300 Tage auf Reisen – wir ziehen Zwischenbilanz

Am Sonntag den 15.02.2015 reitsen wir seit genau 300 Tagen. Wahnsinn! Das sind fast 10 Monate. Keiner von uns beiden war bisher so eine lange Zeit am Stück unterwegs.
Während ihr zuhause Fasnet oder Fasching gefeiert habt und wahrscheinlich alles andere als Zahlen im Kopf hattet, haben wir uns ein paar Gedanken gemacht und einige Zahlenspiele aus unserer Reise erstellt:

Wir reisen heute genau 300 Tage. Das sind 10 Monate oder 43 Wochen. Oder auch 7.200 Stunden, 432.000 Minuten oder 25.920.000 Sekunden

Die 299 Nächte haben wir an 142 verschiedenen Orten verbracht.

Davon haben wir 15 Nächte im Auto, 11 in einem umgebauten Pferde-LKW, 9 Nächte im Zelt, 6 in einem Dorm (bzw. Uli 10 Nächte mit den Nächten in Darwin), 5 in einem mongolischen Ger, 2 am Flughafen und 1 Nacht unter freiem Himmel geschlafen.

21 mal wachten wir an einem anderen Ort auf als da, wo wir schlafen gingen. Das bedeutete 11 mal schlafen im Zug, 7 – mehr oder weniger – im Bus, 2 mal auf der Fähre und 1 mal im Flugzeug.

Insgesamt überstanden wir 16 Nächte auf dem Boden.

37 mal durften wir kostenlos (+4 bei Biene in Singapur) übernachten.

Bereist haben wir bisher 3 Kontinente.

Wir haben 13 Länder besucht. Die kürzeste Zeit verbrachten wir in Malaysia – nämlich genau 1 Tag- und die längste bisher zeitgleich mit knapp 2 Monaten in China und Australien.

Die längste Zeit an einem Ort blieben wir in Sydney. Dort waren wir 2 Wochen und 1 Tag.

Wir haben unsere Füße auf 21 Inseln gesetzt, davon haben wir 10 im Rahmen von Tagesausflügen besucht.

Außerdem waren wir in 2 Special Econimic Zones und in einem Stadtstaat.

Und einmal in militärisch gesperrtem Gebiet, in dem wir nicht hätten sein dürfen.

Wir haben uns unglaublich viel und in den verschiedensten Transportmitteln fortbewegt:
Bis heute zählen wir 105 Busfahrten, ebenso 53 Metro- und 31 Bootsfahrten.
21 mal hat uns eine Zugfahrt an unser nächstes Ziel gebracht und 16 mal eine Fahrt mit dem Tricycle.

Wir haben 15 Flüge genommen. Ebenfalls 15 mal blieb uns nichts anderes übrig als ein Taxi zu nehmen. 12 mal staunten wir über das funktionierende Bezahlen-auf-Vertrauensbasis System im Jeepney.

10 Fahrten fuhren wir hinten auf einem Mopedtaxi, davon einige mitsamt komplettem Gepäck. 9 mal kletterten wir in ein Tuk Tuk, um von A nach B zu kommen; 7 mal auf einen Pick-up und ebenfalls 7 mal quetschten wir uns in einen Minibus.

4 mal ließen wir Rikscha-Fahrer strampeln und 2 mal ging es mit einem Tecak weiter. Ein einziges Mal fuhren wir Pferdekutsche. Ebenfalls einmal paddelten wir mit dem Kayak an unser nächstes Ziel.

In der mongolischen Steppe ritten wir zweimal auf Pferden und einmal auf Kamelen.

11 mal bekamen wir einen Lift, d.h. wir wurden kostenlos mitgenommen. Die ausgefallensten Fahrzeuge waren dabei LKWs, ein Zigaretten-Lieferwagen und natürlich – das Polizeiauto im Norden Thailands.

