuatu und stecken mit Maske & Schnorchel ausgerüstet unsere Köpfe ins kristallklare Wasser. Unterwasser bietet sich ein prächtiges Farbenspiel aus herrlich intakten Korallen und tropischen Rifffischen. Obwohl es Regenzeit ist, erleben wir wie schon auf unserer gesamten Zeit auf Fiji nur selten kurze Schauer – die sich außerdem meist nachts ergießen. Dafür sei El Nido wohl Dank.

Trotz umfangreichem Angebot an Hotelaktivitäten ist es uns vollkommen genug, morgens die wenigen Schritte zu unserer Lieblings-Palmendachhütte zu gehen und uns darunter gemütlich für den Strandtag einzurichten. Unsere Aktivitäten beschränken sich auf einen Kochkurs und das wöchentliche Krabbenrennen. Unsere Krabbe legt ganz gut vor, die Flasche Champagner für den 1. Platz gewinnen wir aber leider nicht. Schon am ersten Abend lernen wir Julia & Eirik aus Norwegen und Mareike aus Deutschland kennen und zu viert verbringen wir die weiteren Abende bei guten Gesprächen und dem ein oder anderen Bier in der Strandbar. Unterbrochen wird unser süßes Insel-Nichtstun nur vom dreimal täglichen Gang zum Restaurant. Zum ersten Mal seit Start unserer Reise wartet morgens ein reichhaltiges Frühstücksbuffet auf uns. Beim Mittagessen haben wir die Qual der Wahl aus vielen Gerichten. Abends verwöhnt uns die Küche zusätzlich zum 3. gängigen à la carte Dinner noch mit extra Leckereien.

An unserem letzten Abend findet ein kultureller Abend im Hotel statt. Es werden typische fijianische Gerichte serviert, lauthals fijianische Volkslieder vorgetragen (und boy, können die Fijianer singen) und traditionelle Tänze aufgeführt. Natürlich kommen wir auch hier nicht um die obligatorische Kokosschale Kava herum.

Die 4 Tage sind ein gelungener Abschluss für unsere Zeit auf den Trauminseln der Südsee!

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