Road trip

Roadtrip an der Central East Coast – Coffs Harbour bis Sydney

Roadtrip an der Central East Coast – Coffs Harbour bis Sydney

Nach unserem Aufbruch aus Bellingen gibt es für uns nur eine Richtung: weiter ans Meer 🙂 So fahren wir direkt nach Uranga. Ab hier wollen wir entlang der Central East Coast wieder Richtung Süden bis nach Sydney cruisen. Uranga liegt nur 26 km unterhalb von Coffs Harbour, wo wir auf der Fahrt von Brisbane nach Sydney vor Silvester einen Übernachtungsstopp eingelegt haben. Für die Strecke Coffs Harbour – Sydney brauchten wir dann noch genau 6 Stunden. Dieses Mal nehmen wir uns dafür 8 Tage Zeit.

Statt die gesamte Strecke auf dem durchgehenden Pacific Highway zurückzulegen, fahren wir soviel wie möglich auf kleinen Landstraßen durch die Küstenorte und nehmen auch mal Stichstraßen und Schotterpisten zu abgelegenen Buchten.

Unsere erste Etappe führt uns nach South West Rocks, einem kleinen Küstenort der vor allem unter Australiern als Urlaubsort beliebt ist. Unterwegs decken wir uns noch mit Lebensmitteln ein. Der nächste Tag, Montag der 26. Januar, ist australischer Nationalfeiertag. Dieser „Australian Day“ wird groß gefeiert. Viele Australier bemalen sich ganz patriotisch das Gesicht in den Landesfarben und schon seit Wochen sind dafür in den Supermärkten alle möglichen Produkte (Flaschenkühler, Strandtücher, Campingstühle, Flaggen) mit Aufdruck der australischen Flagge im Angebot. Wir finden einen schönen Rastparkplatz direkt oberhalb der herrlichen Trial Bay zum Übernachten. Vor uns das Meer, hinter uns Duschen, Public Toilets und Umkleidekabinen – perfekt! Mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang im Hintergrund grillen wir und schlafen zum ersten Mal seit einer Woche wieder in Lion King. Am nächsten Morgen springen wir gleich zum Sonnenaufgang ins Meer. Anschließend trinken wir Kaffee und sehen auf einmal einen ganzen Schwarm Delfine, die direkt vor uns im Wasser spielen und jagen.

Genial! Später am Vormittag gehen wir nochmal mit einem gefundenen Bodyboard im Meer planschen. Fun! Gerade als wir gegen Mittag aufbrechen, fängt es an zu regnen. Und hört den Rest des Tages nicht mehr damit auf. Da sind die Australier wohl letztes Jahr nicht brav gewesen 😉

Wir fahren weiter und statten dem höchsten Leuchtturm im Staat, dem Smoky Cape Lighthouse, einen Besuch ab. Das gleichnamige Kap unterhalb des 1891 errichteten Leuchtturm erhielt seinen Namen direkt vom Entdecker Australiens.* Dieser sah bei seiner Landung in dieser Bucht überall auf den Hügeln die rauchenden Feuer der hier lebenden Aboriginee Völker und benannte nach diesen das „Rauchende Kap“. Anschließend fahren wir weiter nach Kempsey, wo wir diese Nacht auf einem Stadtparkplatz am Fluss unser Nachtlager aufschlagen. Und unter dem überdachten Picknickplatz grillen. Im Sonderangebot gab es 1,8 kg Würstchen – die wollen erst mal gegessen werden…

Am nächsten Morgen wachen wir auf, als Stadtarbeiter auf den Bänken neben unserem Auto ihr Vesper halten 😀 Wir steigen aus und sind froh, dass wir nicht etwas näher am Fluss geparkt haben – denn der ist durch den starken Regen über Nacht einen guten Meter angestiegen. Wir brechen bald wieder auf und fahren durch bis nach Port Macquarie. Diese als Sträflingssiedlung 1820 gegründete Stadt ist heute ein beliebter Urlaubsort mit vielen Grünflächen, mehreren Surf- und Badestränden und einer schönen Uferpromenade. Wir suchen uns ein Schlafplätzchen am etwas abgelegenen Shelly-Beach mit überdachten Grillplätzen, um die 2. Ladung der 1,8 kg Würste zu grillen. Da es immer noch regnet, verkriechen wir uns recht früh in unser Auto.

Auch am nächsten Morgen zeigt sich die Sonne noch nicht. Biene verbringt den trüben Vormittag in der Bibliothek zur Recherche, während Uli einkaufen geht und eine Werkstatt sucht. Nachmittags besuchen wir das einzige Koala-Krankenhaus Australiens. Hier werden verletzte und kranke Koalas gepflegt und aufgepäppelt, bis sie wieder in den Busch entlassen werden können. Wir kommen gerade rechtzeitig zur Fütterung der Patienten in den Außengehegen. Die kostenlose Führung ist super interessant ist und wir erfahren allerlei über die grauen Beuteltiere, die zwar Koala-Bären heißen, aber eigentlich Verwandte der Kängurus sind.

