Backpacking Australien

Letzte Tage in Australien – Psst: Geheimtipp

Letzte Tage in Australien – Psst: Geheimtipp

Nach dem Verkauf unseres Jeeps und den ersten Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmittel war uns recht schnell klar: ohne eigenes Auto wollen wir nicht mehr weiter durch Australien reisen. Nur eines stand noch auf unserer Liste. Bevor wir Australien den Rücken kehren, wollten wir nochmal ans Great Barrier Riff. Diesmal nicht ans äußere Riff, sondern auf eine der Koralleninseln. Davon gibt es auf fast 2.000 Kilometern Riff-Länge richtig viele. Manche nur per privatem Boot zugänglich, andere mit teuren Resorts verbaut, wieder andere mit einfachen Campingplätzen in Nationalparks erschlossen. Und dann gibt es noch ein paar, die wundersamerweise fast ausschließlich die Einheimischen besuchen.

So wie Keppel Island. Die kleine Insel liegt gerade einmal 30 Minuten Fährfahrt vor Rockhampton. Sie wurde uns von unserem Farmer Andrew empfohlen und ist noch ein echter Geheimtipp.

Einst lockte ein luxuriöses Resort ausschließlich gut betuchte Australier auf die kleine Insel. Seit einigen Jahren steht dieses aber leer und verfällt zunehmend. Pläne, die Insel zu einer Backpacker-Oase zu machen scheiterten ebenso wie die geplante Neueröffnung einer luxuriösen Hotelanlage. Und so gibt es heute nur eine Handvoll kleiner Unterkünfte, die sich auf einem Zipfel der weitläufigen Insel konzentrieren. Dazwischen: bewaldete Hügel, von Palmen eingesäumte Wanderwege und drumherum gleich 17 Sandstrände – einer weißer als der andere.

Da es auf der Insel nur einen kleinen Souvenirshop mit wenigen Lebensmitteln und Getränken gibt und eine nur freitags geöffnete Pizzeria, haben wir alles, was wir für ein langes Inselwochenende brauchen, vom Festland mitgebracht. Insklusive 20 Liter Wasser, Nudeln, Wein und Gaskocher. Da kommen einige Kilo zusammen. Bei herrlichen 35 Grad und praller Dezembersonne verspüren wir daher keinen Drang erstmal über die gesamte Länge der Insel zu laufen, wie wir es sonst ja gerne tun. Deshalb laufen wir auf einem schönen überwucherten Wanderweg über Stock und Stein in einer Stunde zum Monkey Beach. Der lange weisse Sandstrand knirscht beim Gehen unter den Füße. Wir suchen uns einen Platz unter den knorrigen Bäumen die den breiten Strand säumen, bauen uns ein Sonnensegel und hüpfen erstmal ins Wasser.

Den Rest des Tages verbringen wir mit herrlichem Strandleben: schwimmen, schnorcheln, lesen, in den strahlen blauen Himmel schauen – und dasselbe wieder von vorn. Als auch die letzten Tagestouristen den Strand verlassen haben, bauen wir unser Zelt auf, schauen in den funkelnden Sternenhimmel und lassen die letzten Monate in Australien Revue passieren. Ein bisschen fühlen wir uns wie Robinson Crusoe. Der nächste Tag ist mehr oder weniger eine Wiederholung der ersten. Wir lesen, schwimmen, schnorcheln und erkunden den Long Beach. Auch der ist schneeweiss und quietscht zwischen den Zehen. Abends sitzen wir mit Erika aus Schweden und James aus England am Lagerfeuer und erzählen uns Reisegeschichten.

Bevor wir am späten Sonntagnachnittag wieder die Fähre zurück aufs Festland nehmen, schnorcheln wir zum Abschluss noch am Shelving Beach. Hier tummeln sich viele farbenfrohe Riff-Fische und wir sehen mit Abstand die schönsten Korallen des Wochenendes. Sogar eine große Schildkröte, einen blaugepunkteten gelben Stachelrochen und einen Leopardenhai entdecken wir am sandigen Meeresboden.

Nach dieser Einstimmung auf unsere nächste Destination Südsee heißt es am nächsten Morgen noch einmal früh aus den Federn. Da wir die kurze Nacht im Park campen, ist das Aufstehen um 4.30 Uhr halb so wild 😀 Über das Mitfahrportal coseats.com haben wir einen Lift (=Mitfahrgelegenheit) nach Brisbane gefunden. In seinem großen LKW bringt uns Brandon für einen Bruchteil dessen, was uns Bus-.Zug- oder Flugtickets gekostet hätte, in die Hauptstadt Queensland. Gute Laune und Musik in der Fahrerkabine inklusive 😀

Da wir in Brisbane schon zu Beginn unserer Reise durch Australien einen dreitägigen Aufenthalt eingelegt hatten, steht dieses Mal kein Sightseeing auf dem Programm. Stattdessen wollen wir mal wieder einiges an Ausrüstung ersetzen. Da Brisbane die Stadt mit dem teuersten öffentlichen Transportsystem Australiens ist und wir hauptsächlich in Shoppingcentern außerhalb unterwegs sein werden, überlegen wir uns eine kreative Idee, um Geld zu sparen: wir mieten uns für 2 Tage einen Kleinwagen! Das ist günstiger als 1 Übernachtung im Hostel, mobil sind wir damit auch – und im Auto schlafen wir – wie in den Monaten mit Lion King erprobt – ja eh ganz ausgezeichnet 🙂

Am 25. November morgens um 10.00 Uhr ist es dann schließlich soweit: nach mehr als spannenden 11 Monaten verlassen wir den roten Kontinent wieder. Der Abschied fällt uns nicht ganz leicht – so vieles haben wir downunder erlebt, so viele wunderbare Menschen kennengelernt, zum ersten Mal live Kängurus, Koalabären und viele andere exotische Tiere gesehen, dutzende Male hat uns die Natur die Münder vor Staunen offen stehen lassen und so viele einmalige Erinnerungen haben wir entlang der insgesamt 40.000 Kilomter Roadtrip rund um Australien gesammelt.

Aber irgendwie spüren wir, dass es nun Zeit ist für neue Abenteuer. Aus dem Flieger werfen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge einen letzten Blick auf das Great Barrier Reef. Danke, Australien! Wir hatten eine geile Zeit!!

Liebe Katze… – ein Brief vom Jeep ans Moped

Liebe Katze… – ein Brief vom Jeep ans Moped

Liebe Katze,

obwohl wir uns nie persönlich vor die Räder gefahren sind, glaube ich, dass Du mich derzeit am besten verstehst. Ich bin nämlich in genau derselben Situation wie Du vor einem Jahr. Sie haben mich ausgesetzt!

KatzenabenteuerZugegeben, anfangs warst Du mir sehr unsympathisch. Hörte ich doch ständig von Uli: „Ob der Lion King wohl so gut ist wie unsere Katze? Ich hab da so meine Zweifel…“ Und das alles nur, weil ich aus purer Fahrfreude hin und wieder ein Kupplungs-Quietschen von mir gab. Ach, und ein bisschen Öl verlor. Ich meine, ich bin ja auch schon etwas in die Jahre gekommen, da wird man doch mal etwas inkontinent sein dürfen. Ist ja auch nicht so, dass das bei den älteren australischen Autos eine Seltenheit wäre. Und andauernd schwärmten die beiden von ihrem ach-so-einmaligen Roadtrip mit ihrem ach-so-tollen Moped Katze durch Thailand, Laos und Kambodscha. Du gingst mir vielleicht auf die Nerven…

Sonnenuntergang - nur wir und die Katze in THailand

Als ich es nicht mehr ausgehalten hab, ist mir der Kragen geplatzt und ich hab mit Zündkerzen geschossen. Ha, geradewegs rauskatapultiert hab ich sie, in voller Fahrt. Da hat Uli vielleicht gestaunt. Sowas hat er noch nie erlebt! Einen Sound hab ich dazu von mir gegeben, wie die größte Harley Davidson! Das war vielleicht ein Spaß 😀 Mit einem Löwen legt man sich eben besser nicht an.

In der Kimberleys WildernessEin paar Tage später hat Uli mir dann neue Zündkerzen eingebaut, sogar tolle deutsche von Bosch. Und gleich dazu hat er sich endlich mal ein bisschen um mich gekümmert; mir einen Ölwechsel und andere kleine Schönheitsanwendungen verpasst. Das tat vielleicht gut. Ich fühlte mich danach wie ein richtiger Schmusetiger. An diesem Tag haben wir uns ein bisschen näher angefreundet. Zum Dank hab ich mich im Anschluss mustergültig benommen. Ich bin ja schließlich kein Unmensch auf Räderni.

Uli und ich verbrachten jetzt regelmäßig Zeit zusammen. Wir Lion King auf den Haarnadelkurven in Tasmanienhatten sogar kleine Freundschaftsrituale. Wie z.B. dass morgendliche Aufklappen meiner Motorhaube, um nach dem Ölstand zu sehen, bevor es auf einen neuen langen Tag auf den Highway ging. Oder in die Wildnis. Durch die tiefsten Sanddünen und den dichtesten Dschungel hab ich die 2 gebracht. Kein Sand war mir zu weich, kein Fluss zu tief und kein Abhang zu steil.

Und wann immer Biene etwas Zeit zum Bericht schreiben für den Reiseblog der beiden brauchte, machten Uli & ich einen Männertag! Zu schrauben und zu basteln gab es immer was. Wie das Licht, dass er hinten in den Kofferraum gebaut hat, damit die beiden auch was sahen, wenn sie mal wieder im Dunkeln kochten.

