Happy in Ha´apai!

6 Tage verbringen wir in unserem kleinen Inselparadies. Dann raffen wir uns schweren Herzens auf und lassen uns von Soni zurück auf die Hauptinsel fahren. Dafür – wie auch schon für die Bootsfahrt auf die Insel – lösen wir direkt ein Weihnachtsgeschenk ein…sozusagen ein Return-Ticket ins Paradies 🙂

DANKE, OLI!

Auch für unsere Zeit auf der Insel hatten wir ein Geschenk, dass wir einlösen durften. Und statt einer Nacht sind es sogar 2 Übernachtungen in unserem kleinen Bungalow geworden. …Quasi ein paradiesischer Schlafplatz 🙂

VIELEN DANK, SANDRA & KLAUS!

Nach der kurzen Bootsfahrt wartet in Pangai, dem Hauptort der Inselgruppe Ha’apai, zunächst eine Überraschung auf uns: die Fähre, mit der wir morgen weiter in die Inselgruppe Vava’u im Norden fahren wollten, fährt überraschend erst in 2 Tagen. Ein typisches Besipiel der flexiblen Tonga-Time

Aber wir beschweren uns ganz und gar nicht darüber, noch einen Tag länger auf Ha’apai bleiben zu können. Nur in dem unspektakulären Pangai wollen wir nicht 2 Tage bleiben. Also kaufen wir Proviant und machen uns auf den Weg zur Insel Foa im Norden. Und obwohl wir sonst selten unsere Rucksäcke als Last empfinden, ist hier in der prallen Hitze jeder Schritt mit Gepäck eine Qual. Der Schweiß rinnt uns auch so schon von der Stirn. Wir sind deshalb froh, als schon nach wenigen Minuten ein Auto vorbei fährt. Wir strecken den Daumen raus und haben Glück: die Familie ist auf dem Weg nach Foa und nimmt uns mit. Die Fahrt geht mitten über den Flughafen der Insel. Denn die Insel ist so schmal, dass die Landebahn über die komplette Inselbreite verläuft. Kurz stoppen, ein Blick links und rechts – gerade ist kein Flieger im Anflug, also schnell drübergefahren. 😀

Schon auf der Fahrt auf die per Brücke mit Ha’apai verbundene Insel Foa sehen wir viele schöne Strände. Aber das Beste sollte erst noch kommen: ganz im Norden von Foa springen wir am Houmale´eia Strand aus dem Auto. Uns entfährt ein bewunderndes „wooooow“ als wir uns umblicken. Wir stehen auf einem schneeweissen Sandstrand inmitten einer türkisfarbenen Lagune.

Schnell legen wir unsere Rucksäcke unter die nächste Palme und springen zur Abkühlung ins Wasser.

Nachdem wir mit dem einzigen Hotel auf der anderen Seite des Strandes abgeklärt haben, dass es sie nicht stört wenn wir am Strand unser Zelt aufschlagen, steht unseren Dasein à la Robinson Crusoe nicht mehr im Wege: aus dem Sarong bauen wir uns ein Schattensegel, gehen im herrlich klaren Wasser schnorcheln, kochen im Lagerfeuer Spaghetti und trinken Rum aus unserem Campingtopf. Nachts schlafen wir unter dem funkelndem Sternenhimmel.

Am nächsten Morgen werden wir von der aufgehenden Sonne geweckt. In der Lodge auf der anderen Seite des Strandes trinken wir unseren Kaffee. Und das ist der Beste seit langem. Aus echten Kaffeebohnen. Frisch gebrüht. Mit echter Milch. Nach all den Monaten mit morgendlichem Instant-Kaffee in Australien und Wochen mit Milchersatz-Pulver in der Südsee ein wahrlich genüsslicher Start in den Tag! Dafür lösen wir gerne direkt wieder ein Geschenk ein:

DANKE ELKE & STEFAN FÜR DEN KAFFEE MIT DER BESTEN AUSSICHT!!

Gut gestärkt machen wir uns im Anschluss durch schwimmend auf zur unbewohnten Insel Nukunamo. Auch hier könnten wir locker noch mehrere Tage verbringen 😉 Da uns aber schon auf unseer einstündigen Umrundung der Insel schier der Kopf verbrutzelt, schnorcheln wir dann doch wieder zurück und legen uns unter unser selbstgebautes Sonnensegel.

Nukunoma

Da die Fähre nach Vava’u am anderen Morgen planmäßig schon um 6 Uhr morgens ablegt, wollen wir es nicht darauf anlegen, früh morgens rechtzeitig eine Mitfahrgelegenheit zu ergattern und brechen gegen Abend auf zurück nach Lifuka. 2 junge Männer haben hier im Norden einen Sack voller Seeigel von Fischern abgeholt und nehmen uns mit. Biene probiert die lokale Delikatesse. Fazit: schmeckt gar nicht schlecht – ein bisschen wie Muscheln, nur etwas salziger.

Mit der Fährfahrt nach Vava’u wartet dann schon die nächste anstrengende, zähe Überfahrt auf uns. Auch dieses Mal ist das Meer wieder rau und aufgewühlt. Da wir diesmal tagsüber fahren und die Sonne erbarmungslos auf das Oberdeck brutzelt, entscheiden wir uns für den klimatisierten Innenraum. Hier heißt es: 12 Stunden Jackie Chan und Co. in der Dauerschleife. Mit all unseren Busfahrten in China gibt es mittlerweile wahrscheinlich keinen Kong Fu Film mehr, den wir nicht kennen…! 😀