Hier merken wir auch, dass uns unser Fahrer Marc einen (Koala-)Bären aufgebunden hat: Der Grund dafür, dass Koalas häufig angefahren werden ist nämlich nicht, dass sie von den ätherischen Dämpfen in den Eukalyptusblättern, von denen sie sich ernähren, benebelt werden und die Orientierung verlieren, sondern dass sie nur schlecht sehen können. Schade, wir fanden die erste Theorie eigentlich lustiger 😉 In ihrer Ernährung liegt auch der Grund, warum Koalas ca. 20 Stunden am Tag schlafen und sich kaum bewegen – da die Eukalyptusblätter zu ungefähr 70 % aus Wasser bestehen, reicht die Energie daraus einfach nicht für mehr Aktivität. Wäre das auch geklärt.

Im Anschluss besichtigen wir noch das Roto-Haus, ein restauriertes Landhaus im späten viktorianischen Stil, in dem mit vielen Original-Gegenständen und Möbeln das Leben der Pionierfamilie dokumentiert wird, die in dem 1890 erbauten Haus lebte. Wir verbringen noch eine Nacht in Port Macquarie, ziehen aber um an den schöneren Surfclub Beach. Am Shelly Beach war nachts etwas viel „Verkehr“…Autos kamen, blieben 1-2 Stunden und fuhren dann wieder davon…. Während wir den abendlichen Surfern zuschauen, grillen wir den Rest unserer 24 Würstchen und zum Abschluss des Tages klart es sogar noch etwas auf. Morgens meldet sich die Sonne mit einem fantastischen Sonnenaufgang zurück und wir springen ins Meer.

Gegen Abend erreichen wir nach einer schier endlosen Schotterpiste und einigen Verfahrern das ca. 40 km entfernte Crowdy Head. Hier finden wir etwas außerhalb des verschlafenen Küstendorfes unterhalb dem Leuchtturm wieder einen tollen, breiten Strand mit angrenzendem Parkplatz. Die Wellen sind genial; wir schwimmen, grillen und bewundern den klaren Sternenhimmel. Am nächsten Morgen haben wir wieder sensationelles Glück: nach unserem morgendlichen Spiel mit den Wellen und einer Runde Strand-Joggen von Uli sehen wir beim Frühstück einen ganzen Schwarm Bottlenose-Delfine, die ebenfalls mit den Wellen spielen. Fast eine ganze Stunde lang springen sie durch das Wasser und – wir würden es nicht glauben, wenn wir es nicht mit eigenen Augen gesehen hätten – surfen die brechenden Wellen entlang. Ein geniales Schauspiel!

Waren wir frühmorgens noch die Einzigen an diesem schönen Strand, füllt er sich am Vormittag langsam. Bevor wir aber weiterfahren, nehmen wir unseren Lion King noch auf eine kurze Fahrt mit an den Strand. (Fast) ganz offiziell, denn zwar hat der Strand einen 4WD-Zugang, wir aber kein lokales Permit…

Das holen wir uns am nächsten Tag in Port Stephens. Hier warten die größten Wanderdünen der südlichen Hemisphäre auf uns. Mit einem Teil unseres Weihnachtsgeschenks von Uli´s Faustballerkameraden holen wir uns ein 3-Tages-Permit und machen uns auf in den riesigen Sandkasten. Über 18 km erstreckt sich ab der Anna Bay eine goldgelbe Wüste. Sand, soweit das Auge blickt. Zwischen dem wild tosenden Meer links und den sich auftürmenden gigantischen Sanddünen rechter Hand cruisen wir am Strand entlang und fahren unser Allrad-Fahrzeug mal richtig aus. Es ist guter Spaß, auch wenn Biene fast noch in dem tiefen Sand stecken bleibt 🙂

DANKE AN DIE ENZBERGER FAUSTBALLER!

Am Nachmittag fahren wir weiter in die Stadt mit dem weltweiten größten Exporthafen für Schwarzkohle: Newcastle. Die Strände rund um Newcastle gelten als einige der besten Surfstrände weltweit. Jedes Jahr im März finden hier die Qualifikationswettkämpfe für die Surfweltmeisterschaften statt. Als wir hier sind, waren die Wellen wohl nicht gut, jedenfalls sehen wir zwar viele Gleitschirmflieger, aber keinen einzigen Surfer im Wasser. Auch die Stadtstrände können uns nach den letzten Tagen an herrlichen, abgelegenen Buchten nicht so recht beeindrucken.

Deshalb fahren wir bald schon auf der kleinen Küstenstraße weiter. Als nächstes erreichen wir Lake Macquarie, den größten permanenten Salzwassersee Australiens, bevor wir durch den Bouddi Nationalpark an einer ganzen Reihe Salzwasserseen auf der einen Seite und dem Meer auf der anderen Seite hindurch fahren. Hier machen wir an einem schönen Rastplatz direkt am See Mittagspause. Als wir da so sitzen und essen, kommt doch glatt ganz lautlos ein frecher Kookaburra angeflogen und klaut Uli das Brot aus der Hand! Völlig ungeniert fliegt er damit auf den nächsten Baum und hakt das große Brotstück in kleinere Stücke.