Lion King in der Bay of Fire

Insgesamt haben wir über 40.000 Kilometer gemeinsam zurück gelegt. 40.000 Kilometer! (ha, damit habe ich Dich mit Eurem 4.000 Kilometer-Radtrip durch Laos, Kambodscha und Thailand locker abgehängt, Mieze). Einmal komplett rund um Australien, dazu kreuz und quer über und rund um Tasmanien und sogar ein Abstecher ins rote Zentrum Australien’s mitten durch die Wüste war noch drin! Das war vielleicht ein Spaß! Was wir unterwegs alles gesehen haben…unglaublich!

Ein toller ÜbernachtungsplatzTagsüber brachte ich die beiden von A nach B. Gegen Einbruch der Dämmerung ging es dann meist in den Busch an irgendein abgelegenes, landschaftlich schön gelegenes Fleckchen. In 2 Minuten das Gepäck anders verstaut, bot ich ihnen dann Nacht für Nacht ein zuverlässig warmes und bequemes Zuhause zum Schlafen. Ich gab ihnen die Flexibilität, überall anzuhalten wo sie wollten und so lange an einem Ort zu bleiben, wie es ihnen gefiel. Oder wenn nicht, eben auch sofort weiterzufahren. Gleichzeitig war ich ein unschlagbarer Weggefährte! Meinem starken Allradantrieb war kein Gelände zu unwegsam. Und trotzdem schauten wir dank meinem schicken Äußeren nicht schon von weitem wie ein typisches Backpacker-Trio aus. Das hat uns sicher in so mancher Stadt vor einem frühmorgendlichen Kontrollbesuch der Ranger bewahrt.

Dann im Oktober erkannte ich die ersten Anzeichen, dass irgendetwas im Busch ist. Auf einmal wurde ich gesaugt! Der komplette Innenraum wurde geputzt. Ich meine, wer wäre da nicht misstrauisch geworden? Da fuhren wir nun schon fast ein dreiviertel Jahr durch den tiefsten australischen Busch, mein einst blassgraues Fell ist schon monatelang von einem kräftigen Rotschimmer überdeckt – und jetzt auf einmal verbringt Biene 4 Stunden damit, mich auszusaugen und jeden noch so kleinen Krümel aus meinen Falten und Polstern herauszuholen?? Höchst verdächtig!

Und dann wurde ich auch noch poliert! POLIERT! Spätestens jetzt war mir klar, irgendwas geht hier vor sich. Und dann noch dieser mysteriöse Blitzbesuch mit geliehenen Reifen in der Werkstatt, um bestätigen zu lassen, dass ich fit bin. Natürlich bin ich das, ich bin ein starker Löwe!

...die letzte Nacht in unserem GoldstückUnd all dieser Besuch. Natürlich ist mir klar, dass die beiden stolz auf mich, ihr Glanzstück, sind, aber dass sie mich auf einmal all ihren neuen Freunden vorstellen und die mich interessiert von oben bis unten betrachten, ist mir doch neu.

Und dann dämmerte es mir: die beiden wollen mich los werden! Aber nicht mit mir, Herrschaften! In einem plötzlichen Anfall von Frust zog es mir die Stirnfalten zusammen. So sehr, dass aus dem kleinen Steinschlag, der seit einigen Wochen meine Windschutzscheibe zierte, ein ordentlicher Riss wurde! Ha! Da haben die beiden ganz schön blöd aus der Wäsche geguckt.

AbschiedsschmatzerAllerdings merkte ich bald, dass ich mir damit ins eigene Fleisch geschnitten hatte. Nun konnten die beiden mich gar nicht schnell genug los werden. Gerade einmal 2 Wochen nachdem sie mich im Internet ausgeschrieben hatten, gingen sie auf ein neues Angebot des ersten Interessenten ein. Sicherheitshalber. Inzwischen zog sich der Riss schon über die komplette halbe Seite der Scheibe.

Und weißt Du was? Die Füchse haben es doch tatsächlich geschafft, mich für mehr Geld wieder zu verkaufen, als sie für mich bezahlt haben! Genau so, wie sie es bei Dir auch geschafft haben! Unglaublich, nicht wahr?

Was mir aber doch ein wenig Befriedigung verschafft hat, war, dass es den beiden ganz und gar nicht leicht gefallen ist, meine Schlüssel an meinen neuen Besitzer zu übergeben. Sogar die Tränen musste sich Biene verdrücken. Kein Wunder, war ich den 2 doch fast ein Jahr lang nicht nur Transportmittel, sondern auch Zuhause!

Schlüsselübergabe

Aber letzten Endes half alles nichts. Mich über den Pazifik zu verschiffen, das wollten sie sich nicht leisten. Dafür wäre ich ihnen dann doch zu alt. Pah! Und mich wie vom Farmer angeboten in den Schuppen zu stellen, bis sie eines Tages wiederkommen, das wollten sie dann auch nicht. Sie wollen ja unbedingt unabhängig und ohne Ballast weiter um die Welt reisen.

Unser AmphibienfahrzeugHach Katze, die beiden fehlen mir jetzt schon! Wir hatten eine unvergessliche Zeit zusammen und unser Roadtrip rund um Australien war einfach einmalig! Wird das Gefühl des Verloren seins mit der Zeit besser? Wie geht es Dir jetzt in den Reisfeldern von Chiang Mai? Langweilst Du Dich auch so sehr ohne die 2 Abenteurer?

Für mich geht es ja jetzt bald wieder los. Mein neuer Besitzer ist auch wieder ein Backpacker. Hat mich samt der kompletten Ausrüstung, die die 2 anschafften, übernommen. Und dem soll ich nun die schönsten Ecken Australien’s zeigen. Kein Problem für mich. Ich kenn mich ja jetzt aus.

…Ich hoffe nur, der Neue malt mein Nummernschild nicht gelb an und hängt einen Wohnwagen an meine Anhängerkupplung! Er ist nämlich Holländer… 😀

Mach es gut, Katze!

Viele Grüße nach Thailand,
Dein Lion King

Roadtrip an der Upper Eastcoast – Cairns bis Emerald

Roadtrip an der Upper Eastcoast – Cairns bis Emerald

Für die 1.100 km Strecke von Cairns bis nach Emerald auf der Höhe von Rockhampton haben wir nur 4 Tage Zeit. Wir müssen uns daher etwas beeilen. Vieles gäbe es hier in Upper Queensland zu sehen. Einiges davon, wie die Whitsunday Islands, lassen wir dieses Mal aus. Es muss ja auch immer einen Grund geben, nochmal herzukommen…

Obwohl Brisbane die Hauptstadt von Queensland ist, ist Cairns die Stadt die den Beinamen Touristenhauptstadt des Nordens trägt. Der Grund ist natürlich das Great Barrier Riff, das hier leicht zugänglich nur 100 km vor der Küste liegt. Da wir schon tags zuvor von Port Douglas aus zum Riff gefahren sind, statten wir Cairns nur einen kurzen Besuch ab. Die Stadt mit Kolonialflair ist tropisch grün, im schönen Stadt-Park an der Promenade gibt es freies Wifi und weil Cairns keine Badestrände hat, kühlen wir uns in der künstlich angelegten Lagune ab. Sogar kostenlos. Auch das gibt´s im teuren Australien 😉 Nach der langen Reise von West nach Ost durch den dünn besiedelten Norden müssen wir auch mal wieder Teile unserer Ausrüstung ersetzen. Als erstes braucht Uli ein neues Paar neue FlipFlops. Die alten gingen wirklich nicht mehr:

Durchgelatscht!

Im Anschluss fahren wir wieder raus ins Grüne. Neben dem Tourismus ist die wichtigste Industrie der Region der Anbau von Zuckerrohr. Das ist gerade reif und so können wir zusehen, wie die mannshohen Stämme geerntet, gehäckselt und im Anschluss auf Schienen in die Mühlen transportiert werden. Die Spezialzüge sehen aus wie Spielzeugeisenbahnen und wenn sie voll beladen mit Zuckerrohr durch die saftig grüne Landschaft zu den Mühlen mit den weiss rauchenden Schornsteinen dampfen, kommen wir uns vor wie in einer idyllischen Szene aus dem Bilderbuch.

Unseren morgendlichen Strandspaziergang machen wir tags darauf am Mission Beach. Der 14 km lange Sandstrand ist von Palmen gesäumt und sieht aus wie die Vorlage aller Postkartenstrände! 🙂 Über einen Abstecher in der ebenfalls schönen Bingil Bay und einem Blick auf Hinchinbrook Island erreichen wir gegen Mittag Townsville. Wie in Cairns gibt es auch hier eine kostenlose Lagune, Wifi und sogar gratis heiße Duschen 🙂 An unserem Übernachtungsplatz haben wir an diesem Abend neben perfekter Rundumsicht auch noch vollen Empfang – wir schlafen auf einem Lookout direkt neben einem Mobilfunkturm. Nach den Wochen ohne Empfang im Nordwesten ein ungewohnter Luxus 🙂 So lässt es sich am nächsten Morgen gemütlich mit unseren süßenWallaby-Nachbarn Kaffee trinken, bevor es wieder auf die Straße geht.

Unser nächster Halt ist Bowen. Der kleine Ort mit 8 Stränden ist ein echter Geheimtipp für Schnorchler! Gerade einmal ein paar Schwimmzüge vom Ufer warten hier bunte Korallenriffe nur wenige Meter unter der Wasseroberfläche. Wir entscheiden uns für die Hufeisenbucht und bewundern schnorchelnd intakte Korallen und bunte Fische, bis uns vom kalten Wasser die Lippen blau werden. (ja, es ist August – hier der „kälteste“ Monat des australischen Winters).