An 28 Tagen liehen wir uns ein Motorrad und an 4 Tagen Fahrräder. Davon 1mal ein Elektro-Bike und einmal ein Tandem. Einen Tag waren wir mit einem gemieteten Tricycle unterwegs.

Wir haben 7.865 km von Russland bis China im Zug zurückgelegt. Ziemlich genau 4.000 km fuhren wir mit unserem eigenen Moped durch Südostasien. Mit unserem Auto fuhren wir bisher 4.322 km über Australiens Staßen.

Die Stunden und Kilometer, denen unser Transport gesamt entspricht, übersteigt momentan unsere Kopf-Rechenfähigkeit bzw. unser geografisches Wissen. 😉

 

Wir haben 1.108 mal Geld für Essen & Trinken ausgegeben.

Den größten Teil unserer Ausgaben, nämlich 28 %, gaben wir für Transport aus, Gefolgt von Essen & Trinken mit 23 % und Unterkünften mit 21 % unserer Kosten.

Die günstigste (bezahlte) Unterkunft fanden wir in Laos auf den 4.000 Inseln, wo wir für einen Bungalow mit eigenem Bad und Hängematte zusammen 2 ,91 € pro Nacht bezahlten.

Die teuerste Nacht kostete uns 36, 34 €. Diese war für ein Doppelzimmer mit geteiltem Bad in einem Hostel in Darwin, Australien.

Pro Tag geben wir im Schnitt jeder 26 € aus. Wir sind sehr sparsame Weltreisende 🙂

Wir haben bisher jeder 3 Paar FlipFlops durchgelaufen.

37 mal haben wir in Burma die Schuhe ausgezogen, um eine religiöse Stätte zu besichtigen.

Die günstigste Packung Zigaretten kostete 0,30 € in Laos.

Das günstigste Bier tranken wir in Phnom Penh, Kambodscha. Es kostete uns 40 Cent – Frisch gezapft . Das teuerste Bier 3,93 €.

Uli hat sich bestimmt schon 10 mal den gleichen Zeh angestoßen und Biene hatte gefühlte 100 blaue Flecken vom irgendwo anstoßen. Ungefähr gleich viele Mosquitostiche hatten wir beide schon zu verzeichnen.

Geschätzte 100 mal wurden wir gefragt, ob wir verheiratet sind.

Wir waren bisher 0 Tage richtig krank.

Ungefähr 1.000 mal wurden wir um ein Foto gebeten.

Wir können mittlerweile in 16 verschiedenen Sprachen mindestens hallo, danke und tschüss sagen.

Am kältesten war es in Sibirien am noch teilweise zugefrorenen Baikalsee. Der heißeste Tag ist heute. Wir haben 43 Grad Celsius.

Um uns unterwegs zu informieren, haben wir in 9 Reiseführer investiert. 2 davon haben wir nach Deutschland zurückgeschickt, die 7 anderen wurden verschenkt/getauscht.

Wir haben bisher ca. 8.000 Photos geschossen und mehrere Stunden Filmmaterial aufgenommen.

Wir mussten einmal Schmiergeld bezahlen.

Richtig auf die Nase gefallen bzw. über´s Ohr gehauen worden sind wir erst einmal. Zumindest so, dass wir es bemerkten 😉

An keinem der 300 Tage haben wir unsere Reise bereut.

Soviel zu den Zahlenspielen 🙂

 

….was unsere Reise ausmacht, sind aber noch vielmehr die Dinge, die wir nicht in blanken Ziffern ausdrücken können: die Grüße und Lächeln von wildfremden Menschen unterwegs; die Begegnungen, die wir jeden Tag machen; die vielen Geschichten aus dem Leben von anderen Reisenden und Einheimischen; die Einblicke in andere Leben, Kulturen und Mentalitäten; die Lebenserfahrung, die wir auf unserer Reise gewinnen.
Das alles ist unzähl- und unbezahlbar!

 Aristoteles