Die letzte Nacht vor unserer Rückkehr nach Sydney verbringen wir am Strand von Ettalong Beach. Wir sind nur noch ca. 30 km von Sydney entfernt und hier ist schon Sydney-Wochenend-Urlaubsort. Es gibt viele hübsche, teure Cafés und kleine Restaurants – aber auch 2 schöne Strände. Vor einem davon parken wir und grillen passend zum Sonnenuntergang direkt in den Dünen.

Genau 18 Tage nach unserem Aufbruch in die Blue Mountains kommen wir am nächsten Nachmittag wieder in Sydney an. Wir haben uns mit unserer letztmaligen Vermieterin Gail zum BBQ verabredet und verbringen mit ihr und ihrem Freund John einen unterhaltsamen Abend bei Kangurusteak und Champagner. Ein seltener Backpacker-Luxus 😀 Lange bleiben wollen wir nicht, deshalb quartieren wir uns nicht wieder bei Gail ein, sondern schlafen eine Nacht im Auto in ihrer Einfahrt 😀
Am nächsten Mittag haben wir noch einen Sightseeing-Punkt, für den es uns davor in Sydney noch nicht gereicht hat. Vom Cuugee-Beach aus wollen wir in 3 Stunden an mehreren Stränden entlang einen Klippenweg zum Bondi Beach spazieren. Der Bondi Beach ist für Sydney-aner das, was Ischgl für Skifahrer ist. Es geht viel um sehen und gesehen werden.

Als wir nach unserem dortigen BBQ-Lunch am schönen Cuugee-Beach loslaufen wollen, fängt es aus – zuvor noch – heiterem Himmel an zu regnen. Wir sprinten zurück zum Auto und beschließen, die 6 km zum Bondi Beach zu fahren. Vielleicht haben wir ja Glück und der Regen zieht in die andere Richtung Als wir am Bondi Beach ankommen, regnet es aber leider auch dort in Strömen. Aber bei schönem Wetter kann ja jeder an den Strand! Nach einem kurzen Besuch in Sydneys exklusivstem Schwimmclub gehen wir also trotzdem beachen. Nass sind wir jetzt eh schon… Uli joggt den breiten u-förmigen Strand zum aufwärmen entlang, während Biene sich in die Fluten schmeißt.

Noch am gleichen Abend brechen wir auf und fahren Richtung Osten ins Landesinnere. Wir müssen weiter – in drei Tagen beginnt für uns der Ernst des Reiselebens 😉

Preisfrage: Wer von unseren Lesern weiß, wer Australien offiziell „entdeckt“ hat? Wer die erste richtige Antwort unten in die Kommentaren schreibt, bekommt eine Postkarte!

PS: Googlen zählt natürlich nicht…! 😉

Mit dem Moped durch Südostasien – Unsere Katze erzählt Part 1

Mit dem Moped durch Südostasien – Unsere Katze erzählt Part 1

Erinnert ihr Euch noch? Von der laotischen Hauptstadt Vientiane sind wir Mitte Oktober über den Mekong zurück nach Thailand gefahren, um dort ein Moped zu suchen. Soweit der Stand im letzten Südostasien-Bericht aus Vang Vieng.

Zurück in Thailand werden wir noch am selben Tag in der Grenzstadt Nong Khai fündig. Nach einem Nachmittag Abfahren unzähliger Motorrad-Shops entdecken wir im Hinterhof einer Werkstatt einige Second Hand Maschinen zum Verkauf. Nachdem wir uns die verschiedenen Modelle von „sehr basic“ ‚a la erstes-Moped-mit-16 über „beliebt“ à la kultige-Honda-Win bis „luxuriös“ ‚a la asiatische-Familienkutsche-für 5-Personen angesehen haben, entschließen wir uns am nächsten Morgen direkt zum Kauf – aber wie das alles so war und was dann passiert, kann unsere Katze eigentlich viel besser erzählen!

UNSERE KATZE ERZÄHLT:

„Miau, Katze mein Name. Nicht Katze wie Stubenmieze, sondern Katze wie Wildtiger. Ich bin nämlich ein reinrassiges Moped der Marke Kawasaki, Modell 112 cc „Kaze“ mit semi-automatischem Kraftstrang auf der Hinterhand. Und mit Charakter. Nachdem das geklärt ist, will ich Euch mal verklickern, wie das so war, damals im Oktober 2014 im tiefen Isaan in Thailand. Alsooooo….

Ich dachte mir, ich spinne. Da steh ich hier nun schon fast 2 Jahre dösend im Halbdunkeln des Hinterhofs dieses Shops, in den mich mein Alter verkauft hat, als plötzlich dieses deutsche Backpacker-Pärchen mit den verwuschelten Haaren hier aufkreuzt und jede Menge Tumult reinbringt. Die versteht ja auch keiner. Nicht ein Wörtchen Thai sprechen die. Es ist ja nicht so, dass das hier Bangkok ist, wo jeder ein paar Brocken Englisch spricht. Das ist die tiefste, untouristischste Provinz Thailands hier, man.