Bei Mackay kehren wir der Küste den Rücken und biegen nach Westen ab. Nun geht es durch relativ unspektakuläres Farmland weiter. Spannend wird es nochmal am Sonntag morgen: Zufällig findet an diesem Wochenende in Middlemount die große jährliche Pferdeshow statt – da müssen wir natürlich einen Zwischenstopp einlegen und zuschauen!

Noch einmal 200 Kilometer weiter südwestlich erreichen wir schließlich Gindie. 5 Häuser, 1 Schule, 3 große Silos und ein Tennisplatz – das ist der ganze Ort. Hier sollen wir die nächsten Wochen -nein, Monate- verbringen…

Tauchen am Great Barrier Reef – ein Traum wird wahr.

Tauchen am Great Barrier Reef – ein Traum wird wahr.

Wir wachen bereits auf, bevor unser Wecker klingelt. Es ist noch dunkel an unserem Schlafplatz neben dem kleinen Bächlein, das durch den moosbewachsenen Wald in der Nähe von Port Douglas plätschert. Wie die meisten Touristen zieht auch uns eigentlich nur ein Grund in den kleinen Ferienort an der Ostküste: Das Great Barrier Reef (GBR)! Das größte zusammenhängende Riffsystem der Welt erstreckt sich über 2.700 km von Bundaberg bis hoch zur Spitze Cape York´s entlang der Ostküste Australien´s. Aufgrund seiner einzigartigen und vielfältigen marinen Pflanzen- und Tierwelt wurde es neben dem Titel als UNESCO Welterbe auch zu einem der 7 natürlichen Weltwundern erklärt. Jeder, der schon einmal Unterwasser-Bilder von hier gesehen hat, weiß wie besonders es hier unten aussieht: verschieden farbene Korallen, riesige Meeresfarne, Riffhaie, allerlei kurios geformte Fischarten und natürlich farbenprächtige Rifffische wie Nemo den Clownfisch lassen einen in eine andere Welt eintauchen.

Tolle Korallenfelder
Solche Bilder waren es auch, die schon vor vielen Jahren in uns den Wunsch weckten, das Great Barrier einmal mit eigenen Augen zu sehen. Vor allem um hier tauchen zu können, hat Biene letztes Jahr auf Pulau Weh ihr OWD-Tauchzertifikat abgelegt. Ein lang gehegter Traum sollte sich also heute für uns erfüllen.

Einer, für den wir ein tolles Geschenk eingelöst haben. Bootstouren zum Great Barrier Reef sind nämlich leider alles andere als günstig! Und von Port Douglas aus sind die Touren generell noch etwas teurer als von Cairns, wo der große Wettbewerb die Preise drückt. Dafür soll das Riff im nördlichen Bereich in besserem Zustand sein und die Natur durch hohe Umweltauflagen besser geschützt werden. Das ist uns einen Aufschlag wert. Also haben wir für unseren Trip zum Great Barrier Reef das super-duper-fette Ostergeschenk ausgepackt, das uns der Osterhase von Biene´s Verwandtschaft extra nach Australien gehoppelt hat!

Ostergrüße
DANKE, IHR LIEBEN!!!

Vorfreudig springen wir also an diesem Morgen aus dem Auto, klappen unseren Tisch zusammen, packen Handtücher, Sonnencreme, Kamera und Biene´s Tauchlizenz in unsere Drybag und fahren nach Port Douglas zur Marina. Wir spüren ein Kribbeln im Bauch. Biene googelt zur Auffrischung schnell nochmal die wichtigsten Tauchregeln…

Wir haben uns für unsere Bootstour für die Poseidon entschieden. Bei der Auswahl des Unternehmens und des Schiffes waren uns wichtig:

  • Wieviele Personen gehen auf das Boot?
  • Was wird angefahren? Inneres Riff, äußeres Riff oder eine Unterwasserstation?
  • Wieviele verschiedene Schnorchel-/Tauchplätze werden besucht?
  • Wieviel Zeit verbringen wir tatsächlich im Wasser?
  • Was ist im Preis inbegriffen? (Viele Anbieter erheben einen zusätzlichen „Treibstoffaufschlag“ oder berechnen die Riff-Schutzgebühr extra.)
  • Sind Getränke/Mahlzeiten an Bord inklusive?
    Wichtig für Taucher:
  • Welche Ausrüstung und wieviele Tauchgänge sind im Preis inbegriffen? Wieviele Taucher kommen auf einen Tauchleiter?
    Greift eine Tauchversicherung? (sollte die eigene AKV Tauchunfälle ausschließen)

Bei unserer Recherche im Vorfeld fanden wir recht schnell heraus, dass es von Port Douglas aus zwar unterschiedliche Boote gibt, die aber (außer einem Segelschiff) alle zur selben Unternehmensgruppe gehören und ähnliche Preise haben. Wir haben uns daher für das kleinste Schiff der Flotte (max. Personenzahl: 40) entschieden, das die Ribbon Reefs (=das äußere Riff, hier ist die Sichtweite besser und das marine Gewusel spannender) anfährt.

Nachdem es die letzten Tage schönstes Wetter war und der Wetterbericht auch für die kommenden Tage wieder Sonnenschein ankündigt, ist es heute leider ziemlich bewölkt und windig… Dementsprechend hoch ist auch der Wellengang. Leider keine idealen Schnorchel- und Tauchbedingungen. Bei gutem Wetter herrscht eine Sichtweite von bis zu 60 Metern durch den kristallklaren Ozean und das Leben unter Wasser bietet ein farbenfrohes Arrangement wunderschöner Farben.
Um 8 Uhr geht das Boarding los. Kurz danach werden die Leinen der Poseidon losgemacht und der windschnittige Katamaran legt ab. Die Fahrt zum Agincourt Reef, das zum äußeren Riff gehört, dauert eineinhalb Stunden. Der Captain begrüßt alle Passagiere an Bord, es wird Kaffee, Tee und Sandwiches zum Frühstück gereicht. Für die Taucher beginnt direkt die Einweisung, das Ausfüllen der Gesundheitsbögen und das Briefing zum ersten Tauchspot. Dann wird die Ausrüstung zugeteilt und angepasst und nochmal alles kontrolliert. Die Schnorchler sitzen währenddessen separat im Innern des Bootes oder oben auf dem Deck bei der hier stattfindenden Präsentation zum Great Barrier Reef. Deshalb sind sie auch die Ersten, die den auftauchenden Buckelwal mit Kalb neben dem Boot entdecken. Heute hat Mama Wal leider keine Lust zu spielen und schwimmt nach wenigen Minuten und einige Male Schwanzflossen klatschen mit ihrem Kalb davon.

Und dann sind wir auch schon am ersten Tauch-/Schnorchelplatz: die 3 Schwestern heißen die prominent vom Meeresgrund aufragenden Felsentürme, die dicht mit mehrfarbigen Korallen bewachsen sind. Der Ozean hat hier nur eine ungefähre Tiefe von 15 Metern. So kann Uli trotz wolkenverhangenem Himmel und Wellengang auch beim schnorcheln gut die wunderschönen bunten Korallen am Meeresgrund und die unzähligen Schwärme von Papageien-, Süßlippen- und Triggerfischen, Moorish Idols und all die anderen farbenprächtigen Rifffische sehen. Beim Tauchen macht Biene eine besondere Entdeckung – nachdem wir in Whyalla den Riesenkraken bei ihrem Paarungsschauspiel zuschauen durften, sieht sie hier in versteckten Felsenlöchern ihre abgelegten Eier.

Quietschgelber Trompetenfisch

Nach 45 Minuten im Wasser geht es direkt weiter. Es ist gerade genug Zeit um uns kurz begeistert darüber auszutauschen, was wir alles entdeckt haben, dann sind wir schon am 2. Spot: The Point, ein Tauchspot am Agincourt Riff. Auch hier sehen wir trotz durchschnittlicher Sichtweise von nur ca. 10 Metern viele tolle Rifffische, Trompetenfische, farbenfrohe Korallen und eine ganze Großfamilie an Clownfischen. Sogar die Jäger der Ozeane zeigen sich: 2 Riffhaie schwimmen elegant in nur wenigen Metern Abstand zu uns über den Meeresboden. Beim Schnorcheln wird Uli deutlich, dass wir uns hier anders als in Asien (wo wir meist unser eigenes Boot hatten) auf einer Standard-Tour befinden und viele der Teilnehmer das erste Mal im freien Ozean schwimmen: obwohl er nicht am geführten Schnorchelgang teilnimmt, wird er energisch zurückgepfiffen, als er sich beim schnorcheln etwas weiter von der großen Gruppe mit Schwimmhilfen entfernt… Sicherheit geht vor 😀

Im Anschluss an diese 45 Minuten gibt es Mittagessen. Hungrig machen wir uns über das Buffet mit Shrimps und tropischen Salaten her. Und dann geht es auch schon wieder zurück ins Wasser: ein großer Unterwasserfels namens The Castle ist unser dritter und letzter Spot des Tages (die angefahrenen Plätze variieren von Tour zu Tour und werden erst am Morgen entsprechend dem Wetter und der Tide vom Kapitän ausgesucht). Hier erleben wir ein Highlight des Tages: beide sehen wir einen über 2.50 Meter großen Matabar Grouper! Um Biene schwimmt dieser Riesenfisch neugierig ganz nah herum, als die Taucher am Meeresboden ankommen. Wooow! Daneben zeigen sich beim Tauchen Riesenmuscheln, ein Tintenfisch, wieder viele Fische (Neeeemos) und verschiedene Mikrolebewesen. Die Korallen hier sind leider aber doch auch in Mitleidenschaft gezogen und viele liegen abgebrochen auf dem sandigen Grund. Ein trauriger Anblick.