Und die beiden wussten überhaupt nicht, was sie wollen. Nur günstig, das soll es sein. Und möglichst fahrbereit. Den Dicken neben mir, auf den die zwei mit ihren mitteleuropäischen Wohlstandshintern locker beide draufpassen, der sich aber auch nicht unter Wert verkauft, schauen sie sich lange an. Fahren ihn Probe. Genauso wie den Zwerg auf meiner anderen Seite, der für ´nen Appl und ´n Ei schonmal den Besitzer wechseln würde. Und der große, ich nenne ihn Uli den Lenker, schaut sich beide ganz genau von unten bis oben an. Sieht so aus, als ob der was davon versteht. Jedenfalls stellt er meinen Zwillingskumpel gleich wieder weg, als er merkt, dass er hinten plattfüßig ist. Als seine Freundin, ich nenne sie Biene die Sozius, auch noch mosert dass sie ihre Füße bei meinem Zwilling und mir nicht ausstrecken kann, ist der Fall für mich erledigt. Ich lass die beiden noch stundenlang weiter überlegen und hör gar nicht mehr hin, bis der Laden dicht macht.

Umso überraschter bin ich, als die beiden am nächsten Morgen wieder auf der Matte stehen. Und verkünden, sie hätten nochmal eine Nacht darüber geschlafen und wollen mich jetzt mitnehmen. Bitte was?! Klar, ich bin preis-leistungsmäßig große Klasse, aber hallo? Ich hab hier wohl gar nichts zu melden. Bei der Probefahrt zick´ ich also erstmal etwas rum, aber es hilft alles nichts. Uli der Lenker meint, dass er das schon alles hinbiegen kann. Na, das wollen wir ja mal sehen. Mit Händen und Füßen wird noch ein bisschen gehandelt, die beiden schlagen nagelneue Spiegel und einen Einkaufskorb für mich und einen farblich zu mir passenden Helm für sich raus und dann scheint mein Schicksal besiegelt. Noch während meine Haushälterin die Papiere umtragen lässt, werkelt Uli der Lenker schon an mir rum. Er prüft mich auf Herz und Nieren, verordnet mir als übervorsichtiger Deutscher eine Vorsorgeuntersuchung, zieht meine lockeren Schrauben nach und verpasst mir zu guter Letzt sogar noch einen Gepäckträger. Sieht gar nicht so schlecht aus. Auch die überlangen Fußpedale, die ich krieg, damit Biene ihre Hax´n bequem ausstrecken kann, machen was her.

Ich glaube fast, mit den beiden kann ich noch ´ne Menge Spaß haben. Als sie später allerdings mit ihrem gesamten Krempel ankommen, glaub´ ich eher, dass sie doch ´ne kleine Meise haben. Ich bin schließlich kein Lastesel. Wie soll ich die beiden, deren zwei 20 kg-Rucksäcke, ihren 5 kg Tagesrucksack samt Kleinkram bitteschön vom Fleck kriegen? Aber ich wäre schließlich keine Kawasaki, wenn ich das nicht mit links schultern würde. Ein großer Rucksack zwischen den Beinen von Uli dem Lenker, der andere auf dem Gepäckträger hinten, das Ersatzrad drunter (ich sag´s ja – übervorsichtige Deutsche) und den Tagesrucksack obendrauf – so hat Biene die Sozius und Fotografin beide Hände frei und sogar eine Rückenlehne zum anlehnen. Der Kleinkram wird im Einkaufskorb vorne verstaut.

Und dann wird´s spannend. Den ganzen Tag jagen mich die zwei über den Highway Richtung Osten, übernachtet wird im kleinen UNESCO Weltkulturerbe Dorf Ban Xai, in dem vor einigen Jahren uralte Werkzeuge von irgendwelchen Urmenschen gefunden wurden. Naja, Menschkram halt.
Dann geht´s weiter Richtung Osten. Mir schwant Böses – und ich sollte Recht behalten: Wir rasen geradewegs auf eine der 5 Freundschaftsbrücken der thai-laotischen Grenze zu. Ich hab´mich echt gefragt, ob die beiden wissen, was sie da tun. Denn die Brücken sind für Zweiräder tabu. Wie sich herausstellt, wissen die 2 das schon – und schicken mich auf gut Glück trotzdem mal auf die Brücke. Ich sag´s Euch – diese beiden! Ich stell mich also in bester Manier vor den thailändischen Grenzbeamten. Uli hält sich dezent im Hintergrund, während Biene als meine Besitzerin ihr Glück versucht und ganz überraschend erfährt, dass Zweiräder gar nicht auf die Brücke dürfen? Ach was?! Also fragt sie mal ganz nett den Beamten, ob es nicht vielleicht doch eine Möglichkeit gäbe, ausnahmsweise…?! Und es klappt. Der Grenzbeamte willigt schließlich ein, uns über die Brücke zu lassen. An ihnen läge es ja nicht. Und sollten wir auf laotischer Seite nicht einreisen dürfen, dürfen wir auch wieder über die Brücke zurückkommen. Aber soweit kommt´s noch. Ich bekomme mein 30-Tage-Visum, beim Zoll hat auch alles seine Ordnung und dann lässt uns der Grenzbeamte durch die einzige Fahrbahnspur fahren, die nicht kamera überwacht ist 😀 Die Auch die Einreise auf der anderen Seite des Mekongs ist auch überraschend einfach: wenn wir jetzt schon mal da sind, können wir ja auch reinkommen. Ohne einen einzigen Cent Schmiergeld. Das hätten die 2 nicht gedacht.

Vielleicht bin ich damit das erste Motorrad, dass über diese Freundschaftsbrücke gefahren wurde 😀 Jedenfalls bin ich das erste Mal im Ausland und die zwei stecken mich mit ihrer Freude richtig an. Laos! Mensch, wer hätte das vor 2 Tagen schon gedacht, dass ich als wasserscheue Katze mal noch den Sprung über den Mekong schaffe und Thailand von außen sehe.

Vor Aufregung hab´ ich doch glatt eine dicke Wimper im Auge und kann mein vorderes Licht nicht mehr richtig kontrollieren. In vollkommener Dunkelheit geht es so in die 10 km entfernte Stadt Takhek. Da wird es den zwei oben drauf doch auch mal ein bisschen mulmig. Ohne Licht im Dunkeln von riesigen Lastern überholt zu werden macht denen wohl keinen Spaß. Die Fahrt auf der holprigen Buckelpiste – immerhin die Hauptverkehrsstraße des Landes von Nord nach Süd – sollte schon ein Vorgeschmack auf die Rumpelpisten der nächsten Wochen sein. Hätte ich gewusst, auf welche Straßen mich die zwei in diesem Land noch schicken würden, hätt´ ich ´mich vielleicht nicht so gefreut. Aber so bin ich noch gespannt auf die erste richtige Fahrt mit den beiden. Die Häuseransammlung Takhek ist nicht gerade ein gemütliches Plätzchen und so mach ich den 2 Feuer unter dem Hintern, damit wir am nächsten Morgen auch gleich zur Tour über das laotische Zentralplateau aufbrechen.

Los geht’s das erste Stück über die flache Ebene, zwischen Karstgebirgen durch und vorbei an den ersten Höhlen, in die die zwei eigentlich reinklettern wollten. Tja, wenn ich erstmal renne halte ich so schnell nicht mehr an. Und Schilder lesen müssten die beiden schon selbst. Die Landschaft ist auch so schön genug und ohne unnötigen Unterbrechungen kommen wir so schon gegen Mittag am Stausee an. Hier wurde vor ein paar Jahren ein nicht unumstrittener Stausee angelegt, um ein Wasserkraftwerk in Betrieb zu nehmen. Dafür mussten über 1.000 Anwohner umgesiedelt werden, weil die existierenden Dörfer einfach geflutet wurden. In einem Land, in dem gefahrlos nutzbarer Boden eine Rarität ist, menschenrechtlich sehr schwierig. Rechtzeitig zur Mittagspause des eigentlich zur Besichtigung offenen Werkes sind wir an der Staumauer. Also wird auch aus dem Sightseeing-Programmpunkt nichts und wir düsen weiter. Am Stausee finden wir ein gemütliches Guesthouse und die zwei bestellen sich was zu knabbern. Das Sabaidee Guesthouse mit direktem Blick auf´s Wasser ist so gemütlich, dass die beiden doch glatt ein Mittagsschläfchen dranhängen und beschließen, heute nicht mehr weiterzufahren sondern sich für 5 € in einen der einfachen Holzbungalows mit Hängematte und direktem Seeblick einzumieten. Na, mir soll´s recht sein. Während ich mich in der Mittagshitze räkle, liegen die beiden in der Hängematte und erkunden die Umgebung zu Fuß. Abends sitzen sie mit den einzigen anderen Gästen, einem englischen Pärchen auf Asienreise, am Lagerfeuer und tauschen Reisegeschichten aus. Und einen Sternenhimmel gibt es hier, man o man. Keine störenden Lichter weit und breit lassen tausende Lichter am Firmament funkeln und die ein oder andere Sternschnuppe ist auch dabei. Biene kommt kaum ins Bett vor lauter glotzen.