Zurück auf dem Schiff schälen wir uns aus unseren Anzügen. Obwohl die Quallen-Saison (Oktober-März) noch nicht begonnen hat, trägt Uli wie von den Besatzungsmitgliedern des Schiffes empfohlen, auch zum Schnorcheln einen leichten Lycra-Anzug. Besonders vor und nach Vollmond treten hier ganzjährig häufig Quallen auf. Und lieber aussehen wie ein Ganzkörperkondom als einen schmerzhaften Stich riskieren 😉 Jetzt wird Nachmittagskaffee gereicht. Die Taucher müssen sich beeilen, um nach dem Verstauen ihrer Ausrüstung noch eine heiße Tasse Kaffee/Tee zum Aufwärmen zu ergattern, bevor er wieder abgeräumt wird. Das Wasser hat mit 22 Grad Celsius Wassertemperatur im August und damit im australischen Winter gerade seine Tiefsttemperatur.

Und dann wird es wellig! Das Wetter hat sich im Laufe des Nachmittags leider weiter verschlechtert und so wird nichts daraus, auf der Rückfahrt auf dem Deck in der Sonne zu liegen. Unser Katamaran donnert nur so über die Wellen und alle hocken im warmen Innern. Es schaukelt ordentlich. Biene wird seekrank 😀

Zurück im Hafen von Port Douglas scheint wieder die Sonne. Beim Verlassen des Schiffes verabschiedet sich die ganze Mannschaft persönlich von jedem Gast, eine schöne Geste. Einzig ein negativer Nachgeschmack bleibt, als zurück in der Marina bei der Frage nach den im Prospekt angepriesenen Duschen nach der Tour darauf hingewiesen wurde, dass dies die Wasserschläuche auf dem Boot gewesen wären, mit denen die Taucherausrüstung abgespritzt wird.

Und damit ist dieser lang ersehnte Ausflug ans Great Barrier schon vorbei. Einige Kilometer aus Port Douglas raus Richtung Cairns finden wir einen perfekten Platz direkt am Meer, um diesen besonderen Tag ausklingen zu lassen.

Ein Traum ist in Erfüllung gegangen…aber irgendwie ging dieser Tag viel zu schnell rum! Vor dem Einschlafen lassen wir nochmal Revue passieren, was wir alles an Unterwasserschätzen gesehen haben und schlafen mit einem munter mit der Flosse schlagenden Nemo vor unserem geistigen Auge schließlich ein…

2m langer Queensland Grouper
Dieser Eintrag in unserem Reisetageblog entstand ohne inhaltliche Einflussnahme in Kooperation mit Quicksilver Group – Australia´s most awarded Reef Cruise Company.

Kaffee & Kängurus in den Wet Tropics

Kaffee & Kängurus in den Wet Tropics

Die Regenwälder zwischen Cooktown und Townsville in Queensland sind UNESCO Welterbe. Hier ist das einzige Gebiet der Erde, an dem 2 verschiedene UNESCO Welterbegebiete aufeinandertreffen: die Feuchten Tropen und das Great Barrier Riff. Um das geht es später in einem eigenen Artikel. Denn zuerst verbringen wir einige Tage in den Atherthon Tablelands in den Feuchten Tropen. Und genau das ist das Hochplateau: feucht und tropisch. Nach der spärlichen Steppenvegetation im Northern Territory fühlen wir uns hier sehr stark an Tasmanien erinnert. Die Vegetation ist üppig und sattgrün, die Luft von feuchten Nebelschwaden durchzogen und die Gegend so hügelig wie die Schweizer Alpen. Enge Bergsträßchen winden sich entlang sanfter Hügel über Kuppen und durch schmale Täler. An den zahlreichen Flüssen stehen dichte Farne. Alles ist grün, bemoost und sieht so ganz anders aus als die Landschaft noch ein paar Tage vorher. Zum ersten Mal seit Monaten hören wir wieder das Lachen des Kookaburra.

Für Wanderer gibt es eine große Auswahl an kurzen bis mehrwöchigen Wanderwegen durch die verschiedenen Nationalparks. An einem Morgen spazieren wir zu den Millstream Falls, den breitesten Wasserfällen Australiens. Später wandern wir durch den Regenwald zum Curtain Fig Tree, dessen 15 Meter hohes Wurzelwerk wie ein breiter Vorhang beeindruckend auf den Boden fällt. Die Regenwälder bieten vielen seltenen Tierarten einen wichtigen Lebensraum. Wir haben sehr viel Glück und entdecken auch glatt ein sehr putziges Exemplar in den Bäumen: ein Baumkänguru! Hä? Ja, genau! Es gibt (nur hier) tatsächlich eine Känguru-Art, die ausschließlich auf Bäumen lebt und von Wipfeln zu Wipfeln schwingt und klettert. Zuckersüß sehen die scheuen Tiere mit dem langen, affenähnlichen Schwanz aus.

Bir vor wenigen Jahren war die Region außerdem die Hauptanbaufläche für australischen Tabak. Durch politische Entwicklungen wurde der Tabakanbau allerdings unrentabel und vollständig eingestellt. Heute werden auf dem Hochland Kaffeebohnen angebaut – gut für uns, wir haben zum Frühstück eh lieber einen Kaffee statt einer Zigarette 😉

Und da gibt es ja auch noch ein Geschenk einzulösen…! 🙂 Katrin, Anastasia und Max haben uns als große Liebhaber der gerösteten Kaffeebohne eine große Freude gemacht und 2 Kaffee spendiert! Und wo könnten wir das besser einlösen als hier in der Gegend? Also haben wir noch ein bisschen was dazu gelegt und in der Kaffeerösterei Coffee Works eine Kaffee-Verkostung gebucht! Hier dreht sich alles um Kaffee! Wir konnten beliebig viele der 20 internationalen Kaffeesorten verkosten, dazu hausgemachte Kaffee-Schokopralinen naschen und an selbstgebrauten Kaffee-Likören nippen. Im angeschlossenen Kaffee-Museum gab es allerlei Kuriositäten vom ersten Kaffeefiltergerät der Welt bis zur anschaulich dargestellten Geschichte des Kaffees. Ein Paradies für Koffein-Junkies!

Nach einem ausgiebigen Sonntagvormittag hatten wir fast alle Sorten Kaffee durch und außerdem einen ordentlichen Koffeinschock! 😀

DANKE KATRIN, MAX UND ANASTASIA!

Unser liebstes Fundstück im Kaffee-Museum war die Erklärung zur unterschiedlichen Gefäßgröße beim Kaffee trinken – warum wird ein italienischer Espresso in kleinen Tassen serviert, die Schweden oder Deutschen aber trinken ihren Milchkaffee am liebsten aus einem großen Pot? Weiß es jemand? Gibt jemand einen Tipp dazu in den Kommentaren ab?

( Vielleicht lag es ja am vielen Koffein, dass wir an diesem Nachmittag kurzerhand ein Jobangebot annehmen… 😉 )

Und dann wird es etwas wilder. Von den Tablelands fahren wir weiter nach Nordosten. Direkt an der Küstenlinie entlang verläuft hier der Daintree Nationalpark. Bis ganz ans Wasser wächst der Regenwald, bei Flut hängen die unteren Äste der mit Efeu und Lianen bewachsenen Tropenbäume bis in den Ozean. Der Daintree soll der älteste tropische Regenwald der Welt sein. Außerdem ist er ein Regenwald wie aus dem Erdkunde-Buch: eine spektakuläre Wildnis mit schroffen Bergketten, tosenden Flüssen und bis zu 60 m hoch aufragenden Baumriesen mit schier undurchdringlichem Unterholz. Unter dem dichten Blätterdach der Baumkronen ist es dunkel, die Welt ist ein Meer aus Grüntönen, Farnen und Palmen und die Luftfeuchtigkeit lässt einen in Minutenschnelle zum Wasserspender werden.

Einzig eine (nördlich von Cape Tribulation nur für 4WD-Fahrzeuge passierbare) Schotterpiste führt durch den dichten Regenwald. Um zum Cape Tribulation zu gelangen, ist außerdem eine Fährfahrt notwendig. Und obwohl es ein sehr heißer Tag ist, würden uns keine 10 Pferde ins einladende Wasser des Daintree Rivers springen lassen – hier oben ist Crocodile Country! Cape Tribulation ist der Ort an dem Captain Cook im wahrsten Sinne des Wortes auf´s Great Barrier Riff „stieß“. Wir können uns Schlimmeres vorstellen, als hier an Land zu müssen 😉

Ein Einheimischer des Daintree läuft uns bei unserer Dschungelfahrt fast vor die Füße bzw. das Auto: Wir haben das Glück, einen Cassowary mit Küken zu sehen. Ganz gelassen lässt der hübsche Exote seine Jungen neben dem Weg durch das Unterholz stolzieren. Zu nah sollte man den auffallend gefärbten Vögeln mit dem exotischen Horn auf der Stirn allerdings nicht kommen. Denn obwohl – oder gerade weil – der Cassowary nicht fliegen kann, ist der 1 Meter große Vogel recht aggressiv.

Passend zur Location suchen wir uns im Daintree natürlich einen wilden Schlafplatz. Direkt an einer langgestreckten, von Mangroven bewachsenen Bucht trennt uns nur ein dünner Streifen Urwald vom Meer. Nachts sehen wir Tausende Krabben am Strand und hören den grollenden Ruf des Cassowarys durch den Wald schallen. Morgens werden wir zu Tagesanbruch von den Geräuschen des Urwalds geweckt. Der Daintree Regenwald ist wirklich noch beeindruckend natürlich und besticht uns mit seiner sehr ursprünglichen Schönheit.