Am nächsten Morgen geht´s trotzdem schon um 5:00 Uhr zum spektakulären Sonnenaufgang raus. Die 2. Etappe führt laut Loose über schlechte, unasphaltierte Straßen und die nächste Ortschaft ist erst nach 4 Stunden zu erwarten. Dort wollen die zwei vor der Mittagshitze ankommen. Und echt, die Straßen sind mies bzw noch gar nicht vorhanden, da erst noch im Bau. Zum Glück ist Uli der Lenker so ein passabler Fahrer. Ohne Sturz passieren wir so auch das steilste Stück, eine hügelige Sandpiste und schleichen vorbei an staubenden LKWs und eingegrabenen Wassergräben. Die nächste Ortschaft kündigt sich wie üblich mit winkenden Kindern in Schuluniform auf Fahrrädern und großen Staubwolken an. Eine Besonderheit ist der Affe, der angeleint vor einem Haus sitzt. Ein Wachaffe? Hier biegen wir nach Westen ab und düsen 2 weitere Stunden entlang durch ein herrliches Tal mit goldgelben Kornfeldern und grünen Wiesen, das von Karstbergen eingegrenzt ist.

Dann erreichen wir eins der großen touristischen Highlights von Laos: die Konglor Höhle. Für mich heißt das: Pause. Ich stell mich in den Schatten. Die 2 werden im Ruderboot über den Fluss zum Höhleneingang gerudert. Später erzählen sie, dass sie dort ihren Guide getroffen haben und ins nächste Boot gestiegen sind. Die Konglor Höhle wird auf 8 km von einem Fluss durchhöhlt und kann nur vom Boot aus erkundet werden. Sie ist eine der spektakulärsten Höhlen von Laos. Mit dem Motorboot geht es in rasanter Fahrt und in fast vollkommener Dunkelheit in den Höhlenschlund. Schnell ist es stockfinster und der Käpt´n orientiert sich im Zickzack-Kurs nur per Taschenlampe an Felsenmarkern, damit das Boot nicht an den spitzen Felsen schrofft. Zum Glück haben Biene & Uli ihre eigene Taschenlampe dabei, sonst wäre nicht viel zu sehen gewesen von den beeindruckenden Formationen im Felsenlabyrinth. Nach einigen Stromschnellen steigen sie in der Mitte der Höhle aus. Hier geht es zu Fuß über die Sandsteinfelsen an einer Seite der Höhle. Zu sehen gibt es toll geformte Stalagniten und Stalaktiten in verschiedenen Formen. Zu sehen sind sie wirklich, denn dieser Teil der Höhle wird per Lichtschalter mit Strahlern ausgeleuchtet.

Drumrum nehmen wir dem Tag an Wetter alles mit, was Petrus zu bieten hat: ein wunderschöner, wolkenloser Sonnenaufgang, auf einen Schlag wolkenverhangenen Himmel mit Nebel, gleißend heiße Mittagssonne, Windböen, Sommergewitter mit Platzregen, dramatisches Abendlicht. Bevor wir an Übernachtungsstopp ankommen, wird es mal wieder Nacht. Das mit dem Timing haben die zwei noch nicht so raus. Über die stockdunkle Schotterstraße geht es vorbei an unbeleuchteten Kühen, Mopeds und Traktoren zum Glück heil in den nächsten Ort Kong Kham.

Der dritte Tag der Tour kann landschaftlich mit den ersten beiden nicht mithalten. Auf dem Highway Nr. 13 (= wieder die schlechteste Hauptverkehrsstraße eines Landes) geht es nach einem steilen Anstieg mit noch toller Aussicht über das Hochplateau schnurgerade und wenig spektakulär zurück nach Takhek. Skurriles Highlight auf dem Weg: eine an einem Seil 1 Meter über die Straße baumelnde tote Ratte. Schlangenfänger? Oder Verkaufswerbung?
In Takhek holen wir die großen Rucksäcke der beiden im Hostel ab, wo wir sie während der Tour zwischen geparkt haben. Zwar war mein bewachter Parkplatz ganz nett, aber die Zimmer der Travel Lodge waren genau wie Takhek selbst wohl etwas ungemütlich. Deshalb wollen die zwei gleich weiter fahren. An mir soll´s nicht liegen. Aber dass mir nachher keiner jammert, dass das Sitzfleisch schmerzt.

Biene die Navigatorin sucht uns als Alternative zum Highway 13 ein kleines Sträßchen am Mekong entlang raus. Durch kleine Dörfer geht es schön entspannt Richtung Süden. Am nächsten Tag ist es mit der Entspannung vorbei. Dort erwartet mich ein Abenteuer mit den beiden, dass ich mir so nie hätte träumen lassen! Ich hab es ja schon am Anfang vermutet – ein bisschen verrückt sind die zwei auf jeden Fall… Ich sag´nur: Der Dschungel ruft!

Der Norden Thailands – Zuhause von Tigern, Elefanten und Hippies

Der Norden Thailands – Zuhause von Tigern, Elefanten und Hippies

Gerade erst wird unser Ausreisestempel in den Pass gestempelt. Wir gehen ein paar Schritte über die Freundschaftsbrücke. Am nächsten Schalter bekommen wir unseren Einreisestempel und damit ist es auch schon so weit: wir sind in Thailand. Noch ohne konkrete Idee, wo wir als nächstes hinreisen möchten, gönnen wir uns am nahen Busbahnhof erst einmal ein leckeres Thai-Curry. Es sollte das Erste von vielen Weiteren sein 🙂

6 Stunden Busfahrt später erreichen wir gegen Mitternacht Chiang Mai. Wir sind überrascht, wie angenehm die Busfahrt ist. Im Vergleich zu Myanmar sind die Straßen fast futuristisch dreispurig ausgebaut, der Busfahrer trägt Anzug und Krawatte statt Blaumann und wir bekommen Decken und Wasser gestellt. Wir können schlafen, ohne in den Kurven aufzuwachen, weil wir fast aus den Sitzen rutschen. Wir fühlen uns ein bisschen wie in Disneyland. Ein Gefühl, dass uns bei unseren folgenden 3 Etappen in Thailand noch öfters überkommen wird. Denn im Vergleich zu den umliegenden Ländern ist Thailand das mit Abstand am weitesten Entwickelte.
In Chiang Mai angekommen, geraten wir am nächtlich verlassenen Busbahnhof einem geschäftstüchtigen TukTukfahrer in die Hände. Er fährt uns in die Stadt und da wir im Vorfeld verpasst hatten Preise zu checken, schlafen wir die erste Nacht in einem zwar netten, aber etwas überteuerten Hotel (natürlich geht eine Kommission an den Tuktukfahrer). Am nächsten Tag finden wir mit Kikie’s Home ein schönes, gut gelegenes Hostel in der Altstadt und ziehen um. Erstmal wollen wir ein paar Tage ausspannen – und vor allem nicht mehr Bus fahren 🙂

Wir erkunden zu Fuß die Altstadt innerhalb des historischen Stadtmauern mit Wassergraben, schlendern durch die engen Gassen und über den samstäglichen Nachtmarkt und saugen die thailändische Kultur auf – Thai-Curries, frisch gepresste Fruchtshakes und wohltuende Thai-Massagen inklusive. Abends wird aus der gemütlichen Hostel-Dachterrasse der Treffpunkt für alle geselligen Backpacker. Hier treffen wir neben anderen auf Nicky aus England, Ricky aus den USA und Alex aus Frankreich, mit denen wir einige lustige und lange Partynächte verbringen. Nach ein paar Tagen haben wir genug ausgespannt und die Reiselust kribbelt wieder in unseren Füßen.

PAI – das Hippiedorf am Fluss

Wir spielen bereits mit dem Gedanken, uns einen motorisierten Untersatz zu kaufen und damit auf eigene Faust durch Thailand, Laos und Kambodscha zu fahren. Quasi als „Testfahrt“ mieten wir uns für 5 Tage einen 125cc Motorroller. Damit fahren wir ins 80 km entfernte Pai. Das verschlafene Örtchen am Pai Fluss hat sich vor allem als Chill-out Ort unter den Hippies einen Namen gemacht.

Davor machen wir noch einen Abstecher ins „Tiger Kingdom“ einige Kilometer von Chiang Mai entfernt. Hier werden junge Tiger von Menschenhand aufgezogen. Für umgerechnet 10 € Eintritt können Touristen wahlweise zu den Teenager-Tigern (6-12 Monate), zu den fast ausgewachsenen Tigern (1,5 bis 2 Jahre) oder zu den erwachsenen Tigern in das Gehege und mit ihnen knuddeln. Um die ganz Jungen (3-6 Monate) zu besuchen, muss man etwas  mehr bezahlen. Wir entscheiden uns für die halbstarken zweijährigen Raufbolde und mit einem leichten Kribbeln in der Magengegend geht es nach einer kurzen Sicherheitseinweisung zusammen mit den Tierpflegern ins Gehege. Es ist ein aufregendes Gefühl, den gestreiften Raubkatzen mit den handgroßen Tatzen so nah zu sein. Auch wenn die majestätischen Tiger an Menschen gewöhnt sind, bleiben es doch wilde Raubtiere. Und wir würden nicht in ihrer Nähe sein wollen, wenn das Abendessen mal Verspätungen hat 😉

Über regnerische Bergpässe, steile Hänge und vorbei an zahlreichen Militär-Checkpoints fahren wir im Anschluss in 762 Kurven auf der berüchtigten Straße 109 von Chiang Mai bis nach Mae Hong Son an der Grenze zu Myanmar weiter nach Pai. Hier erwartet uns ein entspanntes Dörfchen am Fluss mit günstigen Unterkünften in der Nebensaison, einem wahren Schlemmerparadies als Nachtmarkt und einer Fußgängerzone. Für die erste Nacht nehmen wir uns einen schönen, aber abgelegenen Bungalow am Fluss, bevor wir ins Dorf umziehen. Wir erkunden mit dem Moped die tolle Gegend rund um Pai. Hier finden wir grüne Berghänge, Wasserfälle, Canyons, eine Brücke aus dem 2. Weltkrieg, Teeplantagen und ein chinesisches Dorf.