Bis zum aus schwarzem Geröll bestehenden Black Mountain bei Cooktown führt uns unsere Reise nach Norden. Von dort fahren wir über den Captain Cook Highway im Hinterland am gleichen Tag wieder Richtung Süden. Denn tags darauf werden wir in dem kleinen Strandort Port Douglas erwartet. Auf uns warten die Fische des Great Barrier Riffs!

Savannah Way – der Weg ist das Ziel

Savannah Way – der Weg ist das Ziel

Auf einmal ist es wieder grün. Innerhalb eines halben Tages ändert sich schlagartig die Welt um uns rum. Wir staunen über Nadelbäume und Farne, saftiges Gras, fruchtbares Land. Sanfte Hügel. Und sogar die grasenden Kühe ändern sich – nicht mehr die asiatischen Brahman mit ihren hohen Höckern, sondern schwarz-weisses Fleckvieh weidet jetzt auf saftig grünem Gras. Und damit nicht genug – überall sind Menschen, Farmen, kleine Outback-Städte. Mit jedem Kilometer ist das Land wieder dichter besiedelt.

Erst einen Tag ist es her, dass wir die Grenze zwischen dem Northern Territory und Queensland überquert haben. Davor fahren wir 4 Tage durch das karge, nur mit gelbem Savannah Gras bewachsene Steppenland im Golf von Carpentaria. Immer in Richtung Osten. Vereinzelt stehen schmale, abgebrannte Baumstümpfe im hohen Grasland. Hier wüten regelmäßig Buschbrände, seit Jahrtausenden von Jahren ist das der natürliche Lauf der Natur. Geregnet hat es hier seit 4 Jahren nicht mehr. Die Flüsse sind ausgetrocknet, viele Wasserfälle versiegt und das Land auf gut deutsch furztrocken. Egal was wir anfassen, es ist staubig.

BROOME NACH CAIRNS

Wir fahren den Savannah Way entlang. Diese epische Straße, die manchmal nicht mehr als eine staubige Dreckpiste ist, führt einmal komplett durch das nördliche Australien und verbindet das exotische Broome im Westen mit dem fast europäischen Cairns im Osten. 5 Tage lang sind wir so immer in eine Richtung gefahren – und das war gerade einmal die Hälfte des Weges! Denn wir sind erst in Katherine auf den Savannah Way gestartet. Bis nach Mataranka ist die Straße noch geteert. Die von Palmen gesäumten Quellen sind auch beim zweiten Besuch eine wahre Oase in der Wüste. Dahinter wird die Straße immer schmäler. So abgelegen und wenig bekannt ist diese Strecke, dass selbst in unserem Atlas nur ein winziger Abschnitt dazu steht. Er lautet: Der Savannah Way führt von Broome nach Cairns. Er wird wohl nicht ohne Grund eine Abenteuerfahrt genannt.

4WD-Liebhaber kommen auf dem Savannah Way ganz auf ihre Kosten. Über 1000 Kilometer gibt es kein geteertes Stück Straße, dafür jede Menge Kuppen, sandige Kurven, tiefe Senken aus denen das Auto beim hochfahren geradezu abhebt und vor allem: jede Menge ordentliche Flussdurchquerungen. In dieser Hinsicht hat uns die Gibb River Road ja etwas enttäuscht, da es viel trockener als erwartet war. Hier aber ist es noch so, wie wir uns das vorstellten. Die Flüsse sind trotz Dürre tief. Und naturbelassen. Und aufgrund der Krokodile wollen wir hier auch nicht zu Fuß vorab testen, wie tief das Wasser ist. Also heißt es: Allrad rein und los ins kalte Nass. Unser Lion King hat sich hervorragend geschlagen und wir sind auch ohne Schnorchel trockenen Fußes durch alle Flüsse gekommen.

An typischen Sehenswürdigkeiten gibt es unterwegs nicht viel. Einen Nachmittag laufen wir einen 2.4 km langen Spaziergang durch die Verlorene Stadt im Limmen Nationalpark. Die hier bis zu 20 m hoch aufragenden Sandsteinfelsen erinnern tatsächlich an verlassene Hochhäuser einer längst vergangenen Zivilisation.

Ansonsten sehen wir unterwegs spärliche Steppe, viele ausgetrocknete Flussläufe und vor allem: roter Sand und weiser Staub! Wir kommen an einer Hand voll kleiner Aborigines Gemeinden vorbei. Auch Booroloola, das früher einmal die Schmuggelhochburg des Nordens und für seinen illegalen Grogghandel berüchtigt war, ist heute nicht mehr viel mehr als eine Hauptstraße mit einer indigenen Kunstgalerie und 3 Tankstellen.

In Burketown, einer kleinen „Stadt“ am Golf (Einwohnerzahl: 250) landen wir in der Barramundi-Hauptstadt Australiens. Von dieser besonderen Fischart lesen wir davor schon oft, schwärmt doch jeder Einheimische von diesem äußerst schmackhaftem Fisch. Von Uli´s ehemaligem Arbeitskollegen haben wir schon vor einigen Wochen eine Support-US Spende zur freien Verfügung bekommen. Und nach einer kostenlosen Dusche nach 3 Tagen Staub finden wir den richtigen Anlass, um diese Spende einzulösen – für eine große Portion Barramundi-Filet mit Pommes & Salat!

Leckerer Barramundi!
DANKE, THOMAS!

Bei der am Fenster vorbeiziehenden monotonen Landschaft ziehen sich die Fahrtage etwas. Aber hier ist ja der Weg das Ziel. Wir finden jeden Tag herrliche Schlafplätze mitten in der Natur, in ausgetrockneten Flussbetten und mit vielen Wildtieren um uns herum.

Wir sehen Wasserlöcher, die den an die kargen Bedingungen bestens angepassten Tieren eine verlässliche Wasserquelle bieten. Auch noch nach 4 Jahren Dürre. An einem entdecken wir einen majestätischen Jabiru, den australischen Storch. Und an einem anderen 3 Brolgas, die einzige australische Kranich-Art. Und natürlich die wilden Krokodile, die fast unsichtbar in den Wasserlöchern unter der Wasseroberfläche liegen. Und uns an so manch idyllisch aussehendem Wasserlauf von einem erfrischenden Sprung ins kühle Nass abhalten. Und wir sehen wilde Brumbies. Und immer wieder verrostende Schrottautos, die gerade so am Straßenrand liegen gelassen wurden. die  Tägliche Highlights sind die Sonnenauf- und untergänge Am endlosen Horizont des australischen Outbacks färbt sich der Himmel zur Dämmerung in den leuchtendsten Farben.

Und heute sind wir also in den Atherton Hochlands angekommen. Auf einmal ist es eine große Herausforderung, nach all den Wochen in der Weite und Menschenleere Westaustraliens und dem Northern Territorry einen Schlafplatz zu finden, der nicht zu einer Farm gehört. Alles scheint besiedelt. Dafür freuen wir uns, wieder günstiges Obst & Gemüse in den Supermärkten zu finden. Und auch der Sprit ist wieder 50 Cent pro Liter günstiger. Es wieder Wein zu kaufen. Und was sind eigentlich diese dicken weissen Dinger am Himmel? Ach ja, Wolken! Die haben wir auch schon eine Weile nicht mehr gesehen.

Wir fühlen uns wie in einem anderen Land!

Australien´s Top End – Welcome to Crocodile Country

Australien´s Top End – Welcome to Crocodile Country

Nach 2 tollen Tagen im Litchfield erreichen wir schließlich Darwin. Für uns schließt sich hier ein Kreis. In Darwin haben wir vor gut 8 Monaten zum ersten Mal Fuß auf den australischen Kontinent gesetzt. Zur Abwechslung ist es schön irgendwo anzukommen, wo wir uns auskennen. Uli kennt sich sogar noch in den Straßen aus und wir sehen Orte wieder.

DARWIN – DIE STADT MIT DEN 2 GESICHTERN

Allerdings erkennen wir die kleine tropische Stadt kaum wieder. Vor allem für Uli, der ja eine ganze Woche in Darwin verbracht hat, während Biene in Singapur auf ihr Visum wartete, ist der Unterschied gewaltig. War letztes Jahr im Dezember absolut gar nichts los und die Straßen wie leergefegt, wuselt es jetzt in der Trockenzeit in der Fußgängerzone. Die Bars sind schon nachmittags um 15 Uhr gut gefüllt. Während die Hostels in der Regenzeit wie ausgestorben waren, sind sie jetzt fast alle ausgebucht. Die Stadt hat viel mehr Flair und versprüht Urlaubsfeeling. Was für ein Unterschied!