Biene erlebt bei Mam’s Yoga die schlechteste Yogastunde ganz Thailands und bucht bei Orchid’s den besten Kochkurs mit den leckersten Gerichten ganz Südostasiens (zugegeben, beides sind subjektive Wertungen 😉 ). Da es auch die anderen aus Kikie’s Partycrew in der Zwischenzeit nach Pai verschlagen hat, verbringen wir auch hier eine lange und lustige Bar-Nacht.

Bevor wir Pai wieder verlassen, wartet noch ein tierisches Highlight auf uns: wir gehen mit einem Elefanten schwimmen. Gemächlich reiten wir erst eine halbe Stunde auf dem bloßen Elefantenrücken schunkelnd zum Fluss, wo wir dann baden gehen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Der Elefant taucht sich mit uns fast komplett unter Wasser, spritzt sich und uns mit Wasser ab und versucht uns in spielerischer Freude sogar im Bach abzuwerfen. Ein nasser Spaß!

CHIANG RAI

Nachdem wir den Roller nach Chiang Mai zurückgefahren haben, heißt unser nächstes Ziel Chiang Rai. Diese Stadt im hohen Norden Thailand wird von vielen Reisenden nur als Durchgangsstation angesteuert. In der Tat besitzt Chiang Rai nicht die gemütliche Altstadt Chiang Mais, tagsüber wie abends ist recht wenig los, es hat nur wenige nette Budget-Unterkünfte und ein richtiges Stadtzentrum gibt es nicht. Wir bleiben dennoch 3 Tage hier, besuchen die lokalen Märkte, bereiten unsere Myanmar-Erlebnisse auf und besichtigen das bekannteste Bauwerk der Stadt, den weißen Tempel Wat Rong Khun. Dieser außergewöhnliche Wat wurde erst vor wenigen Jahren von einem Künstler der Stadt geschaffen und sticht mit seinen funkelnden Keramik- und Spiegelplättchen und seiner außergewöhnlichen Optik sofort ins Auge.

Das Goldene Dreieck

Als nächstes fahren wir in eine Gegend, die ab den 50ern bis in die späten 90er Jahre berühmt-berüchtigt war: das Goldene Dreieck. Hier im Dreiländereck von Thailand, Laos und Myanmar wurden mehr als 90% des weltweit konsumierten Opiums angebaut, gehandelt und auf verschlungenen Wegen in alle Welt exportiert. Diese Zeiten sind aber – zumindest offiziell – längst vorüber. Heute wird die Region unter dem Namen Goldenes Dreieck touristisch vermarktet. Was früher das Opium war, soll nun der Tourismus werden. Vor allem auf asiatische Besucher mit Hang zum Glücksspiel wird als neue Haupteinnahmequelle gesetzt. Wir besuchen die „Hall of Opium“, das interessante Museum über die Geschichte des weißen Goldes und schauen an der Flussmündung des Ruak in den Mekong, an der die 3 Länder keine 100 Meter voneinander entfernt liegen, hinüber nach Laos und Myanmar – interessanterweise liegt genau hier die burmesische Region, die bis heute für Ausländer gesperrt ist. Offiziell wegen Unruhen mit Rebellen der Minderheiten in der Grenzregion. In der Hall of Opium erfahren wir, dass Myanmar neben Afghanistan heute mit zu den weltweit größten Opiumproduzenten gehört (dicht gefolgt von Laos, wo das Rauchen des Schlafmohnes vor allem bei den Bergstämmen eine lange Tradition hat).

Unsere letzte Station auf dieser Seite des Mekongs heißt Chiang Khong. Die zweistündige Fahrt von Chiang Saen legen wir im bisher ausgefallensten Gefährt unserer Reise zurück – im Streifenwagen der Touristenpolizei…

Nein, wir hatten nichts verbrochen – und Opium hat dabei auch keine Rolle gespielt! 😀 Allerdings fahren die Chongsaews (die lokalen Nahverkehrs-Sammeltaxis) die Strecke erst ab, wenn sie voll sind. Und von 7 Uhr morgens bis 10 Uhr morgens waren wir die einzigen, die nach Chiang Khong wollten. Als wir dann beschlossen unser Glück per Anhalter zu probieren und gerade die thailändischen Schriftzeichen auf ein Blatt Papier malten, hielt neben uns ein Streifenwagen, der zufällig in die Richtung fuhr.
In Chiang Khong angekommen, ließen wir uns zum Grenzübergang fahren und verließen Thailand auf die gleiche Art, wie wir eingereist waren: über eine Freundschaftsbrücke.

Unser Fazit:

Der Norden Thailands ist landschaftlich schön. Er ist aber nicht (mehr) so wild und ursprünglich, wie wir uns das vorgestellt hatten. Die schnelle Entwicklung des Landes, das seit 2011 offiziell nicht mehr als Entwicklungsland gilt, ist an den ausgebauten Straßen, den überall auffindbaren 7/11 Drogeriemärkten und durchgehender touristischer Infrastruktur zu erkennen. Uns hat es trotzdem gefallen. Ach ja, und die Thai-Curries schmecken ganz ausgezeichnet 😉

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