Wir bleiben 2 Tage hier und lassen unsere Reise durch Australien Revue passieren. Wir laufen durch die bekannten Parks, schauen den Sonnenuntergang am Mindil Beach und in der Fannie Bay, wo wir Heilig Abend verbrachten, springen wir ins türkisblaue Meer. Wir besuchen den Mindil Strand Markt, der ebenfalls nur während der Trockenzeit jeden Donnerstag- und Sonntagabend statt findet. Auf dem kunterbunten Markt gibt es neben Livemusik und tollen Live-Shows allerlei Kunst und alternative Souvenirs zu kaufen, ein Mega-Teleskop mit dem wir uns die Mondoberfläche im Detail anschauen können und jede Menge Köstlichkeiten aus allen möglichen Winkeln der Erde. Wir finden einen Papaya-Salat, der genauso schmeckt wie in Thailand. Göttlich 🙂

Und wir überlegen uns, wie es weitergehen soll mit unserer Reise durch Australien. Unser Hauptgrund für den Abstecher in den hohen Norden war der Kakadu Nationalpark. Dieser lockte uns mit weitläufigen Sumpfgebieten und Schwemmland, trockenen Ebenen, Wasservögeln an Billabongs, Salzwasserkrokodilen in Flussmündungen, Felsengebirgen und hohen Wasserfällen. Und dann hatten wir auf einmal das Gefühl, dass der Kakadu doch nichts für uns ist. Zumindest jetzt nicht… Tolle Wasserfälle hatten wir erst im Litchfield Nationalpark gesehen, durch felsige Schluchten sind wir im wunderschönen Karijini und in den Kimberleys gewandert, Wasserbüffel sahen wir zuhauf in Asien und Schwemmland kennen wir auch. Dazu kommt, dass gerade Hochsaison ist und wir uns die Sehenswürdigkeiten entlang des Highways (!) durch den Nationalpark sehr wahrscheinlich mit vielen, vielen anderen gemeinsam anschauen würden. Wir sind uns nicht mehr sicher, ob uns das die 25 $ Eintritt pro Person wert ist. Zumal für viele Erlebnisse nochmal extra Ausgaben anfallen würden wie für die Crocodile watching Tour auf dem Adelaide River, eine Bootstour zu den Billabongs durch die Yellow Waters… Der Kakadu wirkt auf uns touristisch sehr erschlossen und ziemlich kommerzialisiert. Und so ändern wir kurzerhand unsere Meinung und lassen es sein.

Stattdessen fahren wir in das Window on the Wetlands. In dem Infozentrum am Rande der Überschwemmungsebene des Adelaide Flusses gibt es viele Displays, Filme und Infos zum Ökosystem und der Tierwelt der Sumpfgebiete und vom Balkon aus reicht der Blick durch die Ferngläser bis zum Meer. Als wir auf der Rückfahrt über die Brücke des Adelaide Flusses fahren, trauen wir unseren Augen kaum: unter uns schwimmt gerade ein sicher 5 Meter langes Salzwasserkrokodil durch! Wow! Und das ganz ohne teure Bootstour 😉

SCHNAPPI DAS KLEINE KROKODIL

Anstatt dem Arnhem Highway in einem großen Bogen wieder Richtung Süden zu folgen, biegen wir von der geteerten Straße ab und fahren auf eine kleine, geschotterte Piste die laut unserem Atlas mitten durch das Top End führen müsste. Das tut sie zum Glück auch 🙂 Und hier erleben wir das Crocodile Country auch ohne Kakadu NP von seiner besten Seite.

Bei unserer Entscheidung für die Nacht schauen wir uns kurz an, ein Blick, ein Nicken, passt. We go wild – wir schlafen also im Busch. Auf einer Anhöhe im Wald, um genau zu sein. Von wo aus wir kilometerweit über die Eukalyptusswälder sehen, über denen erst glutrot die Sonne versinkt, um am nächsten Morgen ebenso bombastisch gefärbt wieder im Osten aufzugehen. Auf unserer Fahrt durch die abgelegene Natur sehen wir viele Wallabys, schwarze Rotschwanzkakadus, Spaltfußgänse und viele andere der besonderen Vögel des australischen Top Ends. Es zwitschert und schnattert überall.

Und immer wieder kommen wir an kleinen Wasserlöchern vorbei, an denen Wallabys, Wasservögel und andere hier beheimatete Tiere ihren Durst stillen. Und in jedem davon sehen wir, wenn wir ganz genau hinschauen, früher oder später die Schnauze eines Krokodils im Wasser auftauchen, das knapp unter der Wasseroberfläche auf der Lauer liegt. Trotz der tropischen Hitze verspüren wir keinen Drang, uns im Wasser abzukühlen. Wir sind in Crocodile Country!

Willkommen im Spaß- und Erlebnisbad Litchfield Nationalpark

Willkommen im Spaß- und Erlebnisbad Litchfield Nationalpark

Herzlich willkommen im Spaß- und Erlebnisbad Litchfield Nationalpark! Wir freuen uns, Sie heute hier bei uns begrüßen zu dürfen. Wir versprechen Ihnen Abenteuer und Erholung pur.

Sollten Sie gerade erst aus dem Süden anreisen, empfehlen wir Ihnen vorab noch einen kurzweiligen Besuch in unser angeschlossenes Familienbad Nitmuluk Nationalpark. Vertreten Sie sich nach der langen Anfahrt aus der Landesmitte die Beine beim dortigen 2.6 km langen Spaziergang zu den Edith Falls. Geeignet für Kinder wie Erwachsene, erwartet Sie hier eine Kaskade aus mehreren Wasserfällen. Die unteren sind vielseitig auch als Wasserrutsche nutzbar. Sollten Sie mit Teenagern oder energiegeladenen männlichen Teilnehmern reisen, können Sie diese unbesorgt beim Springen von den Felsen neben dem Wasserfall auspowern lassen. Abkühlen können Sie sich sowohl im Pool unterhalb der Fälle als auch in den zahlreichen kleinen Pools im oberen Flusslauf. Vergessen Sie nicht, Ihre Picknickdecke einzupacken. Wir garantieren Ihnen, dass Sie beim Rundgang durch das Bad ihr ganz persönliches Lieblingsplätzchen unter den Schatten spendenden Pandanus-Palmen oder unter majestätischen Eukalyptusbäumen finden werden.

Wenn Sie sich hier ausgiebig entspannt haben, treten Sie bitte die restlichen 3 Stunden Fahrt in unser Badeparadies an. Sollten Sie zu dem abenteuerlustigem Teil unserer Gäste gehören und zusätzlich über ein allradangetriebenes Fahrzeug verfügen, möchten wir Ihnen wärmstens den Zutritt über unseren Hintereingang ans Herz legen. Zur Einstimmung erwartet Sie hier eine nur in der Trockenzeit geöffnete und kaum befahrene weiche Sandpiste. Wohnmobile und Campingtrailer haben wir selbstverständlich verboten. Kein wahrer Offroad-Fahrer möchte sehen, dass die Piste über die er sein Kampffahrzeug im Stile Indiana Jones unter höchster Anstrengung manövriert, von einem Campingmobil befahren wird. Wir bitten Sie – wir verstehen Sie in diesem Punkt vollkommen!

Sie werden hier das Gefühl haben, tatsächlich an einem wilden Fleck Natur zu sein. Mit viel Liebe zum Detail haben wir in unserem Panoramabad mehrere tückische Flussdurchquerungen für Sie angelegt. Die Gibb in den Kimberleys mag bekannter sein – aber unsere Flussdurchfahrten sind tiefer, länger und anspruchsvoller. Überzeugen Sie sich selbst! Spätestens bei der Durchquerung des mehrfach gegabelten Reynold Rivers werden Sie uns zustimmen – die Kimberleys sind für Nicht-Schwimmer.

Apropos Schwimmen. Selbstverständlich ist das Baden in all unseren wunderschön angelegten Pools im Paketpreis inbegriffen. In jedem davon werden Sie auch einen idyllischen Wasserfall finden. Unsere Bandbreite reicht von sacht über die Felsen plätschernden Kaskaden bis zu tosenden Strahls mit Härtegrad 5.

Für eine gesunde Portion Nervenkitzel im Wasser sorgen die von uns großzügig aufgestellten Krokodil-Warnschilder. Machen Sie sich aber keine Sorgen – in der Regel sind die freigegebenen Pools krokodilfrei. Wir kontrollieren das jährlich. Vom Wasser treten in den Flüssen möchten wir Ihnen abraten. Diese werden gerne für ausgiebige Wanderungen unserer Krokodile genutzt, die sich wie all unsere Mitarbeiter frei in den Arbeiterbereichen unseres Erlebnisbades bewegen.

Zu deren Kollegen zählen Fledermäuse, Kakadus, australisch-endemische Brolgas, Ibusse, Herons und viele weitere exotische Wasservögel sowie in der Abteilung Säugetiere Wasserbüffel, Wildschweine und Kängurus. Während die Wasserbüffel am liebsten im back office arbeiten und kaum direkten Kontakt zu unseren Gästen pflegen, werden Ihnen die Kängurus gerne einen Blick in unsere betriebseigenen Kindergärten gewähren. Einfach in die Beutel spieken oder dem Joey zuwinken.

Wir möchten Sie ausdrücklich ermuntern, auf Ihrem Rundgang durch unser Panoramabad des Öfteren anzuhalten und unsere liebevoll gestaltete Wildnislandschaft zu betrachten. Zu unseren besonderen Attraktionen zählen die von Tausenden winzig kleinen Termiten eigens für Sie gebauten Termitenhügel. Diese mannshohen Gebilde haben schon mehrfach Auszeichnungen für ihre kreative Bauweise gewonnen und wir dürfen mit Stolz behaupten, dass die kathedral-ähnlichen Bauten inzwischen zu den Wahrzeichen unserer Region gehören. Auch international hat sich ihre ausgetüftelte Bauweise mit Nord-Süd-Ausrichtung einen hervorragenden Ruf erworben und wird von Architekten weltweit kopiert. Durch diese da wird im Inneren selbst während der tropisch schwülen Sommermonate stets ein angenehm kühles Klima bewahrt und für eine stetige Luftzirkulation gesorgt.

Für Ihre eigene Unterbringung bieten wir ein großes Spektrum an Unterkunftsmöglichkeiten: Für die Komfortgenießer unter Ihnen bieten wir freigeräumte Geländebuchten an. Abseits von Wasserlöchern sind diese moskitofrei. Mit tropischen Bäumen als Sichtschutz sind Sie hier auch relativ sicher vor den neugierigen Augen unserer Ranger.

Unsere Honeymoon-Suite ist die von Spinifex bewachsene Steppe zwischen zahllosen Termitenhügeln, gleich rechts hinter dem von zahlreichen Vögeln und Wildtieren besuchten Billabong. Zu Ihrer Unterhaltung warten hier äsende Kängurus in der Abenddämmerung. Als individuellen Weckton haben wir für Sie das Orchester der Tropen-Vögel zur Morgendämmerung gebucht.

Um all unsere Attraktionen in Ruhe genießen zu können, sollten Sie mindestens einen zweitätigen Aufenthalt bei uns verbringen. Genießen Sie ein ungestörtes Bad zu zweit in den frühen Morgenstunden in den Tjaynera Falls am Sandy Creek, tauschen Sie sich bei einem kühlen Drink mit anderen Badegästen in den Surprise Falls aus oder lassen Sie sich von dem großen Erfahrungsschatz unserer Dauergäste bei einem Plausch an den Zwillingswasserfällen Wangi Falls mitreißen. Wenn Sie mehr ein Freund des ungestörten Badevergnügens in individuellen Badewannenpools sind, werden Sie unsere Cascades lieben.

Wir möchten Sie dazu ermuntern, für das volle Abenteuerurlaub-Erlebnis ihre Verpflegung selbst mitzubringen. Zur Zubereitung steht Ihnen selbstverständlich an jedem Campingplatz eine eigene Feuerstelle zur Verfügung. Trinkwasser bester Qualität können Sie an jedem unserer Wasserläufe abfüllen. Während Ihres gesamten Aufenthaltes sollten Sie die Fenster ihres Wagens geöffnet halten, um im Innenraum diese typisch gleichmäßige, rot gefärbte Sandablagerungsschicht zu erreichen. Diesen dürfen Sie selbstverständlich als kostenloses Souvenir mit nach Hause nehmen.

Etwas dürfen wir Ihnen allerdings nicht verschweigen: Ihr Besuch in unserem Spaß- und Erlebnisbad wird unvermeidbar eine negative Seite haben! Sie werden im Anschluss nie wieder ein stinknormales Freibad besuchen können! Es wird Ihnen schlicht und ergreifend zu langweilig sein!

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in unserem Spaß- und Erlebnisbad Litchfield Nationalpark und sind uns sicher, dass Sie eine unvergessliche Zeit bei uns verbringen werden.

Spa-Pool

Roadtrip to Somewhere

Roadtrip to Somewhere

Vom roten Zentrum aus fahren wir wieder gen Norden. Ganz in den Norden. Es zieht uns in die Wärme. Unser nächstes Ziel ist daher das tropische Top End Australiens. Dazwischen liegen nur noch 2.000 Kilometer. Wir satteln also unseren Löwen und brechen auf zu einem weiteren Roadtrip! Yeaah!

Fully loaded we got snacks and supplies
It’s time to leave this town
It’s time to steal away
Let’s go get lost
Red Hot Chili Peppers | Road Trippin

Anstatt denselben Weg zurück nach Alice Springs zu fahren, nehmen wir die Hinterstraße. Der Meribee Loop ist zwar 170 (Schotter-)Kilometer länger, führt aber am dramatischen King´s Canyon vorbei. Da der Weg durch Aborigines-Land führt, müssen wir uns vorher noch für 10$ eine Durchfahrtsgenehmigung kaufen. Der King´s Canyon ist immens! Auf 3 km Länge verlaufen 270 Meter hohe Sandsteinklippen (Orangerot leuchtend. Und senkrecht abfallend.) parallel zueinander, bevor die Schlucht am Ende einfach halbkreisförmig endet. Und genau entlang der Abbruchkante des Canyons kann auf dem 7,4 km langen Rundweg oben entlang gewandert werden. Sicher nichts für Leute mit Höhenangst 😉 Dafür bieten sich gigantische Aussichten. Vor allem von den Überhängen. Obwohl gerade Winter ist, reflektiert der von der Sonne aufgeheizte Sandstein so sehr, dass es knallheiß ist. Schatten und Abkühlung spenden nur vereinzelte Zykaden, weissrindige Ghost Gums und der kleine Wasserlauf im Garten von Eden.

Stilecht für einen Roadtrip verbringen wir die Nacht auf einem Rastplatz mit Lookout und herrlicher Aussicht über die West MacDonnell Gebirgskette in der Wüste. Ja, natürlich am Lagerfeuer und mit Sterne schauen. Nur Gitarre spielen muss einer von uns endlich noch lernen… 😀

Am nächsten Tag fahren wir durch die ehemalige Missionarstation Hermannsburg und passieren das Grabmal des Visionärs und Gründer der Royal Flying Doctors John Flynn. Dann erreichen wir wieder Alice Springs und biegen auf den Stuart Highway ab, der Adelaide im Süden des Kontinents mit Darwin im Norden verbindet. Ab hier geht es mehr oder weniger die nächsten 1.500 Kilometer immer gerade aus. 😉

Just me and my baby
Top down, you and me, we’re just rollin
Without having a clue where we going
Speedin like we in slow motion
Close yo eyes and look good darling
On a road trip destined for love
Eric Bellinger | Road Trip

Nach einer weiteren Nacht im Nirgendwo geht es früh wieder auf die Straße. Die einzigen menschlichen Behausungen auf den heutigen 500 km sind Highway-Tankstellen und sehr vereinzelte Farmen. Unser erster Halt ist eine kostenlose Mangowein-Verprobung auf einer Mangofarm. Zwar ist es erst 10 Uhr morgens, aber ein Likörchen zum Frühstück geht schon. 😉 Richtiges Roadtrip-Gefühl kommt auch bei unserem nächsten Stopp auf. Wir kommen am offiziellen UFO-Hauptquartier Australien´s vorbei. Schon mehrere UFOs sollen in der Nähe dieses Roadhouses gesichtet worden sein und auch der ein oder andere Außerirdische war dabei. Skurril 😀

Natürlicheren Ursprungs ist unser nächster Ziel. Die Devil´s Marbles sind eine Ansammlung meterhoher ovaler Granitfelsen in der ansonsten flachen Landschaft. Abenteuerlich liegen die runden Felsen teils auf- und aufeinander. Manche der aufeinander balancierten Felsen sind genau in der Mitte auseinander gebrochen. Wie die Hälften eines Kinder-Überraschungs-Eis. Andere schauen aus als würde ein kleiner Luftstoß genügen, um die Formation zum Einstürzen zu bringen.

Wir verbringen eine weitere Nacht im australischen Busch. Der Horizont ist weit, die Wüste endlos und hoch am wolkenlosen Himmel kreisen immer wieder majestätische Adler.

If it was up to me
Girl I’ll be down to leave
We’d be gone for the rest of our lives
Lord knows that you would be
The perfect scenery
So tell me if you’re ready to ride
Eric Bellinger | Road Trip

Die Thermalquellen in Mataranka erreichen wir am kommenden Nachmittag. Diese konstant 34 Grad Celsius warmen natürlichen Quellen sind nach der Fahrt eine Wohltat. Und komplett kostenlos. Wir entscheiden uns für die Bitter Springs – in dem kleinen Quellfluss lassen wir uns von einer gemächlichen Strömung den von Palmen gesäumten Flusslauf hinab treiben. Das Wasser schimmert türkisblau und emeraldgrün und ist kristallklar. Und riecht nurein klitzekleines bisschen nach Schwefel 😉 Beim schnorcheln entdecken wir sogar mehrere Süßwasserschildkröten, die sich munter unterwasser tummeln. Ein Busch-Paradies!

In den Busch fahren wir auch wieder zum Übernachten. Wir schlagen unser Nachtlager in einem kleinen Wäldchen auf. Dass wir wirklich im Busch sind, merken wir so richtig, als des Nachts grunzende Wildsauen ganz nah an unser Lager herankommt. Wir sind schon mit Feuerholz und Schaufel bewaffnet, als sie dann doch wieder abdrehen und einige Meter weiter wieder im Unterholz verschwinden. Puh! 😀

Am nächsten Morgen werden wir von exotischem Vogelgezwitscher geweckt – wir sind wieder in den Tropen!

Get free: Believe: Go real
Everything you ever need
Is waiting for you here
Get Free; Believe: Go real
Could this be the living glimpse
Of all that’s meant to be
Runrig | Road Trip

THE ROCK – das rote Herz Australien´s

THE ROCK – das rote Herz Australien´s

Ist er das?“, fragen wir uns gegenseitig im selben Moment. Uli hat in der Distanz einen überdimensionalen, länglich roten Fels entdeckt, der sich aus dem flachen Wüstenboden erhebt. Kann es sein? Wenn unsere Navigation stimmt, sind wir immerhin noch fast 100 km vom Herzstück Australien´s entfernt. Ist der Ayer´s Rock wirklich schon von hier aus zu sehen?

Er ist es nicht. Was wir da sehen, ist Mt. Connor. Der oben wie abgeschnitten flache Berg ist es aber gewohnt, oft für seinen berühmteren Nachbarn gehalten zu werden. Da es auf dem Lasseter Highway von Alice Springs zum Uluru-Kata Tjuta Nationalpark außer spärlicher Wüstenvegetation und viel rotem Sand beim Blick aus dem Fenster nicht viel zu sehen gibt, ist die Freude eben groß, wenn man plötzlich einen roten Monolith erspäht. Tja, es ist (noch) nicht der Richtige. Also fahren wir weiter.

1 Stunde später ist es dann wirklich soweit. In unser Blickfeld rückt auf einmal ein majestätischer, tiefroter Fels! Wir alle haben dieses Symbol Australien´s ja sicher schon viele Male abgebildet gesehen haben. In Wirklichkeit ist der Anblick aber noch viel beeindruckender! Schnell bezahlen wir an der Einfahrt zum Uluru-Kata Tjuta Nationalpark die 25$ pro Person, die uns 3 Tage lang Zutritt zum Uluru erlauben. Eigentlich sogar 3 1/2, denn weil es schon Nachmittag ist, bekommen wir den Rest des heutigen Tages geschenkt. Und dann sehen wir ihn in seiner ganzen Pracht.

Wie ein Wächter über die Wüste erhebt sich der 340 Meter hohe rote Fels, der erst vor 200 Jahren Ayer´s Rock getauft wurde. Für das hier lebende Volk der Anangu Aborigines ist es seit Jahrtausenden von Jahren Uluru. Uluru ist für sie von großer kultureller Bedeutung und gleichzeitig Mittelpunkt und Schauplatz vieler ihrer Glaubensvorstellungen und über Generationen weitergegebenen Geschichten. Erst 1986 wurde das Gebiet den Anangu zurückgegeben und wird seitdem gemeinsam mit seinen traditionellen Hütern als UNSESCO Welterbe Nationalpark verwaltet. Um mehr über die Bedeutung und Geschichten rund um THE ROCK zu erfahren, steuern wir als erstes das Uluru-Kata Tjuta Cultural Center am Fuße des Berges an. Hier werden in spannenden Filmen, interaktiven Ausstellungen und in Vorträgen von den Parkrangern mehr zu den Dreamtime Geschichten, dem traditionellen Leben der Aborigines, der Pflanzen- und Tierwelt und vielem mehr super anschaulich dargestellt. Es gibt mehr als genug zu sehen für einen ganzen Nachmittag!

Da im Park selbst nicht übernachtet werden darf, fahren wir spätnachmittags wieder hinaus. Vor dem Park gibt es das kleine Feriendorf Yulara mit Hotels, B&B´s und Campingplatz. Für uns ist aber klar: we go bush! Also fahren wir an einer beliebigen Stelle vom Highway ab in die Wüste. Wir überqueren einige Sanddünen und dann – erspäht Uli 2 Kamele! Endlich, endlich, endlich! Überall im Outback sahen wir die vor den Wüstentieren warnenden Verkehrsschilder, sahen Touri-Kamele am Cable Beach in Broome und gezähmte Kamele beim Camel Cup in Alice Springs – aber kein einziges Kamel in der Wildnis. Dabei leben hier in der Wüste Australiens mehr als 4 Millionen (!) wilde Kamele. In Windeseile springen wir aus dem Jeep und laufen über die Dünen. Was wir sehen, verschlägt uns schier den Atem: vor uns grasen nicht nur 2 Kamele, sondern eine ganze Herde wilder Kamele mit Stuten, mehreren Fohlen und Hengst! Sogar ein weisses Kamel ist dabei. Der Leithengst beäugt uns misstrauisch und immer wieder scheucht er die Kamelfohlen, die sich uns neugierig nähern wollen, aufgeregt zurück. Nach einigen Minuten treibt er seine Herde schließlich von uns weg. Erlebnisse wie dieses kann man auf keiner Tour buchen! 😉

Wir fahren weiter. Und finden den perfekten Übernachtungsplatz. Mitten in der Wüste. Auf der Kuppe einer Düne. Mit direktem Blick auf den Ayer´s Rock. WOW! So genießen wir ganz für uns den Sonnenuntergang. Mit der untergehenden Sonne ändert sich die Farbe des Uluru. Im direkten Sonnenschein ein leuchtendes Terrakotta, verändert sich die Nuance erst zu einem glühenden Orange, dann zu einem tiefen Magentarot bevor er dunkel Mauve da liegt, wenn die Sonne schließlich am Horizont versunken ist und sich der Himmel lila färbt. Ein spektakuläres Schauspiel! Der Nachthimmel in dieser Nacht ist ähnlich spektakulär und so sitzen wir noch stundenlang am Lagerfeuer und zählen Sternschnuppen.

Nach einem ebenso wunderbaren Sonnenaufgang am nächsten Morgen fahren wir an den Fuß des Uluru. Wir nehmen an einem geführten Spaziergang teil, bei dem ein Anangu Ranger über die Geologie des Felsens und von der Bedeutung des Uluru für die Aborigines erzählt, Flora & Fauna erklärt und spezielle Orte des Uluru zeigt. Im Anschluss umrunden wir den mächtigen Monolith auf dem 10 km langen Base Walk. Dabei sehen wir für die Wüste überraschend viele Wasserlöcher, Höhlen mit Felsenmalereien und hinter jeder Kurve ein neuer faszinierende Winkel Uluru. Nicht alle können wir Euch hier zeigen, denn für die Anangu heilige Stellen dürfen nicht fotografiert werden. Die Stimmung ist eigenartig still und friedlich und immer wieder bläst ein lauer Wind durch die dünnen Eukalyptusbäume.

Später sehen wir uns den Sonnenuntergang von einer der beiden offiziellen Sunset Viewing Areas aus an. Es gibt ein eigenes Areal nur für Tourbusse und einen Parkplatz für Autos. Schon eine gute Stunde vor Sonnenuntergang ist der Parkplatz bis auf den letzten Platz gefüllt. Wunderbar, dass wir gestern auf unserer Düne das Schauspiel ganz für uns hatten. So grillen wir heute ganz entspannt und schauen einfach nur anstatt uns mit viel zu vielen anderen Deutschen um die besten Fotoplätze zu streiten, während langsam die Sonne untergeht.

TAG 2

Tag 2 verbringen wir bei den 50 km vom Ayer´s Rock entfernten Kata Tjuta. Die von den englischen Entdeckern The Olgas getauften 36 Felsendöme bedeuten in der Sprache der Anangu viele Köpfe – und das ist aber auch schon alles, was die traditionellen Hüter über diese bis zu 600 Metern hohe Felsen preisgeben.

Kata Tjuta - stolz und geheimnisvollIhre Bedeutung und die Geschichten die damit einhergehen, sind zu wichtig, um sie mit Außenstehenden zu teilen. Ihre Erscheinung alleine reicht schon aus, um uns zu beeindrucken. Aus ähnlichem „Kieselsteine-in-Sandstein-Zement“-Gestein wie die Bungle Bungles leuchten auch diese Felsen orangerot. Wir laufen auf dem einzig erlaubten Weg durch das Gebiet den 7,5 langen Rundweg durch das „Tal der Lüfte„. Auf einem Trampelpfad geht es dabei teilweise durch enge Schluchten und über Kuppen mit tollen Aussichten zwischen den hohen orangenen Felsendomen hindurch. Passenderweise ist es an diesem Tag ziemlich windig und kalt. Abgesehen vom Rauschen des Windes herrscht aber auch hier wieder eine absolute Stille und eine seltsam friedliche Atmosphäre. Wir fühlen uns wirklich an einem besonderen Ort.

Nachdem wir schon zum (leider wolkenverhangenen) Sonnenaufgang am Sonntenuntergangs-Aussichtspunkt waren, bleiben wir auch zum Sonnenuntergang rebellisch und fahren zu einer Düne, die zwischen Uluru und Kata Tjuta liegt und als Sonnenaufgangs-Areal ausgeschrieben ist. Außer uns sind nur wenige Andere hier, wodurch wir die Stimmung einfach mehr genießen können. Und die Aussicht auf Uluru und Kata-Tjuta ist auch nachmittags wunderbar. Leider gibt es aber wie schon morgens keine spektakulären Farben zu sehen, weil der Himmel immer noch bedeckt ist. Und es ist kalt. Und erwähnten wir schon windig? 😉

TAG 3

Leider lässt sich auch heute morgen die Sonne noch nicht blicken. Es ist regnerisch, kalt und windig. Deswegen verbringen wir den Großteil des Tages im (warmen 😉 ) Cultural Center, wo es immer noch genügend zu sehen, zu lesen und anzuschauen gibt. Mittags nehmen wir an einer interessanten Präsentation der Ranger zur überraschend artenreichen Tierwelt der Wüste teil. Als der Himmel langsam aufbricht, unternehmen wir einen halbstündigen Spaziergang beim etwas abgelegeneren Aussichtspunkt Talinguru Nyakunytjaku und sehen uns von der Sanddüne hier aus einen nochmal wundervollen Sonnenuntergang an.

Im Anschluss fahren wir auf unsere Düne außerhalb des Parks, grillen Stockbrot und Bratäpfel über´m Lagerfeuer und verabschieden uns nach einer weiteren Nacht in der Wüste nochmal beim Sonnenaufgang mit privatem Blick auf den Ayer´s Rock von diesem einzigartigen Wahrzeichen Australiens!

Sonnenuntergang am Ayer´s Rock mit Blic auf die Kata Tjutas

Am Rande:

Aus Sicherheit- und kulturellen Gründen bitten die Anangu darum, den Uluru nicht zu besteigen. Schon mehrereRespekt vs Erlebnisdrang Dutzend Aufsteiger sind dabei ums Leben gekommen. Die Anangu fühlen sich für die Ereignisse auf ihrem Land tief verantwortlich. Außerdem ist die Route auf den Berg hinauf für sie der Weg, den ihre heiligen Schöpfungswesen nahmen. Verboten ist der Aufsteig nicht. Wir haben uns dafür entschieden, diesen Wunsch zu respektieren. In Myanmar haben wir in Pagoden die Schuhe ausgezogen, in Laos in Tempeln Schultern und Knie bedeckt und in Australien klettern wir eben nicht auf den Uluru. Aus Respekt.

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